Am Thema des Familienurlaubs scheiden sich die Geister. Denn für jeden sieht die perfekte Lösung hier anders aus. Nachdem wir mit unseren großen Kindern meist nur sieben bis zwölf Tage unterwegs waren und für die schnelle Erholung einen Cluburlaub gebucht haben, wollen wir mit unser kleinen Tochter jetzt wieder „auf eigene Faust“ verreisen. Daher haben wir uns für dieses Jahr ganz individuell eine Tour zusammengestellt und drei Ferienwohnungen gebucht. Das Motto lautet „Berge – See – Meer“ und ist mit recht viel Autofahrerei verbunden. Aber es ist herrlich. Hier nun der Bericht von der ersten Station – einem Bio-Bauernhof in Österreich.

Warum Österreich?

Wir wollten auf dem ersten Teilstück maximal 1.000 Kilometer fahren. Außerdem waren wir noch nicht oft in den Bergen. Und das Salzburger Land bot bei unserer Recherche ein pickepackevolles Programm spannender Ausflugsziele und Angebote, insbesondere mit Kindern. Sicherlich steppt der Touri-Bär hier noch heftiger im Winter. Aber der Juni ist extrem zu empfehlen. Dann ist das Wetter super und die Parkplätze an den Highlights noch nicht überfüllt.

Bio-Bauernhof Einberghof

Bio-Bauernhof Einberghof Pfarrwerfen Alpenpanorama

Für den Start unseres dreiteiligen Familienurlaubs haben wir über FeWo-direkt einen Bio-Bauernhof gesucht – und den Einberghof Pfarrwerfen gefunden. Wir wollten zentral wohnen und neben den vielen Ausflugszielen unserer Tochter, die ja nun mal ein Stadtkind ist, das Leben auf dem Bauernhof zeigen. Hofbetreiber Eva und Christian samt ihrer drei Kinder haben uns mit offenen Armen empfangen und uns mit ihrer herzlichen Art eine tolle Zeit bereitet. Im großen Wohnhaus haben sie zwei Ferienwohnungen mit phantastischem Ausblick auf die Berge eingerichtet. Jeden Tag ab 17 Uhr gibt es 90 Minuten Stallzeit, in denen die Gäste Pferde, Schafe und Katzen hautnah erleben können. „Bio“ wird hier wirklich gelebt, es gibt kein Wlan, sondern Internet aus der Steckdose. Auf Wunsch gibt es Frischkäse, Eier und Milch aus eigener Produktion. Ebenso Kräuter aus dem hauseigenen Garten. Der Stallgeruch weht dabei über den Hof und die Glocken der Kühe und Schafe klimpern durch den Tag. Wer abends auf dem Sofa pfläzen und Fernsehen gucken will, ist hier verkehrt. Wer aber miterleben will, was auf einem Bio-Bauernhof jeden Tag an Arbeit anfällt, dem können wir einen Trip ins Salzburger Land nur dringend empfehlen. Die von uns bewohnte größere Ferienwohnung ist geräumig, toll ausgestattet, super sauber und perfekt zum Abschalten. Im Garten haben die Kinder eine Schaukel, ein Trampolin und diverse Kinderfahrzeuge, welche jederzeit von unserer Tochter mitbenutzt werden konnten. Sind die größeren Kinder nicht in der Schule oder der KiTa, wird einfach gemeinsam gespielt, als wäre es schon immer so gewesen. Das Schönste neben den vielen Spielgefährten waren für Mika die vielen Babykätzchen. Wir waren direkt bei der Ankunft gleich im Urlaubsmodus und haben fünf tolle und abwechslungsreiche Tage erlebt. Bezahlt haben wir für fünf Nächte inklusive Endreinigung und FeWo-Gebühr etwa 500 Euro. Dazu kommen noch Kosten für Selbstverpflegung oder Restaurants mit typisch österreichischen Gerichten wie Kaiserschmarrn, Schnitzel, Pfanngröstl und Kasnockn.

Alle Ausflugsziele in der Region, die wir besucht haben, stellen wir Euch kurz vor:

Kitzlochklamm

Kitzlochklamm

Eine „Klamm“ ist ein schmales Tal, welches in Gestein eingeschnitten ist. Oft bietet sich in diesen Schluchten ein aufregendes Panorama mit Wasserfällen und wilden Kletterpartien. Also nix für FlipFlops. Und trotzdem für Fünfjährige geeignet, wenn man Getränke und was zu Futtern im Rucksack dabei hat. Die berühmteste Schlucht der Region ist der Liechtensteinklamm. Der ist aber wegen eines Steinschlags das ganze Jahr gesperrt. Nicht minder spannend war aber unsere Tour durch den Kitzlochklamm. Gut 2,5 Stunden waren wir als Kraxlhuber auf Tour, der Eintritt kostet für Erwachsene sechs Euro, Kinder von 6 bis 18 Jahren zahlen vier Euro. Ein paar Münzen landeten dann noch im Edelsteinautomaten am Eingang.

Burg Hohenwerfen

Burg Hohenwerfen

Burg Hohenwerfen GreifvogelshowEin Traum wurde war. Das habe ich aber erst geschnallt, als wir in der Burg angekommen waren. Denn die Burg Hohenwerfen war Schauplatz des Agenten-Kriegsfilms „Agenten sterben einsam“ aus dem Jahr 1968 mit Richard Burton und Clint Eastwood. Den habe ich als Kind mal heimlich mit meinem Bruder geguckt. Seitdem hat der für mich eine ganz besondere Bedeutung. Und zum Teil wurde er in der Burg Hohenwerfen gedreht. Aber auch sonst lohnt sich der Besuch und der Rundgang hinter den dicken Burgmauern. Man fühlt sich versetzt in die Zeit, als die Rittersleute hoch zu Ross ihre Ländereien verteidigt haben. Für ein Familien-Ticket für 31 Euro ging es mit dem Fahrstuhl direkt in die Burg. Im Preis enthalten war außerdem eine beeindruckende Greifvogelshow vom historischen Landesfalkenhof. Der Reihe nach schwangen sich Falken, Adler und Geier in die Luft, am Ende kreisten einige prächtige Vögel am Himmel. Die Burg Hohenwerfen wäre auch eine Option bei weniger gutem Wetter. Wir hatten aber jeden Tag blauen Himmel.

Der Geisterberg

Geisterberg Hexe

Geisterberg ActionFür die nächste Attraktion ging es ins Alpendorf, ab hier bringt einen die Gondelbahn und ein Geisterzug auf den Geisterberg. Dort wohnen Gspensti und Spuki, die Maskottchen dieses großen Freizeit- und Erlebnisparks. Kindgerecht gibt es hier einiges über Hexen, Drachen und Waldgeistern zu erfahren. Daneben können die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft auch selbst bespielt werden. Und eine umfangreiche Rallye führt dazu, dass auch wirklich alle Stationen mit Begeisterung abgegangen werden. Samt An- und Abfahrt ist der Besuch auf dem Geisterberg ein fast tagesfüllendes Programm. Und beim Ausgang stolpert man dann noch auf einen Action-Spielplatz im Alpendorf, auf dem die Münzautomaten der Spielgeräte das letzte Kleingeld verschlingen. Mit zwei Erwachsenen und einem Kind von fünf Jahren haben wir gut 50 Euro Eintritt bezahlt.

Die Eisriesenwelt

Bio_Bauernhof-österreich-eisriesenwelt-werfen

Einmal mussten wir während unseres Familienurlaubs in Österreich doch lange Klamotten und eine Jacke anziehen. Aber das hat sich wirklich gelohnt, denn für einen Nachmittag sind wir zur Eisriesenwelt Werfen aufgestiegen und mit der Gondelbahn hochgefahren. In der Höhle konnten wir mit einer Gruppe von etwa 40 Personen und nur „bewaffnet“ mit ein paar Gaslampen über Jahrtausend Jahre alte Eisflächen laufen und diverse beeindruckende Skulpturen besichtigen. 134 Höhenmeter galt es zu bewältigen. Und natürlich auch wieder herunterzusteigen. Ein paar Mal musste ich unsere Tochter tragen, weil es zu steil oder zu anstrengend war. Der Besuch für 55 Euro und dazu eine Brotzeit im Oedl-Haus lohnt sich auf jeden Fall.

Sommerrodelbahn Keltenblitz

sommerrodelbahn-keltenblitz-dürrnberg

Das Beste kommt zum Schluss kann man nicht wirklich sagen, allerdings war der Ausflug am österreichischen Vatertag zur Sommerrodelbahn Keltenblitz ein Highlight unseres Familienurlaubs in Österreich. Zuerst wollten wir nur eine Fahrt machen und mit meiner Tochter auf dem Schoß ging es nach dem Aufstieg per Gondel die 2200 Meter mit bis zu 40 km/h zurück ins Tal. Allerdings hatten wir durch eine lahme Ente vor uns eindeutig zu wenig Fahrspaß, daher haben wir danach gleich nochmal zwei Abfahrten gebucht. Und Mama hatte genauso viel Spaß wie wir zwei. Daher solltet Ihr der Sommerrodelbahn Keltenblitz in Dürrnberg unbedingt einen Besuch abstatten. Der Preis pro Fahrt liegt bei etwa zehn Euro.

Fazit vom Familienurlaub Teil 1

Ich bin kein Skiurlauber und somit über die verschneiten Berge keinen wirklich großen Reiz auf mich aus. Aber im Sommer sind die Alpen und das Salzburger Land für Familien auf jeden Fall eine Reise wert. Reichlich Sehenswürdigkeiten bieten ausreichend Programm, um jeden Tag völlig anders zu gestalten. Und die Stallzeit am Abend war für unsere Tochter Mika und uns eine entspannte Gelegenheit, Tiere zu erleben und einen Plausch mit den Hofbesitzern zu halten. Ein kleiner Ausritt und Grillwurst am offenen Feuer inklusive.

Bio-Bauernhof Einberghof Kräuter

Lest in den nächsten zwei Artikeln, wo wir die Stationen „See“ und „Meer“ erlebt haben. Stay tuned.

[In Kooperation mit FeWo-direkt. Wir haben unseren Urlaub privat und ohne Vereinbarung gebucht. Allerdings haben wir FeWo-direkt dann von unserem Familienurlaub berichtet. Und die waren von den drei Stationen so begeistert, dass sie uns gebeten haben, über jede einzelne Destination zu berichten. Dafür haben wir einen Reisezuschuss erhalten]

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