Gesundheit

Sicher und frei bewegen – Kontaktlinsen im Schulsport

CooperVision Schulsport

werbung | Der Ball kommt, euer Kind sprintet los… und greift ins Leere. Nicht weil die Koordination fehlt, sondern weil die Welt ab fünf Metern Entfernung verschwimmt1. Kurzsichtigkeit bei Kindern ist längst kein Einzelfall mehr, und gerade im Sport kann sich zeigen, was eine unkorrigierte oder schlecht korrigierte Sehschwäche bedeutet. Heute klären wir, warum die Brille im Schulsport und beim Vereinssport oft an ihre Grenzen stoßen kann und welche Rolle Kontaktlinsen dabei spielen können. Nutzt am besten die bevorstehenden Sommerferien, um unabhängig vom Alter eures Kinder bei einem Sehtest eine Bestandsaufnahme zur Augengesundheit zu machen. Um sicher zu gehen oder um, wenn nötig, direkt reagieren zu können.

Kurzsichtigkeit (Myopie) betrifft immer mehr Kinder. Fachleute prognostizieren, dass jedes zweite heute geborene Kind bis zum Alter von 20 Jahren kurzsichtig sein könnte2. Die Ursachen sind vielfältig: genetische Veranlagung, zu wenig Zeit draußen, viel Bildschirmnutzung.3 Oft entwickelt sich die Myopie bereits im Grundschulalter und schreitet dann in den Wachstumsphasen der Kinder besonders schnell voran. Die meisten von euch werden sicherlich schon zusammen mit dem Nachwuchs beim Augenarzt oder -ärztin vorgesprochen haben.

Der Sehtest gehört zu den U-Untersuchungen und wird meist bei der U7 (mit etwa zwei Jahren) und bei der U9 (mit etwa fünf Jahren) durchgeführt. Darauf sollten Eltern aber nicht warten, wenn ihnen zwischendrin Einschränkungen beim Sehvermögen ihrer Kinder auffallen. Dann empfiehlt sich jederzeit ein Check beim Augen-Spezialisten oder einer -Spezialistin.

Sehen und Bewegen hängen eng zusammen

Was viele unterschätzen: Besonders beim Sport ist gutes Sehen nicht immer selbstverständlich, sondern eine wichtige Voraussetzung.4 Wer Entfernungen nicht richtig einschätzen kann, reagiert zu spät auf einen fliegenden Ball, zögert beim Richtungswechsel und verliert das Geschehen auf dem Spielfeld aus den Augen. Das hat nichts mit der Motivation der jungen Sportlerinnen und Sportler zu tun, vielmehr handelt es sich um ernstzunehmende gesundheitliche Einschränkungen, die sich auf die Leistung auswirken.

Dr. med. Peter P. Kaupke aus der Augenarztpraxis Blankenese in Hamburg bringt es auf den Punkt: „Eine frühe Diagnose ist wichtig, weil eine Myopie bei Kindern, insbesondere in den Wachstumsphasen, sehr schnell fortschreiten kann. Beim Myopie-Management profitieren die Kinder in erster Linie davon, dass die Progression der Kurzsichtigkeit ausgebremst und zugleich korrigiert wird. Letzteres ist für Kinder und Jugendliche unter anderem wichtig, um dem Schulunterricht folgen zu können und uneingeschränkt am sozialen Leben teilzunehmen.“

Kurzsichtigkeit kann Kinder im Sport also doppelt bremsen: in ihrer Leistung und in ihrer Freude an der Bewegung. Wer nicht gut sieht, traut sich weniger zu, zieht sich zurück, macht weniger mit. Das ist schade und auf jeden Fall weitestgehend vermeidbar.

Die Herausforderung mit der Brille im Sport

Die naheliegendste Lösung für Eltern ist die Brille. Klar, sie ist eine gängige Methode, um die Kurzsichtigkeit zu korrigieren, sie ist recht einfach anzupassen, und Kinder gewöhnen sich schnell daran. Aber gerade im Sportunterricht stoßen Brillen an ihre Grenzen.

Oluf M., Sportlehrer an einer Gemeinschaftsschule in Wilster, beschreibt es treffend: Viele seiner Schülerinnen und Schüler nehmen mit ihrer normalen Brille am Unterricht teil, aber die Angst vor einem Ball oder Ellenbogen auf dem Gestell ist permanent präsent. Und ohne Sehhilfe wären kurzsichtige Kinder bei Ballspielen, Staffelläufen oder Kampfsportübungen deutlich benachteiligt.

Hinzu kommen praktische Probleme, die Eltern gut kennen: Die Brille kann im Freien beschlagen, beim Rennen verrutschen oder beim Turnen herunterfallen. Bei vielen Sportarten ist eine normale Alltagsbrille aus Sicherheitsgründen ungeeignet. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung empfiehlt für den Schulsport daher Kontaktlinsen oder spezielle schulsporttaugliche Sportbrillen nach DIN 581845. Besonders bei Ball- und Kontaktsportarten kann eine Alltagsbrille das Verletzungsrisiko erhöhen.

Und speziell im Schulsport gelten normale Alltagsbrillen bei vielen Sportarten als Sicherheitsrisiko und dürfen je nach Sportart oder Gefährdungslage von der Lehrkraft nicht zugelassen werden. Stattdessen werden Kontaktlinsen oder spezielle Sportbrillen empfohlen bzw. gefordert6.

Kontaktlinsen: Vorurteile vs. Realität

Wenn das Thema „Kontaktlinsen für Kinder“ aufkommt, reagieren viele Eltern zunächst skeptisch. Zu klein, zu ungeschickt, zu viel Verantwortung, das sind die häufigsten Bedenken. Aber die meisten dieser Sorgen lösen sich in der Praxis auf.

Wie alt müssen Kinder sein für Kontaktlinsen? Es gibt kein gesetzliches Mindestalter. Entscheidend ist, ob ein Kind reif genug ist, die Kontaktlinsen selbst auf- und abzusetzen und auf die nötige Hygiene zu achten. Als praktische Faustregel gilt: Wer seine Schuhe alleine binden kann, kann in der Regel auch Kontaktlinsen handhaben. Eine Studie zeigt, dass über 90 % der Kinder ab 8 Jahren in der Lage sind, ihre Einmalkontaktlinsen selbstständig aufzusetzen.7

Sind Kontaktlinsen nicht gefährlich für Kinder? Bei regelmäßiger Kontrolle durch einen Augenoptiker, Augenoptikerin, Augenarzt oder -ärztin und korrektem Umgang sind sie sicher. Einmalkontaktlinsen, die täglich gewechselt werden, haben dabei den hygienischen Vorteil: Kein Reinigen, kein Pflegemittel, jeden Morgen eine frische Kontaktlinse.

Können weiche Kontaktlinsen aus dem Auge fallen? Weiche Kontaktlinsen sitzen gut auf dem Auge und können deswegen in der Regel weder herausfallen noch beim Sport verrutschen. Im Gegensatz zur Brille gibt es kein Gestell, das sich verbiegen oder drücken könnte.

Spezielle Kontaktlinsen, die mehr leisten als nur korrigieren

Für kurzsichtige Kinder gibt es inzwischen Kontaktlinsen, die nicht nur das Sehen korrigieren, sondern auch das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit nachweislich verlangsamen. Die MyDay® MiSight® 1 day von CooperVision ist speziell für Kinder und Jugendliche entwickelt worden und nutzt die sogenannte ActivControl® Technology.

Das Prinzip: Die Kontaktlinse korrigiert die Kurzsichtigkeit im Zentrum und erzeugt gleichzeitig am Rand einen optischen Reiz, der das Längenwachstum des Augapfels – das ist nämlich die physikalische Ursache der Myopie – bremst. Klinische Studien zeigen, dass das Fortschreiten der Myopie damit um durchschnittlich etwa 50 % verlangsamt werden kann.8

Das ist keine Kleinigkeit: Wer die Kurzsichtigkeit bereits in jungen Jahren bremst, reduziert das Risiko für spätere Folgeerkrankungen wie Netzhautablösung, Grüner Star oder Katarakt9. All das sind Erkrankungen, die im Erwachsenenalter häufig durch die Auswirkung einer hohen Kurzsichtigkeit auftreten.

Myopie-Management: Was steckt dahinter?

Der Begriff Myopie-Management beschreibt alle Maßnahmen, die nicht nur die aktuelle Kurzsichtigkeit ausgleichen, sondern auch verhindern, dass sie sich weiter verschlimmert. Dazu gehören neben speziellen Kontaktlinsen wie der MyDay® MiSight® 1 day auch:

  • Orthokeratologie-Linsen (Nachtlinsen, die die Hornhaut über Nacht umformen)
  • Spezielle Brillengläser
  • Atropintropfen in niedrigen Dosierungen

Welche Methode die passende ist, hängt vom Alter des Kindes, dem Grad der Kurzsichtigkeit und der individuellen Situation ab. Das klärt ihr am besten mit einem Augenarzt oder -ärztin oder mit einem auf Myopie-Management spezialisierten Augenoptiker oder einer Augenoptikerin.

So gelingt der Einstieg in Kontaktlinsen für Kinder

Wenn ihr euer Kind mit dem Thema Kontaktlinsen vertraut machen wollt, hier ein paar praktische Tipps aus der Praxis:

Gemeinsam zum Spezialisten. Der erste Termin beim Augenarzt, der Augenärztin, dem Augenoptiker oder der Augenoptikerin sollte keine Überraschung sein. Geht gemeinsam hin, erklärt eurem Kind, was passiert, und lasst es Fragen stellen. Ein guter Augenoptiker oder eine gute Augenoptikern nimmt sich Zeit fürs Anpassen, erklärt den Vorgang und lässt die Kinder selbst üben.

Keine Eile. Wenn euer Kind zunächst skeptisch ist, ist das vollkommen normal. Manche Kinder brauchen zwei oder drei Anläufe, bis das Auf- und Absetzen klappt. Geduld zahlt sich aus.

Klare Routinen schaffen. Morgens vor dem Frühstück Kontaktlinsen auf, abends vor dem Zähneputzen ab. Eine feste Routine hilft besonders jüngeren Kindern, den Umgang zur Gewohnheit werden zu lassen.

Hygieneregeln ernst nehmen. Hände waschen vor dem Anfassen der Kontaktlinsen ist Pflicht. Bei Einmalkontaktlinsen entfällt der Reinigungsaufwand für die Kontaktlinsen komplett, das macht es für Kinder deutlich einfacher.

Kontaktlinsen im Sport: Bei welchen Sportarten profitieren Kinder besonders?

Ehrlich gesagt: fast alle. Aber es gibt Sportarten, bei denen der Unterschied zur Brille besonders groß ist:

Ballsportarten wie Fußball, Basketball, Volleyball oder Handball: Hier ist räumliches Sehen und schnelle Reaktion auf bewegte Objekte entscheidend. Kontaktlinsen bieten uneingeschränktes Blickfeld ohne Rahmen und die Kinder müssen nicht befürchten, dass ein Ball auf die Brille fällt.

Kampf- und Kontaktsport: In vielen Kampfsportarten ist das Tragen von Brillen aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Kurzsichtige Kinder können mit weichen Kontaktlinsen trotzdem vollständig teilnehmen.

Schwimmen: Normale Brillen funktionieren im Wasser nicht. Mit Kontaktlinsen unter einer Schwimmbrille sehen kurzsichtige Kinder auch im Wasser klar und können zum Beispiel die Wende rechtzeitig erkennen.

Turnen und Leichtathletik: Bei schnellen Bewegungsfolgen, Balanceübungen oder dem Einschätzen von Abständen beim Sprung ist gutes Sehen ohne Rutsch-Risiko ein echter Vorteil.

Und abgesehen von diesen Vorteilen wird durch die Kontaktlinsen das Aussehen nicht verändert, was einigen Kindern auch wichtig ist. Und gerade in Bewegung gibt es mehr Bewegungsfreiheit und weniger Ablenkung durch ein Gestell auf der Nase.

Was Eltern noch wissen sollten

Kontaktlinsen sind Medizinprodukte und müssen entsprechend behandelt werden. Das bedeutet: regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt, der -ärztin oder dem Augenoptiker oder der -optikerin (mindestens einmal jährlich), eine professionelle Erstanpassung und die Bereitschaft, bei Problemen schnell zu reagieren. Rote Augen, Brennen oder verschwommenes Sehen nach dem Aufsetzen der Kontaktlinsen sind Signale, die euer Kind und natürlich auch ihr selbst ernst nehmen solltet.

Fazit: Sport ohne Kompromisse

Kurzsichtige Kinder müssen beim Sport keine Abstriche machen, weder bei der Leistung noch bei der Freude. Kontaktlinsen, vor allem speziell für Kinder entwickelte Einmalkontaktlinsen wie die MyDay® MiSight® 1 day von CooperVision, sind eine sichere und praktische Alternative zur Brille, die gleichzeitig das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit bremsen kann.10

Der erste Schritt ist ein Gespräch mit einem Augenarzt, einer Augenärztin oder einem auf Myopie-Management spezialisierten Augenoptiker bzw. Augenoptikerin. Wer früh handelt, tut seinem Kind doppelt Gutes: Es sieht besser und schützt seine Augen langfristig. Da könnt ihr die bevorstehenden Sommerferien auch gut nutzen, um einmal alles abchecken zu lassen. Dann sind eure Kinder gewappnet für das nächste Schuljahr.

Mehr Informationen findet ihr unter coopervision.de/myday-misight-kontaktlinsen.


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[In Kooperation mit CooperVision]

  1. Liang J, Pu Y, Chen J, et al, Global prevalence, trend and projecHon of myopia in children and adolescents from 1990 to 2050: a comprehensive systemaHc review and meta-analysis, BriHsh Journal of Ophthalmology, Published Online First: 24
    September 2024. ↩︎
  2. Holden BA, Fricke TR, Wilson DA, et al. Global prevalence of myopia and high myopia and
    temporal trends from 2000 through 2050. Ophthalmology. 2016;123(5):1036-1042. ↩︎
  3. Wolffsohn JS, Emberlin JC. Role of contact lenses in relieving ocular allergy. Cont Lens Anterior Eye. 2011 Aug;34(4):169-72. doi: 10.1016/j.clae.2011.03.004. Epub 2011 May 6. PMID: 21530362.
    Rose KA, Morgan IG, Ip J, et al. Outdoor Activity Reduces the Prevalance of Myopia in Children. Opthalmology 2008; 115:1279-1285. ↩︎
  4. E. L. Lamoureux et al. Myopia and Quality of Life: The Singapore Malay Eye Study (SiMES). IOVS 2008;49(13):4469
    Chua S.Y.L., Foster P.J. (2020) The Economic and Societal Impact of Myopia and High Myopia:53-63. In: Ang M., Wong T. (eds) Updates on Myopia. Springer, Singapore. ↩︎
  5. https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/4004 ↩︎
  6. https://www.schulsport-nrw.de/sicherheits-und-gesundheitsfoerderung/erlass-sicherheitsfoerderung-im-schulsport/faq/persoenliche-ausstattung-und-ausruestung.html ↩︎
  7. CooperVision Datenbestand, 2025. Prospektive, einwöchige, doppelt verblindete, bilaterale Studie mit MyDay® MiSight® 1 day. N=32 Probanden im Alter von 8 bis 18 Jahren. ↩︎
  8. Chamberlain P, et al. Long-term Effect of Dual-focus Contact Lenses on Myopia Progression in Children: A 6-year Multicenter Clinical Trial. OVS 2022 Mar 1;99(3):204-212
    CooperVision Datenbestand, 2025
    Arumugam B et al. Modelling Age Effects of Myopia Progression for the MiSight 1 day Clinical Trial. IOVS 2021;62(8):2333 ↩︎
  9. Xu L et al. High myopia and glaucoma susceptibility, the Beijing Eye Study. Ophthalmology. 2007;114(2):216-20.
    Flitcroft DI. The complex interactions of retinal, optical and environmental factors in myopia aetiology. PRER 2013;31(6):622-60.
    Younan C, et al. Myopia and incident cataract and cataract surgery: the blue mountains eye study. IVOS 2002;43(12):3625-3632.
    Chen SJ, et al. Prevalence and associated risk factors of myopic maculopathy in elderly Chinese: the Shihpai eye study. IOVS 2012;53(8):4868-73. ↩︎
  10. Chamberlain P, et al. A 3-year randomized clinical trial of MiSight® lenses for myopia control. OVS 2019; 96(8):556-567.
    CooperVision Datenbestand, 2025. Prospektive, einwöchige, doppelt verblindete, bilaterale Studie mit MyDay® MiSight® 1 day. N=32 Probanden im Alter von 8 bis 18 Jahren.
    CooperVision Datenbestand, 2025 ↩︎

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