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DLRG-Jugend im TV – Was Kinder über Schwimmen, Sicherheit & Ehrenamt wissen sollten

Ann Berit Folge 7 6

Ab dem 3. Juni läuft auf KiKA und in der ARD-Mediathek die Doku-Serie #ehrensache – Die DLRG-Jugend. Das ist gerade für Jugendliche und Teenager eine spannende Sache, denn es geht nicht nur um die Sicherheit im Wasser, sondern auch um Persönlichkeitsentwicklung und das Engagement im Ehrenamt. Und auch wenn euer Nachwuchs vielleicht eher bei youTube als auf KiKA unterwegs ist, könnt ihr diese Serie ja mal empfehlen oder sogar gemeinsam angucken.

Denn jedes Jahr bei den steigenden Temperaturen sind sie da, die Schlagzeilen, die Eltern den Atem verschlagen: wieder ein Kind ertrunken, wieder ein Badeunfall, der hätte verhindert werden können. Auch schon wieder in den letzten zwei Wochen. Allein 2025 ertranken in Deutschland 393 Menschen, darunter 14 Kinder bis zehn Jahren und 25 Menschen zwischen 11 und 20 Jahren. Außerhalb der eigenen vier Wände verunglücken Kinder nicht nur in Schwimmbädern oder an Badeseen, Unfälle ereignen sich oft dort, wo Eltern weniger damit rechnen: im Gartenteich, im Planschbecken oder im Bach hinter dem Spielplatz.

Die Zahlen sind erschreckend, aber sie haben auch eine andere Seite: Es gibt Hunderttausende junge Menschen, die genau dagegen ankämpfen: ehrenamtlich, leidenschaftlich und oft unsichtbar für die breite Öffentlichkeit. Aber das ändert sich jetzt. Mit der neuen 12-teiligen Dokuserie #ehrensache – Die DLRG-Jugend, die am 3. Juni 2025 um 20:35 Uhr im KiKA startet und parallel in der ARD-Mediathek, auf kika.de und in der KiKA-App verfügbar ist, rückt der NDR diese jungen Lebensretter endlich ins Rampenlicht.

Vier Jugendliche, zwölf Folgen, eine Botschaft

Die Serie, produziert von MingaMedia im Auftrag des NDR, begleitet vier Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18 Jahren: Adrian, Johanna, Ann-Berit und Janne. Sie alle engagieren sich ehrenamtlich in der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der DLRG-Jugend und sie stehen stellvertretend für über 380.000 Mitglieder des Verbands.

Die Themen der Serie sind so vielfältig wie das Ehrenamt selbst: Rettungsschwimmen im Wasserrettungsdienst an der Küste, das Ablegen des Rettungsschwimmabzeichens, Wettkämpfe im Rettungssport, Schwimmausbildung und die klassische Kinder- und Jugendverbandsarbeit. Gezeigt wird echter Alltag, echte Herausforderungen, echte Gemeinschaft.

Wöchentlich läuft im KiKA eine Doppelfolge, beginnend am 3. Juni bis zum 8. Juli. An den ersten drei Sendeterminen – 3., 10. und 17. Juni – werden jeweils vier Folgen gleichzeitig in der ARD-Mediathek veröffentlicht. Das ist perfekt für Familien, die lieber abends gemeinsam auf dem Sofa schauen als am Bildschirm scrollen.

Ehrenamt bei der DLRG-Jugend

„Die zwölf Folgen zeigen, dass die DLRG-Jugend mehr ist als Schwimmen und Retten: Wir schaffen Räume, in denen sich Kinder und Jugendliche zu selbstbewussten und verantwortlichen Persönlichkeiten entwickeln können“, sagt Aylin Piontek, Bundesvorsitzende der DLRG-Jugend. Diese Aussage deckt sich mit dem, was Entwicklungspsychologie und Sozialforschung schon lange belegen.

Studien zeigen, dass Menschen mit ausgeprägten sozialen Fähigkeiten in ihrem Berufsleben erfolgreicher sind, stabilere Beziehungen führen und insgesamt zufriedener sind. Und genau diese Fähigkeiten – Empathie, Verantwortungsbewusstsein, Teamgeist, Konfliktfähigkeit – werden beim Ehrenamt trainiert wie nirgendwo sonst. Ein Jugendlicher, der lernt, in einer Notsituation am Wasser besonnen zu handeln und auf andere Rücksicht zu nehmen, entwickelt Qualitäten, die kein Schulbuch vermitteln kann.

Kinder und Jugendliche, die über Sozialkompetenz verfügen, sind resilienter und können schwierige Situationen einfacher bewältigen. Das Ehrenamt in einem Verband wie der DLRG ist ein Ort, wo genau das passiert. Niedrigschwellig, praxisnah und mit echtem gesellschaftlichen Mehrwert.

Rekordzahlen zeigen: Die Jugend macht mit

Was viele nicht wissen: Die DLRG-Jugend wächst. Und zwar rasant. 2025 wurde mit 10.239 ausgestellten Juniorretter-Abzeichen ein neuer Rekordwert erreicht. Das Juniorretter-Abzeichen können Kinder ab zehn Jahren ablegen, es legt die Grundlage für die spätere Ausbildung im Rettungsschwimmen. Wer früh anfängt, kann mit 16 bereits vollwertiger Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst sein.

Auch die sogenannten Jugend-Einsatz-Teams (JETs) wachsen: Mit über 8.900 aktiven jungen Mitgliedern sind diese Teams ein zentraler Baustein der DLRG-Nachwuchsarbeit und zeigen, wie ernst es der Verband mit dem Thema Verantwortung für junges Engagement meint. Ohne diese jungen Menschen würde die gesamte Struktur der DLRG zusammenbrechen. Das ist keine Übertreibung, sondern Realität.

Wassersicherheit ist ein Familienthema

Für uns als Väter stellt sich die Frage: Was können wir tun? Die Antwort ist vielschichtig. Erstens: Kinder frühzeitig schwimmen lernen lassen, das ist das Minimum. Hinzu kommen jedes Jahr Ertrinkungsunfälle, die nicht tödlich enden, aber schwere lebenslange Folgen für die Opfer haben. Wasser ist kein Spielzeug und Schwimmen kein selbstverständliches Talent.

Zweitens: Kinder für das Thema Wassersicherheit sensibilisieren, ohne Angst zu machen, aber mit Respekt vor den Gefahren. Drittens: Das Ehrenamt als echte Option auf dem Radar haben. Die DLRG-Jugend ist mit mehr als 2.000 Gliederungen deutschlandweit vertreten. Die Chancen stehen gut, dass auch in eurer Stadt oder Region ein Ortsverband aktiv ist.

Warum #ehrensache mehr ist als eine Kinderserie

Was diese Serie so besonders macht, ist ihr dokumentarischer Ansatz. Keine Schauspieler, keine aufgeräumten Plots, sondern echte Jugendliche, echte Situationen, echtes Engagement. Das ist selten im deutschen Kinderfernsehen. Und es ist wichtig, weil es Kindern und Jugendlichen zeigt: Hey, du kannst auch etwas beitragen. Du kannst Leben retten. Du musst nicht warten, bis du erwachsen bist, um die Welt ein bisschen besser zu machen.

Das ist eine Message, die Kinder gerade heute dringend brauchen in einer Zeit, in der viele Jugendliche das Gefühl haben, keine Kontrolle über ihre Umgebung zu haben. Das Ehrenamt gibt Kontrolle zurück. Es gibt Sinn und es gibt Gemeinschaft.

Während der Badesaison von Anfang Mai bis Ende September waren allein von der DLRG mehr als 6.000 ehrenamtliche Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer im Einsatz und in 240 Fällen waren die freiwilligen Lebensretter auf oder im Wasser im Rettungseinsatz. Hinter jedem dieser Einsätze steht ein Mensch, der irgendwann angefangen hat. Vielleicht mit zehn Jahren, mit dem Juniorretter-Abzeichen. Vielleicht inspiriert von einer Serie, die er oder sie als Kind gesehen hat.

Fazit für Väter: Einschalten und vielleicht anmelden

#ehrensache – Die DLRG-Jugend ist ein schöner Anlass für einen gemeinsamen Familienabend. Schaut euch die Serie zusammen an, redet darüber, was Ehrenamt bedeutet, und fragt eure Kinder, ob das etwas für sie wäre. Die DLRG-Jugend ist offen für alle und wer weiß, vielleicht ist der nächste Lebensretter gerade dabei, seine Hausaufgaben zu machen.

Alle Infos zur Serie gibt es auf kika.de und bei der DLRG-Jugend.

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