Schockfrosten und Schnitzeljagd: Das sind die coolsten Orte bei Hitze

Die Hitzewelle rollt erbarmungslos über Deutschland. 30 Grad und mehr zeigt das Thermometer, auch und gerade in den Sommerferien. Da hilft nur: Rollos runter, im Schatten bleiben und viel trinken. Wen es trotz Affenhitze mit seinen Kids ins Freie zieht, der sollte einen Blick auf die Liste der coolsten Orte in seiner Nähe werfen. Wir haben ein paar kühle Ecken für euch ausfindig gemacht.

Natürlich cool

Neben Freibädern zählen sie zu den beliebtesten Alternativen, um sich Abkühlung im großen Stil zu verschaffen: die Naturbäder. Sie kosten oft keinen Eintritt und locken mit chlorfreiem Wasser, weil sie nur mit biologischen und mechanischen Mitteln aufbereitet sind. Dabei bleibt das Wasser hygienisch einwandfrei – und für Mensch sowie Umwelt unbedenklich. Ganz zu schweigen von der idyllischen Lage und natürlichen Optik des Schwimmbades. Meist gibt es rund um die Badestelle ausreichend schattige Plätze unter Bäumen und Schirmen. Hier gibt es eine Übersicht mit 13 tollen Naturbädern. Ihr findet weitere Angebote sicherlich auch ganz bei euch in der Nähe.

spass im freibad

Im Schatten toben

Wer sucht, der findet: Wer seine Kontakte anzapft oder im Internet nach „Waldspielplatz“ sucht, der findet im Radius von zehn Kilometern ziemlich sicher einen der abenteuerlichen und schattigen Spielplätze. Während sich die Kinder in den Kletterlandschaften, auf den Rutschen und Schaukeln austoben, können Papas und Mamas bei einem kühlen Drink auf der Parkbank entspannen. Sinnvollen Equipment ist eine Kühltasche mit Drinks und Proviant. Und sollte es auf dem Spielplatz auch eine Ecke mit Wasser geben, dann nehmt am besten Klamotten zum Wechseln mit. Ausreichend Sonnenschutz ist auch unter Bäumen essentiell.

Geheimtipp Tropfsteinhöhle

Der Geheimtipp im Hochsommer heißt: Schockfrosten in der Tropfsteinhöhle. Zugegeben, die frischen Felsgrotten gibt’s nicht an jeder Ecke. Doch wer eine Anfahrt nicht scheut, wird mit Sicherheit auf seine Kosten kommen. Bei einer geführten Tour durch das unterirdische Höhlenlabyrinth gibt es Wissenswertes über die Entstehung und Form von Stalaktiten und Stalagmiten zu erfahren. Angenehmer Nebeneffekt: In Tropfsteinhöhlen hat es um die 10 Grad. Hier gibt es Infos zu spektakulären Höhlen. Weitere findet ihr mit etwas Recherche im Netz.

Höhlen bringen Abkühlung bei Hitze

Ein Tag am Badesee

Sonnenbrille auf und ab an den Strand: Badeseen sind der Klassiker unter den coolsten Orten an heißen Tagen. Erfahrene Familienoberhäupter breiten early birdie die Picknickdecke unter einem Baum aus oder rammen den Sonnenschirm als Reviermarkierung in den Boden. Mit Schlauchboot, Fresspaket und Kühlbox bewaffnet kann dann nichts mehr schief gehen. Achja: Sonnencreme nicht vergessen! Da alle Wasserstellen an heißen Tagen meist ziemlich gut besucht sind, solltet ihr eure Kleinkinder am besten mit Schwimmflügeln ausstattten. Nur für den Fall…

Kühle Kirchen

Den Kopf kühlen und gleichzeitig etwas fürs Seelenheil tun – das geht nur in den Gotteshäusern der Republik. Weiterer Bonus: Es gibt mindestens eines in jedem Dorf und sie sind meistens frei zugänglich. Papa kann dann ungeniert den Oberlehrer raushängen lassen und seine Familie mit (vorher angelesenem) historischem Background zur Geschichte der Kirche beeindrucken. Aber bitte: Respektvolles und leises Verhalten lautet das oberste Gebot. Langes Beinkleid – außer zur Sonntagsmesse – muss angesichts der teuflischen Hitze nicht unbedingt sein.

Erträglich erkunden

Eine Klamm, eine Höhle oder eine Felsformation im Wald – vielleicht noch kombiniert mit einem Geocache oder einer guten alten Schnitzeljagd? Das klingt nach einem tagesfüllenden und abenteuerlichen Programm für die ganze Familie. Zugegeben, das erfordert mehr Gehirnschmalz und auch Vorbereitung, doch der Trip bleibt bestimmt noch lange im Gedächtnis. Psst, Geheimtipp an alle Daddies: Man sagt, auch Bierkeller sollen recht erfrischend sein… von außen und innen.

Sommertipps 4 von 8

Cooler Typ: Sebastian Kneipp

Dem römisch-katholischen Priester aus bayerisch Schwaben haben wir die Kaltwassertherapie zu verdanken. In Sekundenschnelle kommt der Kreislauf beim „Wassertreten“ oder „Armbaden“ in Schwung. Kneipps Vermächtnis, die Kneipp-Becken, sind überall in Deutschland zu finden, auf Wikipedia gibt es eine Liste aller öffentlichen Kneipp-Anlagen.

Kunst kalt serviert

Viele Gebäude, darunter auch Museen, verwöhnen ihre Besucher mit klimatisierter Luft. Kulturinteressierte kommen so an heißen Tagen ganz besonders auf ihre Kosten. Und viele Museen sind mittlerweile auch auf die kleinen Besucher eingestellt und bieten ein familiengerechtes Angebot. Weil aber auch der Kinobesuch zur (Film)Kunst zählt, ist das der heißeste Tipp für maximale Abkühlung bei minimaler Anstrengung. Der Vorteil sind meist leere Säle. Und Kaufrausch statt Kultur gibt’s in den gekühlten Shoppingmalls – da glüht dann höchstens die Kreditkarte.

Denkt bei allen Aktivitäten unbedingt an einen Sonnenschutz und trinkt genug Wasser. Legt bei längeren Wanderungen immer wieder Pausen im Schatten ein. Und Eis kann man gerade bei der Hitze im Sommer eigentlich auch nicht genug essen 😉

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Autor
Philip Hauck
Unser Gastautor Philip Hauck kommt aus der Medienbranche, ist Redakteur bei einer Tageszeitung, nebenberuflich als Fotograf tätig und zweifacher Papa. Mit der Familie wohnt er in Nürnberg. Ebenfalls nebenberuflich schreibt er Produkttests im Bereich Automotive und Technik.

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