Ab morgen, Donnerstag, den 16. April, läuft „Jazzy – Chaos im Regenwald“ in deutschen Kinos an. Ein Animationsfilm, der Kinder begeistert, Eltern bewegt und mit Leonardo DiCaprio als Produzent einen ziemlich großen Namen und Unterstützer vorweisen kann. Abgesehen davon, dass in Zeiten von Streaming und vielen hundert TV-Sendern ein Kinobesuch mit der ganzen Familie ein unvergessliches Highlight ist, legen wir euch insbesondere diesen tollen Film ans Herz. Warum, das verraten wir euch jetzt.
Eine kleine Orang-Utan-Dame mit großem Herz
Toll sind Kinofilme dann, wenn man hinterher auf dem Weg nach Hause noch intensiv über sie redet, weil sie bei allen Zuschauern ein paar Gedanken angestoßen haben. „Jazzy – Chaos im Regenwald“ gehört eindeutig zu dieser Kategorie.
Im Mittelpunkt der Story steht Jazzy, ein junges Orang-Utan-Mädchen, das zu Beginn der Geschichte alles verliert, was ihr wichtig ist: Ein verheerender Waldbrand zerstört ihren Lebensraum und trennt sie von ihren Eltern Seema und Jo Jo. Verängstigt und allein findet sie Schutz in einem Tierreservat, wo die engagierte Tierpflegerin Kirani sie aufnimmt und ihr sogar beibringt, sich mithilfe von Gebärdensprache zu verständigen. Jazzy wächst auf, findet neue Freunde und doch lässt sie die Sehnsucht nach ihrer Familie nicht los.

Irgendwann ist es ihr genug, die will mehr über ihre Vergangenheit und ihre Familie erfahren. Jazzy verlässt also die Sicherheit des Reservats und bricht auf in den Dschungel. Begleitet wird sie von Chance, einem frechen Affen, der eigentlich lieber alleine durch die Baumkronen schwingt, und Honka, einem gutmütigen, ziemlich tollpatschigen Nashorn mit unerschütterlichem Optimismus. Gemeinsam macht sich das ungleiche Trio auf die Suche nach Jazzys Familie. Dabei geraten sie nicht nur in Abenteuer, sondern auch auf die Spur eines ziemlich unangenehmen Bösewichts: Mr. Smiley, ein Krokodil, das hinter seinem freundlichen Lächeln dunkle Absichten verbirgt.
Umweltschutz ohne erhobenen Zeigefinger
Was diesen Film so besonders macht, ist die Art, wie er sein Thema erzählt. Denn „Jazzy – Chaos im Regenwald“ ist kein Dokumentarfilm mit Trickfilmfassade. Die Macher haben ganz bewusst auf Belehrungen verzichtet. Stattdessen wird ökologische Realität wie die fortschreitende Zerstörung tropischer Regenwälder, der Klimawandel und der Verlust von Lebensräumen erfahrbar und deutlich gemacht. Durch Jazzy, durch ihren Verlust, durch ihre Suche und durch ihr Kämpfen.

Visuell macht der Film dabei kein Geheimnis aus dem Kontrast: Auf der einen Seite die leuchtend bunte, lebensprühende Welt des intakten Regenwaldes. Auf der anderen verbrannte, kahle Landschaften, die zeigen, was verloren geht, wenn nichts geschieht. Wer etwas älter ist, erkennt darin auch die Bildsprache der sogenannten Climate Stripes, jene Farbvisualisierung des britischen Klimaforschers Ed Hawkins, die eindrucksvoll und deutlich zeigen, wie sich unsere Erde in den letzten Jahrzehnten erwärmt hat. Blau für kühler, Rot für wärmer. Da ist wenig Spielraum für Interpretation.
Dass das alles für Kinder ab sechs Jahren zugänglich verpackt ist, ohne die Themen zu trivialisieren, ist die eigentliche Leistung des Films. Als Vater kannst du mit deinen Kids ins Kino gehen und hinterher tatsächlich ins Gespräch kommen. Zum Beispiel über Waldbrände und über Tiere, die ihren Lebensraum verlieren. Und natürlich auch über das, was wir dagegen tun können.

Lina Larissa Strahl leiht Jazzy ihre Stimme
Für die deutsche Synchronisation haben sich die Macher eine ideale Besetzung gesichert. Singer-Songwriterin und Schauspielerin Lina Larissa Strahl, bekannt aus den erfolgreichen „Bibi & Tina“-Kinofilmen, leiht dem mutigen Orang-Utan-Mädchen ihre Stimme. Und die passt super, denn sie ist warm, ausdrucksstark und somit glaubwürdig. Lina Larissa verleiht Jazzy genau jene Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit, die die Figur so sympathisch macht.
Und als Synchronstimme war sie sofort begeistert von der Rolle: „Ich habe Jazzy sofort ins Herz geschlossen. Sie ist ein mutiges Orang-Utan-Mädchen, das trotz Angst und Verlust weitergeht, neugierig bleibt und nicht aufgibt. Gerade diese Mischung aus Stärke und Wärme macht sie für mich zu einem echten Vorbild.“ Und weiter:
Was ich an der Geschichte besonders liebe: Sie zeigt Kindern und Erwachsenen, dass jede Stimme zählt und dass man auch als Einzelne oder Einzelner etwas bewegen kann.
Leonardo DiCaprio als Produzent
Wer beim Namen des Produzenten kurz zweimal hinschaut, liegt richtig: Oscar-Preisträger Leonardo DiCaprio ist als Produzent an Bord. DiCaprio engagiert sich seit Jahrzehnten für Umwelt- und Klimaschutz, hat 1998 die Leonardo DiCaprio Foundation gegründet, die weltweit Projekte in den Bereichen Biodiversität, Meeresschutz und Klimaschutz unterstützt, und ist als UN-Friedensbotschafter für Klimaschutz aktiv. Er hat Umweltdokumentationen produziert, ist auf politischer Ebene tätig und er bringt diese Haltung nun in einen Animationsfilm für die ganze Familie ein. Mit seiner Produktionsfirma Appian Way Productions ist er Ko-Produzent dieser internationalen Koproduktion zusammen mit GCI Films.

Neben DiCaprio ist auch Hollywood-Veteran Mike Medavoy als Produzent beteiligt, der unter anderem für Filme wie „Black Swan“ bekannt ist. Das ist ein starkes Team für einen Film, der mit einem Budget von rund 40 Millionen Euro produziert wurde, was man der Qualität der Animation ansieht.
Regie: Tim Harper weiß, wie man Kinder begeistert
Hinter der Kamera – oder vielmehr am Computer – steht Regisseur Tim Harper, ein erfahrener Animationsprofi aus Großbritannien. Harper studierte Film und Fernsehen an der Manchester Metropolitan University, begann seine Karriere bei Cosgrove Hall Films und feierte seine erste Regiearbeit 2000 mit der BBC-Serie „Rotten Ralph“. Seitdem hat er Produktionen für Disney, CBBC, Fox, PBS, Nickelodeon und viele weitere Sender realisiert. Vier BAFTA-Nominierungen und eine Emmy-Nominierung sprechen für sich. Harper versteht es, Geschichten zu erzählen, die junge Zuschauer wirklich abholen und das merkt man.

Das Fazit für Daddylicious-Väter
„Jazzy – Chaos im Regenwald“ ist ein Kinofilm für die ganze Familie, den ihr gemeinsam anschauen solltet und der Spuren hinterlässt. Es ist eine Geschichte, die Kinder auf ihrer Ebene abholt und trotzdem erwachsene Themen nicht ausspart. Ein Abenteuerfilm, der Spaß macht und beim Heimweg vielleicht eine Frage aufwirft, die ihr gemeinsam beantworten könnt: Was können wir tun, um unsere Erde zu schützen?
Infos zu Jazzy – Chaos im Regenwald
Genre: Familie, Animation
Regie: Tim Harper
Dauer: 87 Minuten
FSK: ab 6 Jahren
Kinostart: 16. April 2026
Mehr Infos: jazzy-film.de











