Als wir die Einladung für den Besuch im Resort Hof van Saksen erhielten, reichte eine kurze Recherche im Internet und für mich (43) und meinen Sohn Luis (11) war die Sache klar…das machen wir. Und zwar so schnell wie möglich! Für solche Aktionen bietet sich mein Kumpel Marc aka „Rakete“ (42) sehr gut als „Kumpan“ an. Zumal seine Tochter Lisann (7) im gleichen Alter ist wie meine Tochter Juna (7). Ein kurzer Anruf in der Nachbarschaft und Luis bester Kumpel Tom (13) ist ebenfalls rekrutiert. Also auf in die niederländische Provinz Drenthe…

Vorfreude auf den Kurzurlaub in Holland und der erste Kontakt mit der Hotline

Eine meiner eher unbeliebten Charaktereigenschaften sind Spezialwünsche und Extrawürste…keine Ahnung woher das kommt. Vorteil dabei: Es trennt sich servicemäßig blitzschnell die Spreu vom Weizen und einige Servicekräfte, Bedienstete oder sonstige Dienstleister verstehen es als Herausforderung, es mir recht zu machen. Die meisten anderen aber finden mich vermutlich sofort nur noch nervig und doof.

Als die Buchungsformalitäten erledigt sind, erhält das Personal auch direkt einen Anruf über die Hotline von mir. Eine freundliche Stimme auf der anderen Seite meldet sich sofort in akzentlosem Deutsch…angenehm, ich hatte mich schon auf Konversation in beiderseitigem Stümperenglisch eingestellt. Meine Vermutung: Auf den Buchungsbestätigungen deutscher Gäste steht eine spezielle Hotlinenummer für die deutschsprachiges Personal vorgehalten wird. Sehr professionell!

„Was kann ich für Sie tun?“ … “Ich hätte gerne und möchte bitte…sowieso und überhaupt“. Die Person am anderen Ende ist freundlich, erfüllt mir jeden Wunsch und beantwortet mir geduldig alle Fragen. Erster Test bestanden!

Freitagmittag Abfahrt! Nach gut zwei Stunden Autofahrt treffen wir entspannt und zufrieden am Zielort ein…a) weil die S-Klasse mit das beste Familienauto der Welt ist und b) dass ich meinen Sohn Luis schon in frühen Jahren zum Navigator und 1. Co-Piloten ausgebildet habe. So habe ich auch den Spieß umgedreht und frage nun in regelmäßigen Abständen ins Fahrzeug hinein: “Wann sind wir da?“

Rakete und Lisann sind mit Ihrer britischen Raubkatze inklusive Navi natürlich vor uns da und haben das ganze Eingechecke bereits erledigt.

Der erste Eindruck der Anlage erinnert die Kinder an ein altes Mittelalter-Dorf. Mich aber eher an eine aufwändige und gut gelungende Filmkulisse der Truman-Show. Wir fahren in Schrittgeschwindigkeit über das Gelände und tasten uns zur Hausnummer 937 heran. Ein reetgedecktes Haus mit drei Wohneinheiten direkt am zentralen See gelegen liegt vor uns. Ein Blick auf die große Übersichtskarte lässt erahnen, dass auf dem Gelände tatsächlich über 1.000 Wohneinheiten untergebracht sind – fällt aber (zum Glück) nicht auf.

Wir betreten die Wohnung und es fühlt sich an, als würden wir bei guten Freunden einkehren. Die Bude ist modern und geschmackvoll eingerichtet und auf dem Tisch sind einige Begrüßungspräsente aufgebaut. Die Kinder beziehen ihre Zimmer und packen die Schwimmsachen zusammen…wir gehen schwimmen. Fünf Minuten Fußmarsch und wir stehen in der Umkleidekabine. Weitere fünf Minuten später explodiert die erste Arschbombe…Rutschen, Arschbombe, rutschen usw.. Eine Art Wildwasserrutsche, die durch den Außenbereich führt, begeistert uns auch nach der fünften Runde. Dann geht es rüber zu den anderen Rutschen. Im Anstellbereich wartet man auf seinen Reifen und schaut sich die Fahrten der Vorgänger auf dem Live-Bildschirmen an. Zum Glück müssen wir an diesem Tage nicht lange warten. Die Absperrbänder lassen aber erahnen, dass es hier auch mal zu längeren Wartezeiten kommen kann.

Als wir den 4-er Reifen für die weltweit größte Indoor-Wasserrutsche übergeben bekommen, werden wir direkt vom freundlichen Bademeister angesprochen…er zeigt auf Juna. Sie ist zu jung und zu klein und alles auf einmal und kann daher leider nicht mitrutschen. Den Anderen ist das egal und sie laufen jauchzend weiter. Ich bleibe bei meiner weinenden Tochter und hoffe auf einen späteren Ritt.

Den gibt es später dann auch in allen der drei Highspeedrutschen. Und nach jedem Auftauchen im Landebecken habe ich gedacht: “Puh. Was für eine Abfahrt! Gerade noch einmal gutgegangen!“ Nach längerer Beobachtung des Treibens fällt aber auf, dass jede Fahrt anscheinend gut geht. Als Wasserrutschen-Experte kann ich hier ganz entspannt fünf von fünf Sternen vergeben.

Kaminfeuer. Hauswein und Frühstück ans Bett – die erste Nacht im Resort Hof van Saksen

Nach kurzem Blick auf die Uhrzeit trommeln Rakete und ich die Kinder zusammen. Duschen. Abtrocknen. Anziehen. Wer Haare hat, föhnt sie sich und wir marschieren hungrig nach Hause. Wir bestellen Pizza beim hofeigenen Lieferservice und 20 Minuten später beginnt die große Fütterung. Das Kaminfeuer knistert vor sich hin während Rakete und ich den Willkommenswein köpfen. Die Kinder? Ach ja, Langeweile macht sich breit, denn am diesen Wochenende herrscht Handyverbot. Digital Detox. Echtes Parenting. Um hier mal ein paar Fremdwörter rauszuhauen. „Rakete, ist noch Wein da?“ Wir quatschen ein bisschen und die ersten Gesllschaftsspiele werden angeschlört. Die Kinder gehen irgendwann schlafen und wir köpfen die zweite Begrüßungsflasche.

Am nächsten Morgen klingelt es an der Tür und zwei lustig verkleidete Typen kommen mit einem ordentlichen Radau, jauchzend, lachend und irgendeinen Quatsch auf holländisch rufend ins Haus gestürmt und räumen ohne Ende Frühstücksgedöns auf den Esstisch und verschwinden genau so schnell und aufgeregt, wie sie gekommen sind. Sauber! Wir brauchen nichts machen…nur futtern. Das Frühstück ist okay, der große Anteil an Verpackungen stört uns allerdings alle so sehr, dass wir beschließen, am nächsten Tag das Frühstücksbuffet im Hotelbereich einzunehmen. Das Frühstück muss an der Rezeption angemeldet werden. Da die Kinder heute sowiso Aktivitäten machen wollen, die angemeldet werden müssen und ich am Nachmittag die Wellnessoase erkunden und mir eine Massage vepassen will, ist das gemeinsame Ziel die Rezeption im Hauptgebäude.

Tag 2 im Hof van Saksen: Das volle Programm Familien-Unterhaltung

Gerade als wir loslaufen wollen hören wir eine Art Karnevalsmusik…ein Umzug? Richtig! Jeden vorweihnachtlichen Samstag zieht der Sinterklaas (der holländische Nikolaus) mit ordentlichem TamTam, Kapelle und vielen lustig verkleideten Gestallten, wie z.B. unsere Frühstückslieferanten, durch das Dorf. Die Kinder sind in Richtung Umzug verschwunden und 30 Minuten später mit leuchtenden Augen wieder da.

Der Plan wird fortgesetzt. Eigentlich sind es nur fünf Minuten Fußmarsch zum Hauptgebäude. Die Kinder wollen aber lieber den Umweg über den See nehmen. Ein Floß, auf dem man sich an einem Seil über den See ziehen kann, ist nun das Ziel. Danach geht es zu Fuß am anderen Ufer entlang, vobei an einem Abenteuerspielplatz mit Piratenschiff und Kletterburg. Im Sommer sicherlich der Hammer! Bei diesen Witterungsverhältnissen ziehen wir allerdings Indoor-Aktivitäten vor. Rakete regelt die Angelegenheiten für die Kinder und ich buche mir eine Massage am Nachmittag.

Weiter geht es zum großen Nebengebäude, wo die Aktivitäten für die Kinder stattfinden. Vorbei an einem gut und edel sortierten Supermarkt sind wir nach zehn Minuten am Ziel. Wir betreten das Gebäude und die Gruppe verteilt sich in alle Himmelsrichtungen. Bowlingbahn, Spielautomaten, Fahrzeugverleih, Ausstellungen und Schaukästen erwecken unsere Aufmerksamkeit und reißen unsere kleine Gruppe auseinander. Nachdem wir alle wieder zusammengetrommelt haben, betreten wir den Hauptbereich, suchen uns einen Tisch und richten unser Basislager ein. Die obligatorische Ansage, die wir bereits im Freizeitpark Efteling propagiert hatten, darf natürlich nicht fehlen: „So, wer möchte, kann sich ein Eis holen oder klettern gehen…die Anderen können machen was sie wollen!“ Wir verstehen uns!

Die Kinder sind verschwunden, bevor ich den Satz ausgesprochen habe und Rakete holt erstmal Kaffee. Die Kids kämpfen sich durch die ganzen Angebote: Kletterburg 3.0, Bastelbereich für Groß und Klein, Holz und Stoffe, Malen und Schnippeln, Trampolinanlage, große Brio-Holzeisenbahnanlage, Fußballkäfige und so weiter. Holzeisenbahn…komisches Wort eigentlich. Ein Paradoxon…egal?

Nachdem wir die Kinder nun eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gesehen haben, holen wir uns erst einmal eine Rutsche Heineken bevor ich mich Richtung Wellness verkrümel. Cheers! Ciao! An der Spa-Anmeldung bekomme ich einen Bademantel, Handtücher und Schlappen verpasst. Im Wellnessberich ist kaum was los…perfekt. Verschiedene Saunen, Wasserbecken, Whirlpools und Liegewiesen versetzen mich in eine wohlige Stimmung und ich öddel so durch die Gegend. Der Bereich ist modern, übersichtlich und sauber. Erstmal entspannt Entspannung geniessen…

Zwei Stunden später schlurfe ich im Bademantel zur Massage. Ich werde nett empfangen und entführt. Ööööl, warme Tücher, Säuselmukke und Profihände geben mir den Rest. Besser geht es nicht! Nach der Prozedur kann ich noch liegen bleiben und die nette Stimme flüstert: „Wenn Sie wollen, mache ich Ihnen noch einen Erdbeersmoothie“ „Ja Super! Danke.“ …ich hätte jetzt jede Frage mit „Ja“ beantwortet.

Ich ziehe mich an und gehe wieder zum „Action-Gebäude“ um die Anderen zu treffen. Während die Mädels an der Kletterwand hängen hat Rakete die Jungs zum Bogenschießen geschickt. Alle haben überlebt.

Wir versammeln uns und treten dem Heimweg an. Zuhause angekommen werden schnell alle Badesachen zusammengepackt und sofort geht es wieder los ins Schwimmbad. Arschbombe, Rutschen, Rutschen, Arschbombe usw. Um kurz vor 21:00h bestellen wir uns im schwimmbadeigenen Imbiss alles, was die holländische Friteusenküche so her gibt. Abendessen erledigt.

Danach duschen, anziehen und ab nach Hause. Wir finden uns zügig wieder alle im Wohnzimmer am Kamin ein, spielen ein paar Spiele, quatschen und verkrümeln uns nach und nach alle ins Bett.

Am nächsten Tag ist leider schon Abreise. Vorher allerdings gehen wir in der Hotelanlage frühstücken. Unsere Vermutung bestätigt sich mehr als erwartet: Das Frühstücksbuffet ist der Hammer! Frischer Kaffee, warme Croissants, frisches Rührei oder Omelett nach eigenen Wünschen, Käse usw.. Wir stellen fest, dass wir das gestern hätten besser auch machen sollen und holen die Autos, räumen die gepackten Sachen ein und fahren wieder zum „Action-Gebäude“.

Ach ja, die Autos können zum Be- und Entladen bis an die Häuser gefahren werden, müssen danach aber wieder auf einen der Parkplätze außerhalb des Geländes. Wir parken die Fahrzeuge also abfahrbereit direkt an der „Actionbude“ und die Kinder vergnügen sich nochmals zwei Stunden. Die Halle ist an diesem Sonntag voller als gestern und die Vermtung liegt nah, dass auch Tagesgäste dieses Angebot gerne nutzen. Der Regen ist sicherlich auch ein Grund. Eis, Donut und Abfaht!

Ein Kurzurlaub in Holland – im Resort Hof van Saksen für die ganze Familie ein Volltreffer

Ein war ein tolles Wochenende! Das Angebot ist großartig und ist im Sommer durch die ganzen Outdoor-Möglichkeiten nach umfangreicher. Das Preis-Leistungsverhältniss fühlt sich durchweg stimmig an. Die Ferienanlage ist super organisiert und das Personal unglaublich freundlich und hilfsbereit. Wir bedanken uns bei allen und kommen gerne bald wieder…Rakete, Lisann, Tom, Luis, Juna …und Roman!

Hof van Saksen – Infos und Preise

Drei Nächte im Bauernhaus für vier Personen gibt es ab 329 Euro. Für richtig, richtig große Familien steht ein 24-Personen-Bauernhaus zur Verfügung. Hier kosten drei Nächte dann knapp 3.000 Euro. Je nach Saison und Aufenthaltsdauer lohnt sich auf jeden Fall ein Blick in das umfangreiche Angebot auf der Webseite.

{Für diesen Beitrag wurde uns die Unterkunft zur Verfügung gestellt. Es gäbe keine weiteren Honorar-Vereinbarungen und der Inhalt spiegelt die Meinung der Redaktion wider.}

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