Laut Statistischem Bundesamt lebten im Jahr 2013 rund 16,5 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 20,5 %. Insgesamt sind es mehr als acht Millionen Familien mit Migrationshintergrund, in denen aktuell rund 1,2 Millionen Kinder unter fünf Jahren leben. Die Muttersprache dieser Kinder ist nicht deutsch und dadurch fällt die Orientierung in Kita, Schule und im Alltag schwer. Ein Känguru schafft Abhilfe und setzt auf die frühestmögliche Sprachförderung in der Lebensphase von 18 – 36 Monaten.

Kinder mit nicht-deutscher Herkunftssprache hören zu Hause qualitativ und quantitativ unzureichendes Deutsch. Ein regelgeleitetes Lernen der Sprache, welches komplexes Verstehen und einen kreativen Gebrauch ermöglicht, erfolgt nicht ausreichend. Das Programm ermöglicht den Erwerb der deutschen Sprache als Muttersprache. Dem Kind wird ein qualifizierter, systematisch strukturierter sprachlicher Input angeboten, der es ihm ermöglicht, die Regeln der deutschen Wort- und Satzbildung zu erwerben. Von einem Trainer und in Zusammenarbeit mit den Eltern. Der Verein für frühkindliche Bildung e.V. namens Känguru stellt ein Ausbildungsprogramm für Fachkräfte und Lernmaterial für Einrichtungen und Eltern zur Verfügung. Die Kinder erlernen die Regeln der deutschen Wort- und Satzbildung innerhalb von sechs Monaten, um Sprache kreativ gebrauchen zu können. Durch den frühen Beginn wird die Phase des intuitiven Lernens genutzt. Die Eltern werden intensiv und aktiv einbezogen, um den Kindern somit indirekt beim Deutschlernen zu helfen. Das eigene Interesse der Eltern an der deutschen Sprache hat hierbei eine wichtige Vorbildfunktion für die Kinder.

Die Fenster des intuitiven Lernens schließen sich unwiederbringlich im Alter von fünf bis sechs Jahren.

Die Kinder haben dadurch die Chance, mit Eintritt in den Kindergarten die Umgebungssprache Deutsch nicht als fremd zu erleben. Durch die positiven Erfahrungen während des Lernens in der Gruppe wird ihr Selbstbewusstsein gestärkt, so dass sie sich später leichter als Mitglied der deutsch-sprechenden Kinder erleben und sich leichter sozialisieren. An den Bildungsangeboten der Kita können sie sofort teilhaben und davon profitieren.

Der Kurs wird in lokal etablierten und akzeptierten Einrichtungen durchgeführt, da die Kinder mit Migrationshintergrund in Deutschland in diesem Alter meist nicht institutionell betreut werden. Dies sind Familienzentren, Kindertageseinrichtungen, kommunale Einrichtungen wie „internationale Begegnungsstätten“, Einrichtungen der Caritas oder der Diakonie, interkulturelle Begegnungszentren und andere Einrichtungen, die für Familien mit Migrationshintergrund wichtige Anlaufstellen sind.

Sprachförderung der Kinder

Alle Infos zum Programm und den Bildungsmöglichkeiten findet ihr auf der Webseite des Vereins www.kaenguru-sprache.de. Der Verein freut sich auch bestimmt über ein „gefällt mir“ auf ihrer Facebook-Seite.

Bildquelle: www.facebook.com/KaengurusTagebuch

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