Heute wird das soziale Netzwerk zehn Jahre. Glückwünsch dazu. Kaum jemand kann sich heute noch ein Leben ohne Facebook vorstellen. Jede Sekunde werden 3.000 Bilder hochgeladen. 1,23 Milliarden Menschen tummeln sich mittlerweile auf der von Mark Zuckerberg gestarteten Internet-Seite. Und ein Ende des Hypes ist noch nicht abzusehen. Sollten Eure Kids bereits aus dem Babyalter heraus sein, ist die Nutzung von Medien sicherlich bei Euch schon Thema gewesen. Daher gibt’s hier ein paar nützliche Hinweise.

Damit sich eure Kinder in der heutigen Medienwelt zurechtfinden, brauchen sie Orientierung durch Euch. Auf der anderen Seite solltet Ihr möglichst genau beobachten, was Eure Kinder so treiben. Und in welcher Dosis. Denn die so bedeutungsvolle Medienkompetenz muss eben erst gelernt werden.

Eltern als Vorbild

Eure Töchter und Söhne werden Euch genau beobachten. Greift Ihr also selbst in der gemeinsamen Spielzeit oder auf dem Bolzplatz ständig zum Handy, dann werden sie den elektronischen Begleiter als selbstverständlich wahrnehmen. Liegt auf Eurem Sofa beim Fernsehen immer noch ein Tablet bereit? Dann wird auch diese „Second Screen“-Nutzung schnell gelernt sein. Daher empfehlen wir dringend, die vielen kleinen Geräte möglichst lange aus dem Alltag fernzuhalten. Ihr seid das Vorbild. Seid also vorbildlich und übertreibt es nicht. Die richtige Dosis ist entscheidend.

Wann sollte Mediennutzung losgehen

Mein Kika
Eine allgemeingültige Aussage, ab welchem Alter sich Kinder sinnvoll mit Computern auseinandersetzen sollten, gibt es leider nicht. Viele Pädagogen sind der Meinung, dass Computer vor der Einschulung noch nicht genutzt werden sollten. Andere halten es gerade im Hinblick auf spätere schulische Herausforderungen für clever, Kinder schon frühzeitig mit Lernspielen und Zeichenprogrammen an die Computernutzung heranzuführen. Letzten Endes entscheidet Ihr das selbst. Beobachtet Euer Kind bei den ersten Gehversuchen am Rechner und schaut, ob überhaupt Interesse und Spaß besteht.

Die richtige Ausstattung

Wovon wir abraten, sind Spielzeugcomputer und billige kleine Rechner, die es im Kaufhaus oder Supermarkt gibt. Meist bieten diese Geräte kaum Lern- und Spielmöglichkeiten und darüber hinaus verfügen sie meist über miserable Bildschirme. Daher gilt: wenn schon, dann richtig! Nutzt also am besten Euren eigenen Computer. Bei Bedarf könnt Ihr für Euer Kind eine Kindermaus und eine Kindertastatur anschaffen. Ebenso sollte die Sitzposition unverkrampft und gemütlich sein. Und nehmt Euch gerade zu Anfang die Zeit und setzt Euch gemeinsam vor den Rechner. So habt Ihr alles im Blick und könnt Euer Kind langsam an eine sinnvolle Mediennutzung heranführen.

Facebook und Alternativen

Knipsclub
Derzeit ist Facebook das beliebteste soziale Netzwerk bei den Jugendlichen. Andere Dienste wie WhatsApp, Instagram und twitter sind insbesondere über die Smartphone-Apps ebenfalls beliebt, aber der Vorsprung von Facebook ist immer noch groß. Daher wird auch Euer Kind irgendwann den Wunsch nach einem eigenen Facebook-Profil haben. Die AGB erlauben das Anlegen des Profils erst ab 13 Jahren. Und gerade durch den immer noch nachlässigen Umgang mit Daten- und Jugendschutz sollten Minderjährige sich nicht zu früh auf dem Netzwerk tummeln. Daher solltet Ihr überlegen, Eure Kinder erstmal auf kindgerechten und moderierten Netzwerken das korrekte Verhalten und den richtigen Umgang lernen zu lassen. Zum Beispiel bei KiKa oder der Foto-Community knipsclub.

Wenn es dann doch unbedingt Facebook sein soll, dann empfehlen wir Euch dringend, das Profil gemeinsam anzulegen und alle Einstellungen gewissenhaft vorzunehmen. Insbesondere zur Sicherheit, Privatsphäre und der Freigabe der Markierungen. Das Alter sollte korrekt angegeben werden. Dann gelten bereits andere Voreinstellungen. Trotzdem solltet Ihr zu Anfang kontrollieren, wer als Freund hinzugefügt wird, dass über die mobile APP keine GPS-Daten zum Standort übermittelt und keine privaten Details in der Timeline preisgegeben werden.

Weitere Infos

Weitere sinnvolle Tipps und Hinweise erhaltet Ihr bei der Initiative Schau hin!“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Vodafone, den Sendern Das Erste und ZDF sowie TV Spielfilm. Seit 2003 hilft SCHAU HIN! Eltern und Erziehenden mit zahlreichen alltagstauglichen Tipps und Empfehlungen, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Und nun lasst Euch den „gefällt mir“-Geburtstagskuchen schmecken.

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