Spielzeug ist für die Kleinen nicht nur ein Zeitvertreib, es hat auch einen pädagogischen Nutzen. Je nach Spielzeug-Art schult es die Motorik, fördert den Erfindergeist oder regt die Fantasie an – zumindest, bei hochwertigen Produkten. Speziell bei batteriebetriebenem Spielzeug gilt es aufzupassen, denn: Neben der Spielzeugsicherheit an sich, sind es hier vor allem die Elektronik und die Energiezellen, die nicht immer die Qualität bieten, die Eltern sich wünschen.

Grundsätzliches zur Spielzeugsicherheit

Leider hört man es immer wieder: Billig-Spielzeug, das es an den Qualitätskontrollen vorbei ins Land schafft und Standards, wie sie hochwertige Produkte erfüllen sollten, komplett missachtet. Natürlich will man die eigenen Kinder schützen und einen großen Bogen, um diese Gefahr machen. Vor allem bei Kleinkindern, die durch „in den Mund nehmen“ ihre Welt erkunden, sind viele Dinge zu beachten, um die Sicherheit zu gewährleisten:

> Spielsachen sollten in jedem Fall speichelfest sein. Nicht nur, damit sie nicht kaputt gehen, sondern auch um im schlimmsten Fall (kleine) Kurzschlüsse zu vermeiden – das gilt für netzbetriebenes Spielzeug noch mehr als für batteriebetriebenes.

> Farben und Lacke sind ein weiteres Problem – hier sollten Eltern einen Blick auf die Basis derselben werfen. Bei schadsofffreiem Holzspielzeug werden beispielsweise ausschließlich wasserbasierte Farben verwendet. Andere Chemikalien sind mit Vorsicht zu genießen.
> Mit am schlimmsten sind Weichmacher in Spielzeugen, die Krankheiten auslösen können und ein enormes Sicherheitsrisiko sind – nur Spielsachen ohne Weichmacher sollten es in das Kinderzimmer schaffen.

Diese drei Punkte sind äußerst wichtig. Eltern sollten deshalb immer einen genaueren Blick auf die Spielsachen werfen und „Billig-Spielzeug“, das vornehmlich aus China stammt, vermeiden. Gleichzeitig sind die Produkte immer wieder zu prüfen und gegebenenfalls auszutauschen, denn: Scharfe Kanten oder raue Oberflächen, die durch das Spielen entstehen, können ebenfalls eine Gefahr sein.

Akku oder Batterie?

Wer überlegt, seinen Kindern elektrisches Spielzeug zu kaufen, steht früher oder später vor der Frage: Akku oder Batterie – was ist besser? Grundsätzlich gibt es hier keine Energiezelle, die in jedem Fall die bessere Wahl ist. Vielmehr sind es die Eigenschaften der Akkus und Batterien, die verschieden sind und damit Vor- oder Nachteile eröffnen:

1. Akkus sind wiederaufladbar, in der Anschaffung teurer, dafür jedoch über den Nutzungszeitraum günstiger. Allerdings ist eine „Spielsession“ im Vergleich zu Batterien relativ kurz.

2. Batterien können nicht wieder aufgeladen werden. Allerdings sind sie sehr viel günstiger und halten länger durch.
Grundsätzlich bietet sich für Spielzeug häufig die Batterie an, da das Spielen so seltener unterbrochen werden muss, um den Akku aufzuladen. Viel wichtiger ist jedoch die Frage nach den Qualitätskriterien – und zwar für Akkus und Batterien gleichermaßen.

Spielzeugbatterien – darauf kommt es an

Wenn die mitgelieferten Energiezellen den Geist aufgeben, ist der Kauf einer neuen Spielzeugbatterie notwendig – wichtige Punkte auf dem Weg zu neuer Kraft für die Spielsachen sind:

1. Wählen Sie zwischen Akku und Batterie.
2. Wählen Sie die richtige Bauform – meist sind es zylinderförmige Batterien oder Knopfzellen, die hier zum Einsatz kommen.
3. Wählen Sie die richtige Voltzahl – die meisten Spielzeuge benötigen Energiezellen, die 1,5 Volt mitbringen.
4. Ein Blick in die Bedienungsanleitung oder ins Batteriefach gibt zusätzlich preis, wie viel Kapazität die neue Batterie beziehungsweise der neue Akku mitbringen soll. Einen Standard gibt es hier nicht. Grundsätzlich gilt: Je mehr Leistung das Spielzeug abruft, desto höher sollte die Kapazität der Batterie sein.

Qualitätssiegel für Spielzeug

Ob es sich nun um die Energiezelle, die Schadstoffbelastung oder andere Qualitätskriterien für Spielzeug handelt. Einen ersten Hinweis auf die Wertigkeit der Spielsachen, gibt es von unabhängigen Prüforganisationen, die ihre Siegel nur für unbedenkliches Spielzeug ausstellen, darunter:

> Gütesiegel für Sicherheit (GS): Das wohl wichtigste Siegel vom TÜV und anderen unabhängigen Prüforganisationen, das die Sicherheit des Spielzeugs sicherstellt.

> Öko Tex Standard 100: Besonders bei Textilien – dazu gehören auch Stofftiere – ist dieses Siegel entscheidend, da es sicherstellt, dass keine Weichmacher und andere schädliche Chemikalien in den Materialien enthalten sind.

> VDE-Zeichen: Dieses Siegel gewährleistet, dass elektronisches Spielzeug einwandfrei ist – beim Einsatz von Batterien ein wichtiges Zeichen der Qualität.

> TÜV-Proof: Dieses Siegel wird häufig mit anderen Kennzeichnungen kombiniert und stellt sicher, dass das angebrachte Siegel tatsächlich „echt“ ist (Fälschungen sind nicht selten). TÜV-Proof beispielsweise wird häufig mit dem GS-Siegel kombiniert.

> Blauer Engel: Eines der ältesten Qualitätssiegel in Deutschland. Es wird vom Bundesumweltministerium an Produkte vergeben, die sowohl ökologische, soziale als auch qualitative (und sicherheitsrelevante) Kriterien erfüllen.

Fazit:

Beim Spielzeugkauf sollten sich Konsumenten auf jeden Fall an die oben genannten Qualitätssiegel halten, denn nur diese Siegel gewährleisten ausreichend Schutz vor gefährlichen Chemikalien. Übrigens: Die bekannte CE-Kennzeichnung wird vom Hersteller selbst angebracht – ob er die geltenden Richtlinien tatsächlich umgesetzt hat, wird nicht geprüft. Im Zweifel sollte man sich also in jedem Fall an den erwähnten Siegeln orientieren.

Bild: Fotolia.com
Copyright: salita2010

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