WERBUNG Seit einigen Jahren hält „edukatives Spielzeug“ Einzug in die Kinderzimmer. Meist versprechen sich Eltern davon, Ihren Stöpseln, die gerade erst aufrecht laufen können, schon erste Programmierkenntnisse einzutrichtern und sie so auf die Herausforderungen des Job-Marktes, der sie in 20 Jahren erwartet, vorzubereiten. Wir haben schon einige dieser Produkte ausprobiert, aber keins hat für dauerhaften und wiederkehrenden Spielwert gesorgt und einen festen Platz im täglichen Spiel gefunden. Und wenn ich ehrlich bin, lasse ich mein KiTa-Kind lieber mit Tusche und Papier oder einem Haufen Knete die Kreativität entfalten. Denn auch das halte ich für extrem wichtig.

Non scholae, sed vitae discimus

Mit der Einschulung im Sommer 2018 haben sich die Vorzeichen bei uns allerdings geändert. Denn nicht zuletzt durch den Englischunterricht wird hier schon deutlich, dass die Kinder spielerisch an die Entwicklung ihrer Skills für die Arbeitswelt herangeführt werden. Und jetzt ist es aus meiner Sicht auch der richtige Zeitpunkt, sich mit der Digitalisierung im Kinderzimmer zu befassen. Dazu ist aber zwingend mehr nötig, als ein paar bunte Klötze in eine Reihe zu setzen, um im Anschluss ein Spielgerät zu bewegen. Denn die Welt ist deutlich komplexer. Und Kinder mit sechs Jahren sind durchaus in der Lage, umfangreiche Aufgabenstellungen zu bearbeiten.

Dash von Wonder Workshop

Und warum erzähle ich Euch das alles? Weil wir seit ein paar Wochen den kleinen Roboter DASH von der Firma Wonder Workshop zuhause haben. Und der bringt nicht nur Papa und Tochter mächtig Spaß, sondern bedient auch genau die Sinne und Gehirnwindungen, die wir mit so einem Teil ansprechen wollen. Daher stellen wir Euch den kleinen Roboter heute mal etwas umfangreicher vor. Schließlich ist bald Weihnachten…

Technik aus dem Valley

Gründer der Firma Wonder Workshop ist Vikas Gupta, ein Internet-Unternehmer mit zwanzig Jahren Berufserfahrung, unter anderem bei Amazon und Google. Sein Anspruch beim Start der Firma war, das Coding und das Erlernen von Programmierung möglichst einfach und spielerisch für Kinder erlebbar zu machen. Das Ergebnis sind die drei ziemlich ausgefeilten Roboter DASH, CUE und DOT mit einer Vielzahl an Spielmöglichkeiten. Allerdings hat das auch seinen Preis: der DASH ist aktuell für etwas über 170 EUR zu haben und kann mit Zubehör auch noch erweitert werden. Wir checken mal, ob sich das denn lohnt…

Das Setup ist easy: Dash auspacken, einschalten, die passende APP für Android oder iOS downloaden und den türkisen Kerl verbinden. Fertig. Aber eins sei an dieser Stelle schon angemerkt: ein sechsjähriges Kind benötigt einen Erwachsenen in der Nähe, um die ersten Gehversuche mit dem DASH zu unternehmen. Und man selbst muss sich auch erstmal etwas einfuchsen, denn es gibt fünf APPs mit unterschiedlichen Inhalten und Techniken, um mit DASH zu interagieren. 

Coding für Erstklässler

Was ich gleich zu Anfang gelernt habe und als Ansatz supergut finde: es geht nicht primär um das Spielen mit dem DASH, sondern um die Programmierung. Der Roboter dient lediglich als Indikator, ob man alles richtig gemacht hat. Das ist aus meiner Sicht ein guter Ansatz. Und übrigens soll der DASH Mädchen und Jungs gleichermaßen begeistern. Dazu wurden extra z.B. die Räder  versteckt, denn das ist für viele Kunden ein Indiz für Jungs-Spielzeug. Verrückt…

Exkurs: Geschlechterklischees in Deutschland

Wonder Workshop wollte mal selbst abchecken, ob es beim Spielzeug für 6 bis 13-jährige Kinder immer noch den Gender-Wahnsinn gibt. Und die Ergebnisse sind besorgniserregend, denn es hat sich bestätigt, „…dass Kinder durch verschiedene Einflüsse (seien es Eltern, Altersgenossen oder die Werbung) im jungen Alter schon auf die Unterschiede zwischen den Geschlechtern gepolt werden und somit auch unterbewusst einschätzen, was sie in Abhängigkeit von ihrem Geschlecht können/nicht können und dürfen/nicht dürfen. Dies schränkt Kinder ein und verwehrt ihnen die Möglichkeit, ihre Potenziale voll auszuschöpfen. Weitreichende Konsequenzen sind die Folge – von einer veränderten Selbstwahrnehmung von Mädchen, Frauenmangel in technischen Berufen über den Gender Pay Gap von 21% bis hin zu Depressionen bei Jungen…“

Sicherlich kann der DASH diesen Zustand nicht allein ändern, aber immerhin kann er Mädchen und Jungs gleichermaßen an den Spaß der Programmierung heranführen. Laut Studie haben sich die Gender-Klischees in den letzten 10 bis 20 Jahren verstärkt. Und das können wir gerade bei Mode und Spielzeug durchaus feststellen. Bei Mädels glitzert und blinkt es, bei Jungs geht es dezenter und technischer zu. Wir würden es sehr begrüßen, wenn rosa und hellblau einfach nur eine Farbvorliebe ist und keine Schublade. Daher gehe ich mit meiner Tochter auch zum FC St. Pauli oder auf die Kartbahn. Und sie findet es ganz großartig…

Licht aus, Dash an!

Wir starten die App „Wonder für Dash & Dot Roboter“ und entscheiden uns auf der Startseite für die „Roboter Saga“. Das ist eine Art Kampagne, um durch Tutorials durch die Möglichkeiten von DASH geführt zu werden und alles gleich selbst nachzubauen. Und schon nach wenigen Klicks zeigt sich, wie komplex selbst die Programmierung aus dem Baukasten ist. Denn es sind kniffelige Aufgaben dabei, bei denen wir uns sogar gemeinsam etwas schwertun. Aber auch Entwickler stehen ja manchmal vor wirklich schwierigen Aufgaben… und am Ende haben wir es hinbekommen.

Mit der Roboter Saga kann man sich also entspannt vorarbeiten. Aber interessant wird es, wenn man sich für den DASH kleine Aufgaben im täglichen Leben sucht und versucht, dafür die Lösung zu programmieren. Darauf kommt meine Tochter noch nicht allein, aber wir zusammen haben schon ein paar lustige Abfolgen entwickelt. Ich überlasse ihr die Entscheidung, wann sie mit DASH spielen möchte. So wechseln sich längere Pausen mit intensiven Spielphasen ab. Begeistern tut er sie aber schon recht lange und immer wieder aufs Neue.

Fazit zum DASH von Wonder Workshop

Wenn man sich so ein Spielzeug wie den DASH für gut 175 Euro zulegt, dann erwartet man davon langanhaltenden Spielspaß und einen wirklichen Mehrwert. Beides können wir bestätigen. Der hochwertige Roboter mit den vielen Funktionen führt spielerisch an die komplexe Programmierung heran. Und es hat sich auch bewahrheitet, dass die Hauptarbeit am Tablet oder Smartphone stattfindet und der DASH am Ende nur die Kontrollinstanz für den richtigen Code darstellt. Wir sind begeistert und werden immer wieder gemeinsam Programmieren. Und mal sehen, vielleicht steigen wir dann in einigen Jahren auf den CUE um.

[Kooperation mit Wonder Workshop: Der Roboter DASH wurde uns für den Test dauerhaft zur Verfügung gestellt. Weitere Leistungen oder eine Bezahlung gab es nicht.]

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