[Werbung] Wenn man über Kinderspielzeug urteilt, muss man immer vorsichtig sein, denn: Zielgruppe is man ja nicht mehr. Als die Fußball WM damals in den USA stattfand, haben die Leute auf den Rängen hysterisch gejubelt, wenn der Torwart einen Abschlag gemacht hat… Die Stips-Idee, Bilderbücher quasi mit Hilfe eines Stifts zum Sprechen zu bringen, aber, fand ich sofort ziemlich gut.

Und der Unterschied zu den Soccer-Grünschnäbeln von 1994: ich bin zumindest mal Zielgruppe gewesen und schon damals, vor über 35 Jahren (dies Schwarz auf Weiß zu lesen, tut gerade ein bisschen weh…) haben mich die legendären Wimmelbilder nicht mehr losgelassen. Okay, ganz so viel los ist im Stips-Bilderbuch „Ab aufs Land“ nicht, aber trotzdem reichlich genug, um Kinderaugen – und Ohren – zu fesseln.

Der sprechende Stift

Denn das eigentlich Besondere ist der „sprechende“ Stift, dessen Sensor in der Spitze aus den zahllosen Bildbereichen entsprechende Informationen ausliest und anschließend mit angenehmen Stimmen wiedergibt. Neben allerlei Ulk wie grunzenden, sprechenden Schweinen, die sich fröhlich im Dreck suhlen, erfährt man aber auch viel Lehrreiches wie vom sprechenden Pferd, das sich als ein männliches vorstellt, und somit ein Hengst sei, während man ein weibliches Stute nenne. Außerdem lernt man Dinge wie, dass Kartoffeln auch Erdäpfel genannt werden, oder dass der, wie er von sich selbst sagt, mittlerweile etwas zu dicke Hund früher Menschen aus dem Schnee gerettet habe und ein Bernhardiner sei. Es kann sich aber auch einfach mal eine schöne Melodie oder ein lustiger Singsang auftun, wenn man z.B. ein Windrad oder eine Gruppe Wanderer fixiert.

Verschiedene Themenbereiche und kleine Rätsel

Insgesamt finden sich sechs Themenfelder wie z.B. „Bauernhof“, „Ernte“ oder „Markt“ auf je sechs Doppelseiten in diesem Bilderbuch. Und zu jedem Thema gibt es eine kurze, informative – eingesprochene – Einleitung bei Berühren der entsprechenden Stern-Symbole oben rechts. Hinter den jeweiligen „Play“-Symbolen daneben verbergen sich kleine Rätsel, in denen nach bestimmten Personen oder Dingen innerhalb des Bildes gefragt wird. Charmant gemacht, jedoch könnten die Rätsel nach meinem Geschmack etwas mehr als nur je drei Fragen beinhalten.

Der batteriebetriebende Stift selbst ist etwa so dick wie eine ausgewachsene Karotte, frei von Giftstoffen und außerdem geruchsneutral. Noppen sorgen für einen festen Griff auch bei noch etwas unbeholfenen Händchen. Außerdem verfügt er über einen USB-Anschluss, mit dem man auf stipsnews.de auch kostenfrei die Infos zu den anderen Stips-Büchern Zirkus, London, Musik, Eisenbahn, Germanen und Wikinger, Ritter und Flughafen und Flugzeuge downloaden kann.

Die Stips-Welt ist für Kinder ab 3 Jahren empfohlen und unser Testpersönchen Freddi, seinerseits gerade 3 geworden, hatte beim Stöbern und Entdecken schon sichtlich Spaß und Ehrgeiz. So zielt die Idee insbesondere auf jene Altersgruppe ab, deren geistige und motorische Fähigkeiten bereits stark ausgeprägt sind, die aber eben noch nicht lesen kann und deshalb auditiv animiert werden soll – der Stift als fragender Vorlese-Opa sozusagen.

Fazit

Die Entdeckungsreisen durch die liebenswert gemalten, kleinteiligen Bilderwelten halten sowohl spannende, als auch lehrreiche Facetten bereit. Das Zusammenspiel von Gehörtem und Gesehenem fördert die Konzentration und Auffassungsgabe des Kindes. Etwas mehr Rätsel und eine Edelversion mit einem Holzstift wäre meine kontruktive Kritik. Kann Kinder stark in ihren Bann ziehen – kann einem ja manchmal sehr gelegen kommen…

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