11230938 1479442345692408 1158649009312640785 o

DADDYStyle: Bollerwagen & 2 Custom-Bikes für die Kids

Das wir durchaus mal gelesen werden, bestätigt diese Story von Markus, der uns kontaktiert hat und zeigt, wo der Frosch in Sachen Kinderfuhrpark und Bollerwagen die Locken hat. Der 40 Jahre alte Vater von Zwillingen ist Diplomingenieur für Mechatronik und als Entwicklungsingenieur in der Automobilindustrie tätig. Und er hat seinen beiden Jungs mal etwas gebaut. Weil er es kann und weil er leidenschaftlicher Tüftler ist. Dass es etwas „Spezielles“ sein soll, ist für den Schrauber ganz normal. In seiner Freizeit werkelt er an seinem VW 1600 (Baujahr ´71) mit Porsche-Triebwerk und satten 250 PS oder am Golf I (Baujahr ´83) mit TDI-Technik. Wir haben mal ein paar Fragen gestellt und präsentieren Euch mit Bollerwagen und zwei lässigen Bikes den Fuhrpark der beiden dreijährigen Jungs.

Der Fuhrpark macht wirklich neidisch! Wie bist Du auf die Idee gekommen?

Bis zum Bau des Bollerwagen haben wir zum Transport der Jungs einen herkömmlichen Zwillingskinderwagen genutzt. Mit zunehmenden Alter versucht man natürlich auch ohne diesen klar zukommen. Einen herkömmlichen Bollerwagen hätten wir auch vermutlich nie angeschafft, da dies in unserem Fall nicht wirklich notwendig erschien. Bei einem coolen Fahrgerät für die Beiden sieht die Sache bei mir jedoch schon ganz anders aus. Zum Eigenbau kam ich dabei aus der Kombination, dass der Markt nicht wirklich etwas Passendes bereit hielt und ich das „Schrauben“ als geliebtes Hobby zelebriere.

Noch ist nicht zu erkennen, dass hier ein Bollerwagen entsteht...

Wie startet man solch ein Projekt?

Wie auch bei den PKW war mir von Anfang an klar, dass die Coolness mit den Rädern steht und fällt. Daher waren Kart-Räder rasch als die erste Wahl fix. Beim Chassis musste was Klassisches her: Hot Rod ist das Stichwort. Bis auf die Räder sind nahezu sämtliche Teile aus Grundwerkstoffen (Metall & Holz) in Eigenregie entstanden, da die Suche nach Teilen, die man für das Projekt missbrauchen hätte können, erfolglos war. Für die Lackierung vom Bollerwagen musste ich mich dann nur noch zwischen diversen selbst kreierten Ideen entscheiden.

Die mit zwei Handgriffen entfernbaren Sitze habe ich nachträglich zum besseren Halt der Insassen gebaut. Zudem haben die daran befindlichen Gurte die beiden Rennfahrer anfangs davon abgehalten, während der Fahrt auszusteigen. Diese Ambitionen haben die Beiden aber schnell abgelegt, was das Anschnallen nicht weiter erforderlich machte. Durch das Herausnehmen der Sitze können auch mal z.B. die Badesachen etc. in dem Wagen transportiert werden.

Die Kinder dürfen Probesitzen

Bollerwagen ja. Aber Custom-Bikes?

Bei den Bikes entstand die Entscheidung für den Bau aus der Notwendigkeit, dass Laufräder angeschafft werden sollten und der positiven Resonanz auf den Rod durch die Kinder, meiner Frau und eigentlich dem gesamten Umfeld. Zwar gibt es in diesem Segment schon eher individuelle Produkte, diese waren für mich dann doch nur eine Alternative, die ich nicht wirklich wollte.
Die in der Motorradszene recht beliebte Caferacer-Optik gefiel mir recht gut und so war klar, wie die Laufräder auszusehen haben. Als Grundlage habe ich mir zwar günstig zwei gebrauchte Kinderfahrräder organisiert, was jedoch nur den Hintergrund hatte, dass neue Fahrradräder teurer gewesen wären und ich Teile, wie z.B. das Tretlager auch weiterverwenden wollte.

Kinderbikes homemade...

Die Rahmen mussten aus Gründen der Optik nahezu vollständig neu entstehen. Das gilt ebenfalls für die Vorderradgabel. Ein „normaler“ Fahrradsattel passte auch nicht zu dem Konzept. So habe ich mal schnell zwei kleine Sitzbänke gebaut und beledert. Um auch „StVO-konform“ unterwegs zu sein, erhielten die Räder eine Beleuchtung, welche aus einem hinter einem Gitter liegenden gelblichen Scheinwerfer vorn und eine superhelle Blink-LED hinten besteht. Die Akkus dafür befinden sich im Motorengehäuse. Damit sich der Aufwand für die Bikes auch lohnt, sind diese durch den Verbau eines Tretlagers zum Fahrrad aufrüst- und somit etwas länger nutzbar.

Ein lässiger Outdoor-Flitzer für Kinder

Ist klar. Und der Trailer?

Für den Fall, dass die beiden Biker beim fahren müde werden und lieber im Bollerwagen sitzend gezogen werden möchten, habe ich noch einen zusammenklappbaren Trailer entworfen, der für diesen Fall die Laufräder aufnimmt. Die Anhängerkupplung am Rod ist versenkbar ausgeführt. Der Rod war zuerst da, dann kamen die Bikes und dann der Trailer zum Transport der Bikes hinter dem Rod. Der Anhänger lässt sich mit drei Handgriffen zusammenklappen, so dass er im leeren Rod Platz findet. Da sich das Ganze zu einer Art Sucht entwickelt hat, steht bereits das nächste Projekt in den Startlöchern bzw. in der Fertigungsphase: Trettraktoren, die ebenfalls zur Individualisierung dienen sollen und interessante technische Gimmick’s enthalten.

Was für ein Set: Bollerwagen und Kinderbikes

Vielen Dank für die Schilderung Deines kleinen Freizeitprojektes, Markus. Wir haben da auch schon eine Idee, wie wir Dich ganz unvoreingenommen für unsere Zwecke missbrauchen können. Liebe Leser, macht Euch auf etwas gefasst! Und natürlich werden wir über die Traktoren berichten. So, ich muss kurz weinen. Wie gerne hätte ich diese Gabe – und so einen Bollerwagen für meinen Sohn. Oder den Vatertag

Auch wenn er sich wahrscheinlich vor Anfragen nicht wird retten können – BESUCHT seine Facebook-Seite „Rodzgoeren“! Ein „gefällt mir“ hat er mindestens verdient.