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Razor PowerRider 360 – Driftspaß für kleine Racer

[WERBUNG] Vollgas für die Kleinen mit dem Razor PowerRider 360… Mein alter Herr, seines Zeichens Hein Seemann a.D., hatte mir in grauer Vorzeit mal, ich glaube, die Village People waren gerade der angesagte Schwof, ein giftgrünes Happy Wheel aus Mexiko mitgebracht. Mit viel Speed und ein bisschen Übung konnte man damit astreine 360° Drifts auf die Dorfstraße hämmern. Das Ding machte eine Menge Spaß, bis sich ein, für sein Alter viel zu groß geratener Junge aus der Nachbarschaft, dem Vehikel annahm – und es dann wenige Augenblicke später krachend unter ihm zusammen sackte.

Als ich kürzlich im Netz über den Razor PowerRider 360 stolperte, waren all diese Gedanken sofort wieder da: Der riesenhafte Grobian Jörg auf meinem Happy Wheel, der schon im zarten Alter von 10 Jahren Straßenlaternen mit einem bloßen Handballenschlag auf den Verteilerkasten das Licht ausknipsen konnte. Crush!! Da ging er hin, mein exotischer Import aus Übersee. Und ich konnte ihn noch nicht mal anschnauzen. Sein Handballenschlag…

PowerRider BK Seat LowRes
Der Rennsitz vom Razor PowerRider 360


Stopptaste, vorspulen, dreieinhalb Dekaden später: Die Happy Wheels heute heißen Razor PowerRider 360, haben einen Motor und sind aus Metall. Jörg heißt heute Roman und ist Daddy von Luis. Roman bringt gute 90 kg auf die Waage – und wollte natürlich auch mal fahren. Aber dazu später mehr.

Hoher Spaßfaktor bei guter Qualität

Luis, unser Razor-Testpilot, war jedenfalls schwer begeistert. „Sehr cool und auch sehr schnell,“ sei der PowerRider. Laut Hersteller bringt er es auf atemberaubende 13 km/h. Da verhält es sich wohl ähnlich, wie mit diesen ominösen gefühlten Temperaturen beim Wetter. Luis: „Wenn man zuguckt, sieht das langsam aus, aber wenn man selber fährt, ist das schon ganz schön schnell.“ Angetestet hat Luis den Razor übrigens auf der Straße (Achtung: Offiziell verboten!), wobei sich auf jenem Teerstück bei Luis vor dem Haus nicht wirklich das abspielt, was den Begriff ‚Verkehr’ ernsthaft definieren würde.

„Auf Pflastersteinen macht das nicht so richtig Spaß.“ Nachvollziehbar, denn das Vehikel ist nicht gefedert und wenn man aus dem Razor seinen eigentlichen Gag, nämlich das Driften und Sliden rauskitzeln will, sollte ein möglichst glatter Untergrund schon gegeben sein.

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„Aber hey, Luis! Eure Straße ist doch ziemlich schmal, muss man da nicht aufpassen mit den Gräben rechts und links?“ „Joa, ich bin schon ein paar Mal in den Büschen gelandet. Und gegen die Mülltonne bin ich auch schon gegen geheizt.“ Herrlich! „Aber gefährlich ist das nicht?“ „Nö.“ Alles klar. Kritisch anzumerken hat Luis, dass „man beim Akku gar nicht sehen kann, ob der lädt oder nicht.“ Sechs bis acht Stunden ans Netz angeschlossen, kann man am nächsten Tag eine gute Dreiviertelstunde Spaß aus dem Razor rausholen.

Was Daddy Roman gar nicht schlimm findet: „So bleibt der Razor PowerRider 360 länger hoch im Kurs. Wenn die Kids endlos damit unterwegs sein könnten, würde es sicherlich schneller seinen Reiz verlieren.“ Und sonst? „Das Teil sieht auch voll cool aus! Finden meine Freunde und alle anderen auch. Außer die eine Muddi, die meinte, sie würde das Ding sofort in den Kanal schmeißen (lacht)!“

„Wie sieht´s denn mit den Nehmerqualitäten des Razors aus, Luis? Hast Du schon was zerdellt?“ „Nee, das hält schon gut. Und das Zusammenbauen war auch ganz leicht, da braucht man bloß einen Inbus für.“ „Was macht denn am meisten Spaß?“ „Am besten ist das Driften und Rumschleudern. Da kann man sich, wenn man richtig Speed hat, zweimal um die eigene Achse drehen!“ Auch sicherheitstechnisch scheint sich der Razor im grünen Bereich zu bewegen. Kein Wunder, denn der Razor kommt aus den USA, und dort ist man bekanntlich sehr penibel in solchen Dingen. Gas gegeben wird per Knopfdruck rechts am Lenker, gebremst ebenfalls mit der Hand so wie beim Fahrrad.

Razor PowerRider 360

Daddy Roman hat eine deutsche Anleitung vermisst, beschreibt das immerhin 200 Euro teure Fahrzeug aber als „massiv und ordentlich“. Kritisch, und ganz der sich sorgende große Bruder, merkt noch Luis an, dass man den Sitz vom Razor PowerRider 360 nicht verstellen könne. „Meine Schwester möchte ja auch mal fahren, aber die kommt unten nicht an die Fußrasten.“ Aber Juna ist gerade mal 4 und der Razor offiziell ab 8 Jahren… Ach so, Daddy Roman konnte es sich, wie eingangs angedeutet, natürlich nicht nehmen lassen, und hat sich auch mal auf das kleine Biest geschwungen – mein Happy-Wheel-Trauma ist besiegt, der Razor steckt auch knappe zwei Zentner locker weg.

Fazit zum Razor PowerRider 360

Ein Spielzeug, welches man nicht mal eben aus der Portokasse zahlt und offiziell nicht auf öffentlichem Grund genutzt werden darf. Der Spiel- bzw. Fahrspaß einer-, und die hochwertige Produktqualität andererseits aber sprechen schlicht für sich. Wer die Mücken also lose hat und ein Kid, welches auf sowas im wahrsten Sinne des Wortes abfährt, sollte sich den Razor PowerRider 360 gerne zulegen.

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