Wie bereits letzte Woche geschrieben, hatten wir immer schon mal vor, einen Kurztrip in die großen Städte des Ostens, Dresden und Leipzig zu machen. Unsere erste Wahl sollte dabei auf die sächsische Landeshauptstadt fallen. Mit Näherkommen der Reise sorgte uns allerdings die Frage, ob es wohl eine gute Idee war, eine Großstadt ausgerechnet am heißesten Wochenende des Jahres zu besuchen. Nur so viel: Sie sollte unbegründet bleiben.

Als Wochenend-Fahrten erprobte Autobahn-Stammgäste schaffen wir es, dem üblichen Verkehrschaos nahezu komplett zu entgehen. Unsere Devise dabei: Nie vor 19h losfahren, dann kommt man eigentlich meistens gut durch. Außerdem stehen dann die Chancen gut, dass unsere Kleine auch schon mal in ihrem Rücksitz-Thrönchen wegschlummert – zumindest zur kalten Jahreszeit, wenn´s früher dunkel wird. Mit jeder Menge Pixibüchern und einigen erziehungstechnisch fragwürdigen Guerilla-Taktiken wie dem bei-Laune-halten durch Quetschies und Gummibärchen erreichen wir Dresden am Freitagabend nach guten zwei Stunden und somit nur wenige Minuten über Plan. Unsere Bleibe für die kommenden zwei Nächte: das Holiday Inn Dresden – Am Zwinger. Wie bereits im ersten Post erwähnt, konnten wir durch unsere direkte Buchung über die Hotel-Website insg. 40 EUR sparen. Gutes Geld also für ne Menge Eis, Bier, oder nach was einem sonst noch so ist bei dieser Gluthitze. Das Hotel ist außerdem zentral und damit strategisch bestens gelegen für unsere bevorstehenden Erkundungstouren. Die erste muss jedoch bis zum nächsten Tag warten, da es für den kleinen Chef der Familie erst mal Schlafenszeit heißt. Zuvor gönnen wir uns noch einen abendlichen Imbiss in der stilvoll gestalteten Open Lobby, wobei der Kinderteller bei den zwei Hauptgerichten meiner Frau und mir tatsächlich gratis mit kommt. Kinder essen und übernachten in allen Holiday Inn Hotels gratis. Auch sonst macht das Hotel einen äußerst kinderfreundlichen Eindruck:

DD_3Die stylishe Open Lobby

Herzliche Mitarbeiter, ein ordentliches Beistellbett und eine nette Willkommens-Bag, dessen Hauptinhalt in den kommenden Tagen stets mit muss auf Tour (siehe Bilder…)

DD_4Willkommens-Bag mit „Pinui“

Nach dem Abendessen schnell das völlig entkräftete Mäuschen ins Bett gebracht und mit dem Babyphone in der Tasche (Reicht zumindest vom dritten Stock runter) noch schnell auf einen Gin Tonic (Immerhin vier Gin-Sorten zur Auswahl!) zurück in die Lobby mit seiner lauschigen Bar.

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Unser modernes, schickes Executive Zimmer

Heißes Pflaster Dresden

So gerne unsere Kleine nachts noch aufwacht und nach Milch krakeelt, so gerne schläft sie morgens mal etwas länger. So auch diesmal, was vielleicht auch an den angenehm dunklen Gardinen gelegen haben mag. Generell lässt sich der Morgen in unserem modernen, stylischen Zimmer sehr gemütlich an. Dazu ein moderner Kaffeeautomat, der einen dankbar guten Café Crema ausspuckt. Passt. Mehr aus Neugier, denn aus Freude am Masochistischen checke ich noch kurz den Fitnessraum im Keller, welchen mein geschultes Schwerathletenauge direkt als klein, aber fein, sprich als modern und für jede körperliche Pain zu haben, bewertet. Nach einem reichhaltigen Frühstück (für unsere Tochter ebenfalls kostenlos) auf der Terrasse – inklusive ebenfalls verdammt leckerem Cappuccino (Kaffee kommt bei mir direkt nach Bier – wenn´s nicht gerade Gin ist…) wagen wir schließlich den Sprung auf das bereits ziemlich heiße Dresdner Pflaster. Aufgrund der Ausgangslage ist unsere Route eigentlich vorprogrammiert: Vom Hotel am Zwingerteich vorbei und dann direkt rein in den, neben der Frauenkirche, wohl bekanntesten Gebäudekomplex der Stadt. Und zumindest unserem Töchterchen bietet sich mit den Brunnenanlagen im Innenhof die ideale Gelegenheit zu einer Abkühlung.

DD_5Willkommene Abkühlung in einem der vielen Zwinger-Brunnen

So lässt unser Nachwuchs bis auf den Sonnenhut alle Hüllen inklusive Windeln fallen, um zunächst ein Bad zu nehmen und anschließend offenbar mächtig solarangetrieben über das Areal zu fegen, und dies sehr zur Belustigung zahlreicher Seniorengruppen und asiatischer Touristen. Die „Alten Meister“ und die weltberühmte Porzellansammlung des Zwingers würden wir uns für einen späteren Besuch Dresdens aufheben, zu sehr schreit das Wetter nach Aktivitäten im Freien – wie z.B. Eis essen respektive Bier trinken in schattigem Ambiente. Ein solches finden wir im Außenbereich des „Italienischen Dörfchens“, unweit des Hinterausgangs des Zwingers, nur einmal über den Theaterplatz der Semperoper entfernt, zu erreichen. Süße Kaltspeise für Klein Ette und einmal Bier klein bzw. groß und eine Bockwurst für die Erzeuger. Nach der kalorienreichen Stärkung führt uns der Weg vorbei an der beeindruckenden katholischen Hofkirche rauf auf den Dresdner Balkon, direkt oberhalb der Elbe.

DD_6Auch unsere Kleine hatte ihren Spaß

Von hier hat man einen tollen Blick auf das gegenüberliegende Ufer und den Prunkbau des Staatsministeriums für Kultur. Das davor liegende Königsufer ist auch in diesem Jahr wieder Bühne für das mehrwöchige Film- und Musikfestival „Filmnächte am Elbufer“, auf dem später am Abend Silbermond ein viel umjubeltes Quasi-Heimspiel abliefern würde, während wir uns das Spektakel bei Rahmschnitzel und Spaghetti von der Altstadt aus genehmigen würden.

DD_7Es war richtig was geboten …

Zuvor jedoch genießen wir die historische Kulisse mit seinen großen und kleinen Sehenswürdigkeiten, während das Wetter dem Namen „Elbflorenz“ alle Ehre macht: Südländisches Flair und internationales Publikum in gastlicher Atmosphäre. Vom traurigen Pegida-Klischee übrigens, mit der die Stadt derzeit leider zu kämpfen hat, keine Spur. Ohnehin bemühen sich Kulturschaffende und Wirtschaft aller Orten Flagge gegen diese debilen Strömungen in ihrer Stadt zu zeigen. „Für ein weltoffenes Dresden“ wirbt z.B. die Semperoper an Ihrer ehrwürdigen Fassade und ein Technologiezentrum stellt klar, dass „Spitzeninnovationen“ weiterhin „bunt“ seien. Unser Eindruck von Dresden sollte abschließend jedenfalls sein, dass die Stadt ihr momentan angeknackstes Image nicht verdient hat. Zu deutlich zeigt sich vielerorts das andere, das kosmopolitische Dresden. Unsere Füße tragen uns weiter, vorbei an der Frauenkirche mit seiner dramatischen Geschichte, über den Neumarkt und – wir brauchen noch Windeln… – bis in die Prager Straße, die Shoppingmeile der Stadt. Und auch hier zeigt sich das alte Dresden, allerdings das aus DDR-Zeiten: Denn gesäumt wird die Zeile von typischer Plattenbauarchitektur, aufgehübscht mit Farbe und kleinen Details, aber noch immer unverkennbar ist jener sozialistischer Charme, wie er mir z.B. von der Karl-Liebknecht-Straße am Alex in Berlin bekannt vor kommt.

Ein mediterraner Abend an der Elbe

Zurück am Elbufer, machen wir es uns auf der Terrasse des Café Vis-á-Vis bequem, uns gegenüber gesagte Bühne des Film- und Musikfestivals. Während sich „bequem“ als relativ herausstellt, weil die kleine Dame noch immer zwischen den Tischen umher wuselt wie ein Duracelhase und dabei die Herzen holländischer Senioren erweicht, beginnt unter tosendem Applaus tausender Fans das Silbermond-Konzert auf der anderen Seite des Flusses. Während unser Töchterchen endlich mal still sitzt, Pasta Bolognese und ein Puzzle machen´s möglich, belohnen wir uns neben einem deftigen Abendessen mit zwei Gerstensaftkaltschalen aus der Region und lassen uns die einzigartige Konzert-Atmosphäre um die Ohren wehen, die über die Elbe zu uns rüberschwappt.

DD_8…Silbermond zur Prime Time vor beeindruckender Kulisse

Schließlich treten wir den Weg zurück ins nahegelegene Hotel an. Bei Ankunft schläft Ette schon fast im Stehen ein, entsprechend einfach gestaltet sich an diesem Abend das oft knifflige Ins-Bett-geh-Procedere. Meine Frau und ich genehmigen uns noch einen letzten Gin Tonic in der Lobby, um dann ebenfalls ins Land der Träume zu verschwinden.

DD_9Elbflorenz bei Nacht – ein tolles Schauspiel!

Dresden, Landpartie

Für den Sonntag haben wir uns „die drei Elbschlösser“ ausgeguckt. Diese liegen am sog. Dresdner Elbhang am rechten Ufer ca. 3 km stromaufwärts der Altstadt. Alle drei wurden Mitte des 19. Jahrhunderts von Albrecht von Preußen erbaut und dienen heute als Restaurant, Hotel und als Jugendkunstschule Dresden.

DD_10Imposant: Die drei Elbschlösser stromaufwärts der Altstadt

Die drei Schlossparks sind miteinander verbunden und frei begehbar. Dankend nehmen wir die schattenspendende Botanik mit seiner barocken Kulisse an, um uns schließlich auf der Terrasse des mittleren, Lingerschloss mit seinem Biergarten und vor allem aber imposanten Ausblick über das Elbtal wieder zu finden. Ein fast schon magisches Fleckchen Erde! Als Kids waren wir mal auf Klassenfahrt in Köln und besichtigten damals u.a. den sog. Drachenfels oberhalb des Rheins unweit von Bonn. Mögen mich die Siebengebirgener und/oder Sachsen schimpfen; die beiden Orte erinnern mich doch beide sehr aneinander, wobei der eine dem anderen in nichts nachsteht. Wir genießen den spektakulären Blick auf die Elbe und seine Flutwiesen, die südöstlichen Ausläufer Dresdens sowie die Frauenkirche in der Ferne durch die Bäume. Wir bestellen noch drei Eis, eins am Stiel und zwei vom Fass…, um uns schließlich aus der Region zu verabschieden.

DD_11Spektakulärer Blick von Lingnerschloss auf die Elbe

Heimfahrt durch den Wilden Osten

Über Land fahren wir nordwärts durch die Oberlausitz, um uns an diesem Wochenende doch noch unsere Komplettabkühlung zu holen und landen schließlich am Geierswalder See zwischen Senftenberg und Hoyerswerda. Das Gewässer ist Teil der Lausitzer Seenlandschaft, die im Zuge der Flutung früherer Braunkohletagebaue entstand. Fakt ist: Die Gegend hat was und wir werden der Region im nächsten Sommer sicherlich einen weiteren Besuch abstatten. Bis hier hin beeindruckt Papa weniger seine Frau als seine Tochter mit einem jugendlich-beherzten Anlaufköpper in die Fluten – in Unterhose, weil ich meine schicke Swimshort im Auto vergessen habe…

DD_12Gefluteter Tagebau: Der Geierswalder See

Da es sich südlich von Berlin an diesem Sonntag Abend – habe ich geschrieben, nie vor 19h los zu fahren? – doch noch mächtig knubbelt, erreichen wir unser geliebtes zu Hause nicht vor Dunkelheit. Klein Cheffchen ist das egal, denn die ist direkt nach der zweiten Kurve selig eingepennt…

Abschließend zu sagen ist, dass das gesamte Wochenende ein Glücksfall gewesen ist: Hotel, Stadt, Land, Fluss und See – alles Sahne! Klar, eine Städttrip bei so einem Wetter und mit Kleinkind ist nicht ohne. Aber die charmante Dynamik, die ein intensives, harmonisches Familien-Miteinander immer mit sich bringt, hat uns auch diesmal wieder ein paar wunderbare Tage beschert. Nächster Halt: Leipzig. In diesem Sinne: Kinder an die Macht.

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der InterContinental Hotels Group, zu der auch Holiday Inn gehört.

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