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InterviewsJörg Kundrath - Familienmensch, Unternehmer, Coach & Individuum

Jörg Kundrath – Familienmensch, Unternehmer, Coach & Individuum

Januar, Zeit der guten Vorsätze. Gesunde Ernährung und mehr Sport stehen bei den meisten von uns ganz oben auf der Liste. Wer hierbei Unterstützung braucht, sucht sich einen Personal Coach. Ernährungsexperten und Fitnessprofis sind heutzutage etabliert, bringen uns wieder auf Kurs und weiter geht’s durch die Rush Hour des Lebens.

Doch was ist mit dem Rest? Warum ist es beim Sport ganz normal, sich professionelle Hilfe zu holen, im Familienleben aber nicht? Es geht schließlich um die eigenen Kinder, um die Menschen, die man liebt und am Ende auch um das eigene Glück, denn die eigenen Bedürfnisse geraten schnell in Vergessenheit, wenn es in Puncto Familie und Karriere nicht mehr läuft.

Kannst du alles mit Leichtigkeit schaffen?

Das eine Kind muss pünktlich zum Sport, das andere Kind ist krank, auf der Arbeit ist die Hölle los und eigentlich hat man auch noch eigene Needs – beispielsweise die neuen Tipps vom Fitnesstrainer umsetzen. Es gibt so viel zu tun und so viel zu erleben, aber der Tag hat nur 24 Stunden und die Energiereserven sind irgendwann aufgebraucht. Das Problem: Mit halbvollen Energietanks kann man nicht das Maximum aus sich herausholen. Man ist nicht mehr der Papa und Lebenspartner, der man eigentlich immer sein wollte und die beruflichen Ziele verschwinden vor den eigenen Augen. 

Jörg Kundrath von Mindset Movers
© Mindset Movers

Wir haben mit dem Familien-/Karrierecoach und Gründer von Mindset Movers, Jörg Kundrath, über diese Sackgasse gesprochen und ein paar erste SOS-Tipps für euch zusammengestellt:

Antworten von Jörg Kundrath

Daddylicious: Jörg, Familie, Karriere und Me-Time – was tun, wenn einem alles über den Kopf wächst?

Jörg: Mein erster Tipp ist eigentlich immer: Me First, Family & Business Second. Man darf nie vergessen, dass man andere Menschen, egal ob in der Familie oder im Beruf, nicht unterstützen kann, wenn man sich vorher nicht um sich selbst gekümmert hat. Wenn man selbst keine Kraft mehr hat, kann man auch nichts mehr geben. Das hat nichts mit Egoismus zu tun.

Daddylicious: Hört sich verlockend an, aber wie kann man sich diese Me-Time konkret schaffen in einem turbulenten Alltag zwischen Beruf und Kindern?

Jörg: Nimm dir zum Beispiel 5 Minuten Zeit, bevor alle anderen im Haus aufstehen (oder abends, vorm Zubettgehen). Schaff dir ein tägliches Ritual, nur für dich. Ein paar Liegestützen, dein Lieblingslied oder ein wenig Meditation. 5 Minuten erscheinen auf den ersten Blick vielleicht kurz, aber es ist ein super Anfang. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit. Das Wiederholen ist der Trigger.  Dein persönliches Ritual sagt dir, jetzt ist die Zeit, um die Batterien aufzuladen.

Daddylicious: Magst du verraten, wie dein persönliches Ritual aussieht?

Jörg: Mein liebstes Stichwort dazu: Morgenroutine. Ich stehe jeden Morgen um 5:03 Uhr auf und starte meine Morgenroutine noch bevor es wuselig wird. 20 Minuten meditieren, 25 Minuten Sport, danach folgen ein paar Minuten, in denen ich mir bewusst aufschreibe, wofür ich dankbar bin und was die Ziele des Tages sind. Danach freue ich mich auf das Familienfrühstück. Für mich der perfekte Start in den Tag, da ich ausschließlich Dinge mache, die mir wichtig sind und die mir guttun.“

Jörg Kundrath ist nicht der einzige Early Bird. Das Thema Morgenroutine genießt derzeit immer mehr Aufmerksamkeit. Nicht umsonst gibt es bereits den 5 AM Club mit vielen prominenten Befürwortern, die alle die frühen Morgenstunden dafür nutzen, ausschließlich an sich zu denken und den Dingen im Leben nachzukommen, die sonst eventuell auf der Strecke bleiben: Sport, Lesen und in Ruhe einen Kaffee trinken.

Coachingprogramm „Familienmensch“

Auch Jörg Kundrath hat das Thema Morgenroutine als einen festen Baustein in seinem neuen Coachingprogramm FAMILIENMENSCH verankert. Mit dem Onlineseminar wendet sich das Team von Mindset Movers speziell an karriereorientierte Eltern. Es unterstützt Väter (und auch Mütter) dabei, die Bereiche Familie, Beruf und Selbstfürsorge miteinander in Einklang zu bringen. Es geht darum, der Familienmensch zu sein, der man immer sein wollte und gleichzeitig erfolgreicher im Beruf zu sein. Alle Teilnehmer*innen erhalten einen eigenen Online-Zugang auf die Programm-Inhalte. Innerhalb von 15 Wochen werden jede Woche neue Themenschwerpunkte freigeschaltet.

Familienmensch 01
© Mindset Movers

Es entsteht kein Zeitdruck, da die Inhalte ein ganzes Jahr zur Verfügung stehen. Zudem kommen ab Woche 6 Strategien & Lösungen hinzu, die mehr freie Zeit im Alltag schaffen. Mit Hilfe von gezielten Fragestellungen, Videos, Arbeitsunterlagen und Live-QNA-Calls via Zoom lernen die Teilnehmer*innen sich Woche für Woche selbst neu kennen, betreiben Selbstfürsorge und definieren ihr persönliches Wertesystem. Entwickelt wurde das Programm von Jörg Kundrath, Gründer, Geschäftsführer & Coach, sowie Isabel Gebien, Produkt Managerin & Coach.

Dass FAMILIENMENSCH für Jörg Kundrath so einen hohen Stellenwert hat, basiert auf seiner eigenen Geschichte. Die Diagnose Hodenkrebs im Jahr 2014 – kurz nach der Geburt seines ersten Kindes – war für ihn der Auslöser und Startschuss dafür, sein eigenes Leben unter die Lupe zu nehmen. Jörg hat eine Mentaltrainerausbildung gemacht, sich coachen lassen und viele Seminare und Trainings besucht – alles mit dem Ziel, mehr Achtsamkeit, Fokus und eine bewusstere Selbstführung in sein Leben zu bringen.

Fünf Jahre nach der Diagnose stand der Entschluss fest, sein erstes Unternehmen zu verkaufen und Mindset Movers – gemeinsam mit Arne Stoschek – zu gründen. Heute ist Jörg Kundrath Vater von drei Kindern, Ehemann und erfolgreicher Unternehmer. Seine Erfahrungen – Tiefschläge wie Erfolge – gibt er mit FAMILIENMENSCH weiter. Für mehr Energie, Leichtigkeit und Harmonie im Berufs- und Familienalltag.

Weitere Informationen auf der Homepage https://www.mindsetmovers.de/
Und hier findet ihr Interviews mit vielen weiteren spannenden Köpfen aus dem Family-Kosmos.

Kai Bösel
Kai Bösel
Kai Bösel ist Patchwork-Dad von drei Kindern, die eigene Tochter Mika ist im April 2012 geboren. Der Hamburger ist Online-Publisher und betreibt neben Daddylicious auch das "NOT TOO OLD magazin" inklusive Podcast. Außerdem schreibt er für ein paar Zeitschriften und Magazine und hilft Kunden und Agenturen als Freelance Consultant. Nach dem Job entspannt er beim Laufen oder Golf.

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