Die Sicherheit der Kinder steht für so ziemlich alle Eltern an oberster Stelle. Aber insbesondere bei Kindersitzen für das Auto scheiden sich die Geister. Es gibt etliche Testberichte, Kaufempfehlungen und Expertenmeinungen. Und trotzdem scheint es kein „Richtig oder Falsch“ zu geben. In hitzigen Diskussionen fliegen Begriffe wie Isofix, Fangkörper, Reboarder und 5-Punkt-Gurt durcheinander. Wir haben festgestellt, dass man sich erst durch die Nutzung im Alltag ein Urteil bilden kann, denn natürlich kommt es auch auf das Handling und den Komfort für das Kind an. Heute stellen wir Euch mit dem BeSafe iZi Plus Kindersitz ein ganz besonderes Exemplar vor.

Reboarder ohne Isofix

Erst kürzlich habe ich von einem Sicherheitsexperten aus dem Hause Audi erfahren, dass ein Reboarder die höchstmögliche Sicherheit für Kinder im Auto bietet und somit die beste Lösung ist. Denn durch einen Reboarder wirkt die erste Kraft im Fall eines frontalen Einschlags nach hinten und drückt das Kind in den Sitz. Bei der Sitzrichtung nach vorne schleudert das Kind nach vorne und wird nur durch das Gurtsystem oder den Fangkörper gehalten. Eigentlich reicht schon das als Erklärung für einen Reboarder. Von unseren Testfahrten in Familienautos wisst ihr, dass wir immer auf die Isofix-Systeme hinweisen. Wir wissen aber auch, dass sich viele frischgebackene Eltern keinen Neuwagen leisten können, sondern mit älteren Modellen unterwegs sind, die nicht über Isofix verfügen. Aber auch für diese Modelle gibt es Reboarder. Einer davon ist der BeSafe iZi Plus für die Altersgruppe von 0 bis 5 Jahren, also etwa 25 Kilogramm Körpergewicht.

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Viele Eltern fürchten, dass Kinder zu wenig Beinfreiheit haben, insbesondere wenn sie älter sind. Außerdem hält sich das Gerücht, dass Kinder sich in einem Reboarder langweilen und dadurch schneller unruhig werden, weil sie immer auf die Rückenlehne der Sitzbank gucken. Und nicht zuletzt glauben viele Eltern, dass sie ihre Kinder in einem Reboarder nicht mehr im Blick haben. Wir wollten uns selbst davon ein Bild machen, daher haben wir den BeSafe iZi Plus in einem Langzeittest mit einem gut einjährigen Kind ausprobiert.

BeSafe iZi Plus – Erster Eindruck und Einbau

Schon beim Auspacken macht der Sitz einen soliden Eindruck. Allerdings ist er mit einem Gewicht von 12 Kilo eher ein Schwergewicht und daher nicht so wirklich geeignet, wenn man oft das Fahrzeug wechseln muss. Der Einbau wiederum geht mit der Beschreibung und den Bildern spielend einfach. Mit einem Abstandshalter lässt sich der Abstand zur Rückenlehne des Autositzes einstellen, so dass auch größere Kinder genug Platz für die Beine haben. Bei voll ausgezogenem Abstandhalter muss man allerdings den Beifahrersitz ganz nach vorne schieben und die Rückenlehne gerade stellen, so dass es je nach Fahrzeug für größere Beifahrer ziemlich eng werden kann. Aber das ist bei vorwärtsgerichteten Kindersitzen mit großen Kindern manchmal ähnlich eng.

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Neben der Befestigung mit dem 3-Punkt-Gurtsystem des Autos wird der Sitz zusätzlich mit 2 Zusatzgurten am Vordersitz fixiert. Diese Gurte sind im Lieferumfang enthalten und bieten zusätzlichen Halt und Schutz. Nach dem Einbau lässt sich der Sitz ganz einfach auf die Größe des Kindes einstellen. Dazu werden die Gurte eingerastet sowie die Gurte und die Kopfstütze eingestellt. Das passiert alles sehr leichtgängig und ohne Stocken, die Qualität ist wirklich super. Selbstverständlich lässt sich der Sitz auch auf dem Beifahrersitz einbauen. Der BeSafe iZi Plus ist relativ hoch und im Vergleich zu einer Babyschale können die Kinder viel besser – wenn auch rückwärtsgerichtet – aus dem Fenster gucken.

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Features vom BeSafe iZi Plus

Ein wirklich cleveres Feature sind kleine Magneten, welche die zwei Gurtschlaufen am Sitz halten und so dafür sorgen, dass die Gurte an der Lehne fixiert sind, wenn man das Kind hineinsetzt. Das erleichtert das Ein- und Austeigen ziemlich, denn man muss nach dem Hinsetzen nicht jedes Mal den Gurt unter dem Hintern herausfummeln. Der BeSafe iZi Plus lässt sich in 3 Stufen von aufrechter Sitzposition bis in eine Liegeposition verstellen. Das geht auch, wenn das Baby bereits drin sitzt und gern schlafen möchte. Der Sitzbezug lässt sich komplett abziehen und reinigen. Das wisst Ihr zu schätzen, wenn die Kinder Ihre Snacks in dem Stoff verteilen.

Wir empfehlen beim Einsatz eines Reboarders noch ein paar Extras. Sinnvoll ist zum Beispiel ein Spiegel, den man an der Kopflehne des Rücksitzes befestigt, auf dem der Kindersitz steht. Dann kann man während der Fahrt sehen, was der Nachwuchs so treibt. Ebenfalls nützlich ist ein Sitzschutz, damit das Kind mit den Schuhen nicht den Sitz einsaut.

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Fazit

Wenn man sich mit dem Sicherheitsaspekt bei dem Transport mit Kindern im Auto beschäftigt, dann landet man recht schnell bei einem Reboarder. Diese gibt es von vielen verschiedenen Firmen und in vielen Preisklassen. Wenn man sich aber vor Augen führt, dass der Kindersitz über mehrere Jahre meist täglich im Einsatz ist, dann ist ein hoher Preis relativ. Der BeSafe iZi Plus kostet derzeit ab 459 Euro und ist in neun Farben zu bekommen. In unserem Test war das Handling jederzeit wirklich einfach, das Kind war jederzeit happy und somit die Eltern ebenfalls. Solltet Ihr also für Euren Nachwuchs derzeit einen passenden Kindersitz suchen, dann guckt Euch unbedingt mal den BeSafe iZi Plus an.

Fotos: oben © BeSafe // Rest © Daddylicious

[In Kooperation mit BeSafe: der Kindersitz wurde uns für den Langzeittest zur Verfügung gestellt]

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