Es gibt so ein paar Anlässe, die einem als werdender Vater bevorstehen. Dazu gehört logischerweise die Geburt selbst, wenn man dann entschieden hat, dabei zu sein. Was wir dringend empfehlen. Ein Geburtsvorbereitungskurs, den die meisten ihrer Frau zuliebe mitmachen, ist wahrscheinlich ein ähnlich schwerer Gang. Und dann ist da noch der erste Elternabend in der KiTa.

Aber ich kann Euch beruhigen. So schlimm ist es gar nicht. Vor meinem geistigen Auge sah ich ne Menge überengagierter Eltern von Kindern mit komischen Namen auf viel zu kleinen Stühlen sitzen. Mit tausenden eher kritischen Fragen zum Ablauf, zum Essen, zum Mittagsschlaf und noch viel mehr, die man sich mit ein bisschen Nachdenken auch selbst beantworten könnte.

Ich war am Ende der gut 90 Minuten positiv überrascht. Ich habe viel Interessantes erfahren, insbesondere zum Tagesablauf in der KiTa.

Klar gibt es auch diese KiTa-stereotypen Eltern: die Mami, die völlig abgehetzt zu spät kommt, weil Sie zuhause beim Insbett-Bringen noch so viel Stress hatte. Das Pärchen, das sich gegenseitig ständig ins Wort fällt. Die Mutti, die sofort „hier“ ruft, wenn ein Elternvertreter gesucht wird. Die verkrampfte junge Mutter, die eigentlich schon für die Vorstellung zu schüchtern ist. Und ein männlicher Vertreter, der versucht, besonders lustig und engagiert rüberzukommen… Aber am Ende des Tages war das eher unterhaltsam und gar nicht nervig.

Ich habe meine Fragen gestellt, die ich stellen wollte. Und war froh, dass zwei andere Ladies die Elternvertretung übernommen haben. Richtig gelohnt hat sich der Besuch für mich aber, weil die drei Erzieher uns sehr umfassend den kompletten Tagesablauf präsentiert haben.

Normalerweise denkt man ja, man bringt seine Kleinen morgens um kurz nach acht in die KiTa und dort werden sie gefüttert, gewickelt, ins Bett gepackt und den Rest der Zeit mehr oder weniger beschäftigt. Aber so ist es gar nicht, denn der ganze Tag folgt durchaus straffen Prinzipien und pädagogisch wertvollen Rahmenbedingungen. Bei uns in der KiTa steht in der Krippengruppe, also bei den Ein- bis Dreijährigen, die Förderung der Selbstständigkeit im Vordergrund. Selbst das Auf- und Abdecken gehört genauso dazu wie gemeinsames Aufräumen. Und auch die Spielzeiten drinnen und draußen sind pädagogisch wertvoll durchgetaktet mit Singen, Tanzen, Greifen, Malen, Gruppenspielen und Bewegung.
Daher empfehle ich Euch Jungs unbedingt die Teilnahme an den Elternabenden. Damit seid Ihr zwar in der Minderheit, nehmt aber noch mehr Teil an der Erziehung eurer Kinder. Ihr werdet Eure Fragen los, lernt die Erzieher besser kennen und bekommt auf jeden Fall spannende Hintergrundinfos zum Erziehungskonzept.

Das fühlt sich beruhigend an. Also, hin da!

Fotocredit: (c) Contrastwerkstatt

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