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VäterkramFamilienautossmart #1: Vom Zweisitzer zum elektrischen Familienauto?

smart #1: Vom Zweisitzer zum elektrischen Familienauto?

Könnt ihr euch noch an die kleinen Cityflitzer in ungewöhnlicher Form erinnern? Als kompakte Zweisitzer eroberten sie die Herzen all derjenigen, die komfortabel in winzigen Lücken parken wollten. Doch ebenso wie sich aus Paaren Familien entwickeln, gab es bei den kleinen Autos ein großes Wachstum. Mit dem smart #1 kommt ein vollelektronischer Familien-SUV auf den Markt, der Sparsamkeit, Geräumigkeit und Komfort verspricht. Kann er das aber auch halten? Wir checken die Eignung für den Alltag von Eltern und Kindern.

Falls ihr euch wundern solltet, der etwas eigenwillige Name smart #1 wird als „Hashtag One“ ausgesprochen und deutet damit nicht gerade subtil auf die angestrebte Position bei Bewertungen hin. In Asien ist mittlerweile bereits das Modell smart #3 auf den Straßen unterwegs. Bei uns handelt es sich noch bei der ersten Ausführung um eine neue Erscheinung.

Das Platzangebot im smart #1

In puncto Platzangebot kann diese bei einer Länge von 4,27 Metern durchaus überzeugen. Der SUV ist damit klein genug, um in normale Parklücken zu passen und groß genug für angenehme Beinfreiheit. Als Fünfsitzer ist er zwar ausgeschrieben und kann auch als solcher auf kurzen Strecken fungieren, falls ihr aber eine längere Fahrt oder einen Urlaub plant, solltet ihr die Personenanzahl begrenzen. Gerade mit Kindersitzen und reichlich Gepäck wird es ansonsten schnell unangenehm eng im Familienauto.

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© smart Europe GmbH

Dank verstell- und verschiebbarer Rückbank kann der Kofferraum von 273 bis 411 Liter fassen. Damit ist er nicht riesig aber doch groß genug für den umfassenden Wocheneinkauf, einen Kinderwagen oder kompaktes Familiengepäck. Oder, kurzgesagt: Er ist perfekt für die Stadt und kürzere Trips.

Mit Kindern, Hund und für längere Urlaube kann es dennoch etwas knapp werden im smart #1. Dabei stellt sich natürlich die Frage, wie weit ihr mit dem Familien-SUV überhaupt kommt.

Die Reichweite des vollelektrischen smart #1

Jedes leidgeprüfte Elterntaxi weiß: Zwischen KiTa, Schule, Freunden, Hobbys, Vereinen, zusätzlichem Unterricht und vergessenen Materialien für Projekte sollte die Reichweite des Autos am besten verlässlich groß sein. Nicht zu vergessen die Ausflüge am Wochenende oder der verpasste Schulbus.

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Der smart #1 überzeugt in diesem Bereich zumindest im Alltag. Mit einer angegebenen Reichweite von 400 bis 440 Kilometern pro Akkuladung und einer tatsächlichen Weite von 350 bis 400 Kilometern lassen sich die täglichen Fahrten in den meisten Fällen problemlos bestreiten. An Schnell-Ladestationen sind für ein komplettes Aufladen zudem nur etwa 30 Minuten erforderlich. Dadurch lassen sich auch längere Strecken mit kalkulierbaren und kurzen, kindgerechten Pausen zurücklegen.

An der normalen Station solltet ihr mit etwa sieben Stunden rechnen. Über Nacht ist das nicht störend, aber auch nicht gerade kurz. Dennoch gehört der smart #1 damit zu den praktischen Vorbild-Modellen.

Bedienung und Technik im smart #1

Übersichtlich und modern – so präsentiert sich das Armaturenbrett auf den ersten Blick. Leider täuscht der erste Eindruck. Zwar finden sich reichlich Spielereien in den Menüs, von intuitiver Bedienung sind diese allerdings weit entfernt. Zum Teil lassen sich wichtige Einstellungen erst in einem der Untermenüs vornehmen. Macht euch damit also am besten vertraut, bevor die Kinder im Auto sitzen und die Zeit drängt.

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Die zusätzliche Ausstattung ist variabel und kann ganz nach den eigenen Vorstellungen und Ansprüchen gestaltet werden. Wie viel Entertainment im Auto zur Verfügung stehen soll, lässt sich daher problemlos anpassen. Das alles wirkt sich selbstverständlich auf den Preis aus, auf den wir zunächst zu sprechen kommen.

Hat der smart #1 einen familienfreundlichen Preis?

Mit über 40.000 Euro allein für die Grundausstattung schlägt der vollelektrische Familien-SUV ordentlich zu Buche. Für die gebotenen Vorteile und die Größe ist das noch vertretbar. Allerdings solltet ihr euch fragen, ob das Auto langfristig für die Familie geeignet ist. Wer bereits zur Arbeit längere Strecken zurücklegt oder mehr als zwei Kinder hat und diese häufiger fahren muss, wird mit der Reichweite schnell an Grenzen stoßen. Für kurze Wege und kleine Familien ist der smart #1 allerdings vollkommen ausreichend.

Wer sich einmal an die Bedienung gewöhnt hat, wird auch diese nicht mehr als problematisch empfinden. Umständlich ist und bleibt sie aber. Hier muss jeder selbst entscheiden, ob das ein eingehbarer Kompromiss ist oder im Alltag mit Kindern und wechselnden Fahrern zusätzlich die Nerven strapaziert.

Die Sicherheit im smart #1

Im Sicherheitstest schneidet der smart #1 gut bis sehr gut ab. Erwachsene und Kinder sind in dem Kompakt-SUV geschützt und komfortabel aufgehoben.

Allerdings zeigt sich hierbei ein Unterschied zwischen den vorderen Sitzen und der Rückbank. Seitliche Airbags für Becken und Oberkörper finden sich auf den hinteren Sitzen beispielsweise nicht. Hier gibt es also durchaus bessere und sicherere Fahrzeuge, die eher auf mitfahrende Kinder ausgelegt sind.

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Nichtsdestotrotz ist smart #1 eine kompakte und dennoch geräumige, praktikable Lösung für den Stadtverkehr. Hoher Komfort ist gegeben und Bewegungsfreiheit ebenso. Ob ihr euch dafür entscheidet und damit auf eine Kombination aus SUV, Mini-Van und vollelektronischem Flitzer setzt oder lieber den optisch und funktional mehr auf Familien ausgelegten Mini-Van wählt, bleibt euch überlassen.

smart #1 – das Fazit

Der smart #1 ist ideal für kleine Familien im städtischen Leben mit kurzen Wegen, bietet eine schnelle Beschleunigung von 0 auf 100 und eine Reichweite von etwa 400 Kilometern ohne Ladestopp.

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Die beiden zur Auswahl stehenden Modelle in Form von smart #1 PREMIUM und BRABUS sowie die gesonderte Launch-Edition bringen zusätzlich einzelne Vorzüge mit sich wie eine schnellere Beschleunigung. Der Vergleich zwischen den Kompakt-SUVs als Familienautos lohnt sich in jedem Fall und erweitert die Möglichkeiten und die Auswahl für euch.

Titelbild © smart Europe GmbH

Kai Bösel
Kai Bösel
Kai Bösel ist Patchwork-Dad von drei Kindern, die eigene Tochter Mika ist im April 2012 geboren. Der Hamburger ist Online-Publisher und betreibt neben Daddylicious auch das "NOT TOO OLD magazin" inklusive Podcast. Außerdem schreibt er für ein paar Zeitschriften und Magazine und hilft Kunden und Agenturen als Freelance Consultant. Nach dem Job entspannt er beim Laufen oder Golf.

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