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Für Unterwegs: Der Kindernotfallausweis für Helfer

Kinder sind schnell mal aus dem Blickfeld der Eltern. Im Freizeitpark oder der überfüllten Innenstadt hilft meist die Telefonnummer handschriftlich auf den Arm geschrieben. Aber was ist, wenn die Kids alleine unterwegs sind? Hat Euer Kind immer ein Dokument mit vollständiger Anschrift und Telefonnummern dabei? Eine Ablenkung, eine Unachtsamkeit – und schon ist das Unglück passiert. Die Helfer wissen oft nicht, wer die Eltern sind und wo sie anrufen können: Für das Kind beginnt eine qualvolle Zeit voller Angst. Abhilfe schafft der Kindernotfallausweis – den sollten die Kleinen unterwegs immer dabei haben. Damit können Helfer die Eltern schnell herbeirufen.

Rettungsdienstler empfehlen daher, für den Fall der Fälle stets ein entsprechendes Schriftstück mitzuführen. Im Prinzip reicht ein formloser Zettel. Sinnvoller allerdings ist ein richtiger Kindernotfallausweis, wie ihn der Vorsorgeexperte Hans Walter Schäfer aus Niederkassel entwickelt hat: „Das Kärtchen passt in die kleinste Tasche“. Sein Rat an Eltern: Gleich mit Kugelschreiber ausfüllen, einstecken, fertig.

Damit erhalten die Helfer vor Ort alle wichtigen Informationen: Name, Anschrift, Telefon, wer ist zu verständigen, wer ist der Kinderarzt, welche Vorerkrankungen bestehen, welche Medikamente werden eingenommen usw. Die Idee dafür kam Schäfer auf dem Weg zur Schule: „Wen können die Retter anrufen, wenn jetzt ein Unfall passiert“, fragte sich der Familienvater. Der Kindernotfallausweis nütze insbesondere, falls das Kind nicht mehr ansprechbar sei oder sofort in Narkose versetzt werden müsse. „Wenn es wieder aufwacht, sollten Mama und Papa da sein“, weiß Schäfer.

Der Ausweis sollte alle wichtigen Informationen für Ersthelfer bereithalten – idealerweise ist dieser vor Feuchtigkeit geschützt im Schulranzen oder in der Sporttasche verstaut.