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Nature Babycare by Naty – die nachhaltige Windel im Test

Wie, Naty macht auch Windeln? Allerdings… Es gibt Produkte, die sind direkt mit einer Marke verbunden. Einwegtaschentücher sind Tempos, Lippenpflege macht der Labello – und Windeln sind von Pampers. Zumindest waren sie das bis heute. Aber der Anspruch der Kunden verändert sich. Nicht nur in Bezug auf die Saugkraft, sondern vielmehr auf die Nachhaltigkeit und die Verträglichkeit für das Kind. Wir haben die biologisch-abbaubare und umweltfreundliche Wegwerfwindel von Naty im Alltag getestet.

Steigen wir mal mit dem Preis ein. Naty Babywindeln der Größe 4 kostet als Pack mit 32 Stück ungefähr 11 Euro, also etwa 34 Cent pro Stück. Bei Pampers sind die Packungen etwas größer. Der Vorratspack von Größe 4 beinhaltet 174 Stück für 42,95 Euro, also cirka 25 Cent pro Stück. Damit ist Naty gut 1/3 teurer als die vergleichbaren Pampers.

Naty Windeln von Nature Babycare


In Sachen Handling ist auch nach unserem Test die Pampers unangefochten an der Spitze. Zwar fühlen sich beide Windeln ähnlich an, lassen sich vergleichbar gut anlegen und drücken nicht, aber der Klebestreifen der Nature Babycare hat schärfere Kanten und kann bei Hautkontakt unangenehm werden. Haften tun dann wieder beide gut. Weiteren Punktabzug gibt es bei der Nature Babycare für die Saugkraft. Bei der Windel von Naty passte leider deutlich weniger Flüssigkeit rein als bei der Pampers.

Daher haben wir nachts weiterhin Pampers angezogen. Insbesondere wenn die Lütten sich im Bett hin- und herdrehen, kann schon mal Flüssigkeit seitlich oder oben auslaufen. Dann muss meist neu bezogen werden, daher ist das ärgerlich. Außerdem sind häufigerer Windelwechsel sowie zusätzlicher Aufwand für das Wäsche waschen dann auch wieder wenig wirtschaftlich. Die Pampers hat meist keine Flüssigkeit abgegeben, auch wenn es eine ganze Menge war.

Der Grund für die enorme Saugkraft der Pampers ist recht einfach: Pampers verarbeitet einen Saugkern mit einem Superabsorber. Neben Zelluloseflocken enthält dieser ein Kunststoffgranulat von enormer Quellfähigkeit. Pampers beinhalten Paraffine/Erdölprodukte. Das muss nicht zu Hautirritationen führen, gibt aber bei vielen Produkttests Minuspunkte. Inwieweit Euch das stört, müsst Ihr selbst entscheiden. Die Windeldermatitis, die bei einigen Babies auftritt, wird weniger den Inhaltsstoffen als vielmehr der Feuchtigkeit zugeschrieben. Im aktuellen Check von Öko-Tests liegt die Pampers vor der Windel von Nature Babycare. Und der aktuelle Testsieger und einzige Windel mit „sehr gut“ ist die Babylove Aktiv-Plus Premium-Windeln von dm.

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Die umweltfreundlichen Nature Babycare Windeln von Naty sind zumindest die am meisten verkauften Ökowindeln. Das liegt insbesondere an der Herstellung. Denn es werden keine Duftstoffe und kein Kunststoff verwendet, sondern chlorfrei gebleichter Zellstoff. Auch der Auslaufschutz und das Verteilervlies sind aus natürlichen Materialien. Und sogar die Zellulose im Saugkern wird aus Holz aus nachhaltig bewirtschafteten skandinavischen Wäldern gewonnen. Alles in allem sorgt die natürlich atmungsaktive Maisstärke aus nicht genmanipuliertem Anbau für weniger Hautreizungen und Rötungen.

Fazit zu Naty Windeln

Die umweltfreundlichen und biologisch abbaubaren Windeln von Naty sind derzeit mit das Beste, was Ihr an nachhaltigen und umweltverträglichen Windeln bekommen könnt. Ganz ohne Schadstoffe kommt es damit zu den geringsten Hautreizungen. Dafür müsst Ihr jedoch ein bißchen mehr bezahlen als beim Klassiker. Und Ihr habt leichte Einbußen in Sachen Trockenheit. Da müsst Ihr etwas rumprobieren, damit nicht am Ende der Mehraufwand für Waschen und Windeln zu erhöhter Umweltbelastung führt. Zumindest für tagsüber können wir die Nature Babycare Windeln für einen eigenen Test empfehlen. Bekommen könnt Ihr die Windeln in ausgesuchten Biomärkten und online.

Wenn Ihr mehr über Nature Babycare erfahren wollt, findet Ihr hier die Naty Homepage mit Shop. Da gibt es auch noch Kinderkleidung, Pflegeartikel und Babyprodukte. Und dann gibt es noch die Accounts bei Facebook, Pinterest, Instagram und youTube.