Hasta la vista, Krümel – Dreame L20 Ultra ist der Terminator der Staubsaugerroboter

werbung | Wenn es um Staubsaugen geht, sind schon viele Superhelden durch unsere vier Wände marschiert. Wie Rocky ging es dem Dreck mit Muskelkraft und Besen an den Kragen, wie John Wayne haben wir den Handstaubsauger gezogen und gezielt eliminiert, wie Thor haben wir die große Keule geschwungen und mit dem Bodenstaubsauger großflächig „aufgeräumt“. Jetzt sind wir an der Spitze der Sauger-Nahrungskette angekommen, denn der Dreame L20 Ultra entpuppt sich als Terminator der Staubsaugerroboter. Er ist hochintelligent, ausdauernd, präzise, humorlos, schwer bewaffnet, selbstständig und – zumindest für Wollmäuse, Krümel und Staub – absolut gnadenlos. Und das, während Papa mit dem Nachwuchs auf den Spielplatz ist. Hier ist unser Testbericht.

Staubsauberroboter gibt es schon lange, daher sind die Hersteller fast schon dazu gezwungen, im Wettbewerb immer noch eine technische Schippe draufzulegen. Und nach einem Test des Dreame L20 Ultra haben wir unseren Spitzenreiter im Ranking der Haushaltsgeräte gefunden. Denn er hat nicht nur die stärkste Saugkraft unter der Haube, sondern darüber hinaus auch noch eine sehr intelligente Hinderniserkennung und als Krönung ausfahrbare Mopps, die er selbst mit Wasser versorgt und je nach Untergrund auch vor der Reinigungsfahrt in der Basisstation abwirft.

dreame l20 ultra basisstation
© Daddylicious

Dieses Gadget ist für euch Papas eine ganz neue Möglichkeit, euch im Haushalt einzubringen und dafür zu sorgen, dass die eigenen vier Wände jeden Tag gesaugt und gewischt werden. Da der Dreame L20 Ultra über eine Vielzahl großartiger Features verfügt, gehen wir alle Aspekte einmal durch.

Klein, aber ziemlich groß

Der Roboter, der täglich durch eure Bude cruist, ist mit einer Höhe von zehn Zentimetern und einem Durchmesser von 35 Zentimetern ein recht kompaktes Gerät. Durch den kleinen Turm ist er etwas höher als einige Konkurrenzprodukte und könnte damit bei einigen Sofas an der Durchfahrt scheitern.
Was den Dreame L20 Ultra jedoch zu einem recht üppigen Gerät mit viel Platzbedarf macht, ist seine Basisstation. Die ist mit 43 x 67 x 50 cm ein ziemlich großer Klotz, der zu jeder Seite 5 Zentimeter und nach vorne 1,5 Meter Platz benötigt.

Vorbei sind die Zeiten, wo man die Station dezent unter einem Regal verstecken konnte. Zum Glück sieht der weiße Kasten ganz stylish aus, dass er sich auch in einer sichtbaren Ecke der Wohnung recht gut macht. Warum die Basisstation dieses Format hat, ist schnell erklärt, denn unter ihrem Deckel befinden sich ein 4,5 Liter fassender Frischwasser- und ein 4 Liter fassender Abwassertank. Dazwischen wird eine mitgelieferte Reinigungsmittelflasche befestigt, aus der dem Wasser automatisch eine Dosis Reiniger beigemischt wird.

Ebenfalls in der Basisstation ist eine Absaugstation mit 3,2-Liter-Staubbehälter installiert. Dieses Setup sorgt dafür, dass ihr den Dreame L20 Ultra täglich seine Arbeit verrichten lassen könnt, ohne ständig etwas nachzufüllen oder auszuleeren. Wir raten allerdings, das Dreckwasser bestenfalls direkt nach der Reinigung auszuleeren. Dazu werdet ihr von der App auch dezent aufgefordert.

Plug, connect & Play

Nach dem Auspacken und Anschließen werdet ihr darauf hingewiesen, euch die Dreamehome-App (Android / Apple) zu installieren und das Gerät in euer Netzwerk einzubinden. Direkt danach startet der Roboter mit dem Ladevorgang, außerdem wurde bei uns noch ein Update der Software vorgenommen. Während der Installation habt ihr ein paar Freigaben zu bearbeiten und einen Code einzurichten, denn tatsächlich seid ihr nach der vollständigen Installation in der Lage, euch über die App in die Kamera des Geräts zu schalten und so einen Blick in eure eigene Bude zu bekommen.

dreame l20 ultra kamera
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Aus diesem Grund wird der Datenschutz und die Sicherheit bei Dreame sehr hoch angesetzt, denn die Langfinger sollen natürlich nicht die Möglichkeit bekommen, sich in das Gerät zu hacken und eure Räume zu scannen. Es werden keine Daten aus eurem Setup an den Hersteller übermittelt, daher ist alles safe.

Bei der ersten Ausfahrt nimmt sich der Dreame L20 Ultra recht viel Zeit und fährt erstmal „trocken“ alle Ecken und Räume ab, um eine Karte euer Wohnung zu erstellen. Die Karte findet ihr danach zur weiteren Bearbeitung in der App.

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Ihr könnt dann über die App auf eurem Smartphone die Räume definieren und benennen, No-Go-Areas festlegen und auch eure täglichen Routinen einstellen. Außerdem könnt ihr euch in die Basisstation einwählen und das Trocknen der Mopps, die Wasserreinigung und den Ladeprozess verwalten. Ihr bekommt auch Statistiken zu den abgeleisteten Touren und Nachrichten, falls ihr zum Beispiel das Dreckwasser leeren sollt.

T-800 Wollmilchsau

Beeindruckend wird es, wenn wir mal checken, wieviel Intelligenz eigentlich in dem kleinen Putzteufel steckt. Da würde der Terminator vor Neid erblassen. Obendrauf in dem kleinen „Tower“ gibt es ein Mikrofon für Sprachbefehle und einen Laser, der durch die Wohnung navigiert. Der Dreame L20 Ultra verfügt über einen Stoßfänger, der aber eigentlich gar nicht benötigt wird, denn durch die Kamera und den visuellen AI-Sensor wird der Kontakt mit wertvollen Möbelstücken, Futternäpfen eurer Haustiere oder herumliegenden Spielsachen komplett vermieden.

dreame l20 ultra tower
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Der Staubsaugerroboter erkennt jedes Hindernis, kann es erkennen und dann einfach drumherumputzen und saugen. LED-Lichter sorgen dafür, dass auch im Dunkeln gereinigt werden kann. Absätze bis zu zwei Zentimeter Höhe kann das Gerät überwinden. Und wie zu erwarten werden auch Treppen erkannt und gemieden. Der Geräuschpegel ist so leise, dass es kaum als störend empfunden wird, auch wenn ihr vielleicht gerade im Homeoffice arbeitet.

Ebenso technisch geht es an der Unterseite des Dreame L20 Ultra weiter, denn neben der großen Hauptbürste und einer kleinen Seitenbürste hat der Roboter am Heck zwei Mopps, von denen einer dank MopExtend-Technik sogar ausgefahren werden kann. Das Runde passt zwar immer noch nicht komplett in das Eckige, aber mit diesem ausfahrbaren Mopp können die Ecken und Kanten in der Wohnung deutlich besser gereinigt werden als mit jedem anderen Gerät.

Durch den Teppichsensor werden verschiedene Untergründe erkannt. Bei einem normalen Teppich werden die Mopps um bis zu 10,5 Zentimeter angehoben, bei einem Flokati oder einem anderen Teppich mit langen Haaren bringt der Dreame L20 Ultra die feuchten Wischmopps zurück zur Basisstation und fährt dann zum Saugen zurück zum Teppich. Der absolute Wahnsinn.

dreame l20 ultra unterseite
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Und dann gibt es noch ein weiteres technisches Highlight, welches wir euch nicht vorenthalten wollen: Der Dreame L20 Ultra untersucht das Dreckwasser, welches sich während des Wischvorgangs im Roboter sammelt und danach an der Basisstation abgesaugt wird. Und ist hier eine besonders starke Verschmutzung zu erkennen, dann dreht der Staubsaugerroboter eine weitere Runde, um das Maximum an Sauberkeit zu erreichen. So gut wischt ihr wahrscheinlich nicht mal selbst. Nach jedem Wischen werden die Mopps an der Basisstation gereinigt und mit Hitze getrocknet, um schnell wieder einsatzbereit zu sein.

Unter der Haube

Echte Kerle fahren nicht nur ein neues Familienauto, sie gucken auch immer unter die Haube. Und das machen wir natürlich auch bei dem Dreame L20 Ultra. Die Saugleistung von Staubsaugern und Staubsaugerrobotern wird üblicherweise in Pascal, kurz Pa, angegeben. Der Wert bezieht sich auf den Unterdruck, der von dem Gerät erzeugt wird. Das allein sagt zwar noch nichts über die tatsächliche Saugleistung aus, ist aber der Wert, anhand dessen sich die aktuellen Geräte vergleichen lassen. Und der Dreame L20 Ultra katapultiert sich mit einem beeindruckend Wert von 7.000 Pa an die Spitze des Wettbewerbes.

dreame l20 ultra mopp
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Technische Highlights gibt es noch mehr, von denen allein schon die Namen beeindrucken. Die Pathfinder Smart Navigation sorgt für ein kontaktloses Fortbewegen in den Räumen, denn durch die künstliche Intelligenz und das 3D Structured Light Obstacle Avoidance System werden bis zu 55 verschiedene Arten von Hindernissen identifiziert und beim Reinigungsvorgang berücksichtigt. Ebenfalls unter der Haube befinden sich eine 350 ml fassende Staubbox und ein 80 ml fassender Wassertank. Und abschließend noch ein Superlativ: der 6.400-mAh-Akku sorgt dank fortschrittlicher Technologie für eine hohe Ladegeschwindigkeit.

Eine Investition, die sich lohnt

Für den Dreame L20 Ultra müsst ihr aktuell 1.199 Euro auf den Tisch legen, zu finden ist er unter anderem hier bei Amazon. Das mag euch viel erscheinen für ein Gerät, welches eher unauffällig jeden Tag einfach „nur“ saugt und wischt. Preislich liegt es damit noch unter dem Preis für einen ordentlichen Fernseher oder ein Notebook, was ihr beides wahrscheinlich täglich nutzt und immer wieder sehr glücklich damit seid. Warum sich also die Investition in den Staubsaugerroboter ebenfalls lohnt? Zuerst einmal bekommt ihr drei Jahre Garantie von Dreame. Die tatsächliche Lebensdauer dieses lässigen Allrounders sollte aber deutlich höher sein.

Und darüber hinaus habt ihr damit jeden Tag eine gesaugte und gewischte Wohnung. Zumindest, wenn ihr auf einer Etage wohnt und dem Gerät durch offene Türen den Zutritt in alle Räume gewährt. Die Zeitersparnis und die Tatsache, dass ihr diese lästige Hausarbeit nun nicht mehr erledigen müsst, sollte euch die paar Cent pro Tag wert sein, die ihr runtergerechnet dafür investieren müsst.

dreame l20 ultra katze
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Übrigens kann der Dreame L20 Ultra natürlich auch mehrere Etagen reinigen. Dafür müsst ihr einmal die Basisstation auf jeden Etage aufstellen, damit eine Map der Etage erstellt werden kann. Wenn das passiert ist, braucht ihr ab dann immer nur noch den Roboter selbst die Treppen hoch- und wieder heruntertragen.

Fazit zum Dreame L20 Ultra

Der Dreame L20 Ultra ist ein hochintelligentes Haushaltsgerät mit vielen technischen Features, welches nicht nur dabei hilft, täglich die Krümel unter dem Esstisch und die Haare eurer Haustiere wegzusaugen. Vielmehr wird durch die beiden Wischmopps eure Wohnung auch mit verschiedenen Belägen wie Parkett, Fliese oder Teppich genau so gereinigt, wie es bestenfalls möglich ist. Ihr könnt den Roboter über die App steuern und ihn auch von unterwegs starten.

dreame l20 ultra wischmopp
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Außerdem könnt ihr über die Kamera sogar einen Blick in eure Wohnung wagen. Lediglich die Wasserversorgung und -entsorgung müsst ihr selbst erledigen. Mit einen Erweiterungskit könnt ihr den Sauger aber auch direkt an euer Wassersystem anschließen, dann müsst ihr euch auch darum gar nicht mehr kümmern. Und wenn sich diese Technik durchsetzt und die Wohnung mit einem zusätzlichen Wasseranschluss dazu in der Lage sind, dann werden die Formate der Basisstationen wahrscheinlich auch wieder etwas kompakter.

Wichtigste Kennzahlen

  • Maße: Roboter 35 x 35 x 10,3 cm // Station 60,6 x 42,6 x 49,9 cm
  • Gewicht: Roboter 4,3 kg // Station 13,3 kg
  • Akkukapazität: 6.400mAh
  • Staubbehältervolumen: Roboter 300 ml // Station 3,2 l
  • Wasserbehältervolumen: Roboter 80 ml // Station 4,5 l Frischwasser
  • Maximale Saugleistung: 7.000Pa
  • Maximale Wischleistung: bis zu 300 m² mit nur einer Füllung

[In Kooperation mit Dreame.]

Foto des Autors
Autor
Kai Bösel
Kai Bösel ist Patchwork-Dad von drei Kindern, die eigene Tochter Mika ist im April 2012 geboren. Der Hamburger ist Online-Publisher und betreibt neben Daddylicious auch das "NOT TOO OLD magazin" inklusive Podcast. Außerdem schreibt er für ein paar Zeitschriften und Magazine und hilft Kunden und Agenturen als Freelance Consultant. Nach dem Job entspannt er beim Laufen oder Golf.

2 Gedanken zu „Hasta la vista, Krümel – Dreame L20 Ultra ist der Terminator der Staubsaugerroboter“

  1. Hallo,
    sehr guter Test.
    Ich habe meinen Dreame L20 gestern bekommen alles läuft super. Nur mir ist aufgefallen das die LED Lampen zwei verschiedene Farben haben. Die eine ist bläulicher die andere gelblicher ist das bei dir auch der Fall (Sieht auf dem Hauptbild so aus)? Ist das Normal?

    • Hey Luca,

      vielen Dank für die netten Worte. Ich habe bei den Lichtern bisher noch keinen Unterschied bemerkt. Auf dem Foto spiegelt es nur unterschiedlich, glaube ich. Es müssten ja auch gleiche Lampen und Gläser sein. Ich werde aber mal drauf achten. Eigentlich macht ein Unterschied ja aber auch keinen Sinn. Ich check das mal. VG

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