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Der Orbit G3 Kinderwagen im Test

Wir haben schon einige Kinderwagen für Euch über Asphalt, Straße, Waldweg und durch Schnee geschoben. Denn nur so lässt sich feststellen, wie Alltagstauglich die Boliden wirklich sind. Ein Kinderwagen gehört zur Grundausstattung junger Familien. Und liegt preislich schnell im vierstelligen Bereich. So eine Anschaffung muss also gut überlegt sein. Einen heißen Anwärter auf einen der Top-Positionen in unserem persönlichen Kinderwagen-Ranking stellen wir Euch heute vor: den Orbit G3.

Orbit G3 Markenbotschafter

Von der Pressevorführung haben wir bereits berichtet und ein sehr persönliches Interview mit Giovanni Zarrella mitgebracht. Zusammen mit seiner Frau Jana Ina ist er Markenbotschafter von Orbit. Aber auch der Gründer und Ideengeber war persönlich vor Ort. Und bei seiner kurzweiligen Produktvorstellung war deutlich zu erkennen, dass hinter jedem Feature eine Idee steckt, die den Familien den Umgang mit dem Kinderwagen erleichtern soll. Ein paar der Highlights stellen wir Euch daher vor.

Orbit G3 Kinderwagen Packtaschen

Eine Info gleich vorab: der Orbit G3 ist ein Kinderwagen, den Ihr üblicherweise in zwei Teilen transportieren müsst. Wenn Ihr den Kinderwagen also in Euer Auto laden wollt, dann könnt Ihr durch Druck auf zwei Hebel an jeder Seite zuerst den Sitz entfernen und abstellen und anschließend das Gestell durch Drehung eines Holmes zusammenklappen. Dann verstaut Ihr erst das Gestell mit den oft dreckigen Rädern und packt den Sitz obendrauf. Die meisten Kinderwagen haben diese Klapptechnik mit dem Nachteil, dass Ihr den Sitz auf dem Boden abstellen müsst.

Das Orbit G3 Kinderwagengestell

Die größte Besonderheit vom Kinderwagengestell ist das Ringsystem, durch das Ihr jeden Aufsatz um 360 Grad drehen könnt, ohne den Sitz lösen oder anheben zu müssen. Wenn Ihr Euer Kind während eines Spazierganges wegen Sonneneinstrahlung drehen möchtet, ist das problemlos möglich. Auch zur Seite. Genauso verhält es sich mit der Docking-Station im Auto. Ihr könnt z.B. Euer Kind zu Euch gerichtet in den Sitz setzen und den Kindersitz dann nach vorne drehen. Das vereinfacht das Hinsetzen und Herausnehmen des Kindes.

Die Gummireifen laufen superleicht und sorgen für geräuschloses Fahren, auch einhändig. Denn die Arretierung der Räder ist mit dem Fuss ganz easy möglich. Und eine Sache, die bei anderen Wagen immer nur als Extra zu bekommen ist, ist hier gleich integriert: ein doppelter Getränkehalter für den „Coffee to go“ oder auch Babys Fläschchen. Sehr clever.

Orbit G3 Kinderwagen auseinandergebaut

Zubehör für den Orbit G3 Kinderwagen

Die Basisvariante des Untergestells für aktuell 399 EUR ist schon wirklich klasse. Mit verlängerbaren Griffen für große Menschen, unterschiedlichen, fixierbaren Rädern und den zwei integrierten Getränkehaltern. Weitere tolle Features findet Ihr im Zubehörkatalog.
Ein eigentlich zwingend notwendiger Korb kostet 89 EUR extra. Das empfinde ich als happig. Auch wenn der Korb sehr stabil, groß und an zwei Seiten clever zu „öffnen“ ist. Aber so ein Zubehör sollte schon standardmäßig dabei sein.

Wer noch mehr Ablagefächer braucht, bekommt für 139 EUR zwei Packtaschen zum Anhängen. Daneben gibt es verschiedene Designs für Sonnen- und Regenschutz, einen Fußsack und einen Autositzadapter. Und für die Skater-Fans auch noch ein lässiges Sidekick-Board, auf dem ältere Geschwister mitfahren können. Sollte Euer Kind vor lauter Begeisterung gar nicht mehr aussteigen wollen, dann könnt Ihr das Kinderwagengestell zuhause auch mit einem Wiegegestell austauschen. Hier auf der Herstellerseite von Orbit findet Ihr alle Module und Extras.

Aufsätze und Autositz für den Orbit G3

Orbit G3 Kinderwagen Ablage

Wenn der Kinderwagen Euer Kind durchgehend und von Beginn an begleiten soll, dann startet Ihr optimalerweise mit der Babywanne (219 EUR). Für die Installation im Auto benötigt Ihr eine G3 Isofix Basisstation, die Ihr mit wenigen Handgriffen schnell in jedes Fahrzeug einbauen könnt. Schwierig wird es bei Autos ohne Isofix, denn da lässt sich die Station nicht sicher befestigen.
Zur Station benötigt Ihr dann noch den passenden Autositz. Der hat einen 5-Punkt-Gurt, Kopfschutzeinsatz und Sonnenschutz. Beides bekommt Ihr im Paket für derzeit 449 EUR. Durch die 360-Grad-Drehmöglichkeit könnt Ihr entscheiden, ob Euer Kind zur oder gegen die Fahrtrichtung platziert werden soll.


Für unseren Test haben wir den Kinderwagensitz für die großen Kinder ausprobiert, Listenpreis 199 EUR. Der hat unser Tochter verdammt gut gefallen. Nicht zuletzt dank der zweiteiligen Snackbox, in dem sie ihren Proviant in Griffweite verstauen konnte. Die Fußablage kann easy verstellt und somit der Größe des Kindes angepasst werden.

Orbit G3 Kinderwagen Schriftzug

Fazit zum Orbit G3 Kinderwagen

Man spürt in jedem Detail vom Orbit G3, dass sich jemand extrem viele Gedanken um das Wohl der zu transportierenden Kinder gemacht hat. Und dabei auch nie den Komfort für die Eltern aus den Augen verloren hat. Gerade Vätern wird der laufruhige, hochwertige Wagen mit den vielen Körben und Ablagen super gefallen. Ebenfalls großartig ist das Drehsystem, welches gerade in Verbindung mit der Basisstation im Auto das viele Hinsetzen und Abschnallen extrem erleichtert. Allerdings muss die Familie für den Orbit G3 auch etwas Kleingeld mitbringen.

Das Kinderwagengestell plus Sitz und Sonnenschutz kostet zusammen 677 EUR, dazu die Isofix-Station mit Aufsatz für 449 EUR und die Babywanne für 219 EUR. Schon stehen 1.345 EUR auf der Uhr. Und dann ist noch kein Korb, kein Regenschutz und auch kein Sidekick-Board dabei.
Trotzdem lohnt sich eine Probefahrt. Denn das Design, die einfache Handhabung und die tollen Materialien werden Euch überzeugen. Und schließlich begleitet Euch der Wagen gut drei Jahre als Daily Driver. Guckt ihn Euch am besten an.