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VäterkramBücher für VäterBuchtipp: „Väter sind was Wunderbares...“ – Interview mit Autor Alexander Bayer

Buchtipp: „Väter sind was Wunderbares…“ – Interview mit Autor Alexander Bayer

Wir weisen ja immer wieder darauf hin, dass eure Kinder lesen sollten. Aber was für die kleinen Stöpsel gut ist, kann euch selbst auch nicht schaden. Es gibt eine Vielzahl toller Bücher für Väter. Neu im Regal steht das Werk „Väter sind was Wunderbares, das muss man den Müttern nur immer wieder sagen“ von Alexander Bayer. Und so lustig wie der Titel ist auch das ganze Werk. Eine kurzweilige und sehr lustige Geschichte von dem Dreifachpapa aus Koblenz. Wir stellen euch das Buch und natürlich auch den Autor in einem umfangreichen Interview vor.

 Als Redakteur eines Magazins wie Daddylicious lernt man schnell, in Interviews möglichst offene Fragen zu stellen, damit die Antworten über das Ja-Nein-Vielleicht-Spiel hinausgehen. Bei Alexander Bayer war das aber gar nicht nötig, denn zu unseren knackigen Fragen sprudelte es förmlich aus ihm heraus. Ein weiterer Beweis seines Wortwitzes und seiner Kreativität – und für euch die erste Leseprobe seines Humors. Der frühere Postillon-Autor hat derzeit beruflich verschiedene Bälle in der Luft und dann ja auch noch drei Kinder zu betreuen.

Wie sich das mit dem Nachwuchs für ihn angefühlt hat, wie sich das Familienleben verändert hat und wie sein Verständnis der Vaterrolle aussieht, dass hat er auf den 208 Seiten zusammengefasst, die im Oktober 2023 im Knaur Verlag erschienen sind.

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Happy Daddy

Unser Interview mit Alexander Bayer

1. Moin Alexander, Du bist Autor und Satiriker. Was sollten wir noch von Dir wissen?

Moin Kai! Außerdem bin ich 42 Jahre alt, verheiratet und habe drei Söhne im Alter von vier bis zehn Jahren. Ich habe knapp zehn Jahre lang für die Satireseite „Der Postillon“ geschrieben und Videos produziert und bin seit 2023 unter anderem mit eigenen Comedy-Kanälen und Büchern selbständig.

Vor der kapitalistischen Übernahme durch den Monopolisten betrieb ich eine eigene Satireseite, studierte Computervisualistik und Lehramt (Germanistik/Philosophie) und jobbte als Nachhilfelehrer, hinter der Theke (Punk-Kneipe) und als Disponent in der Taxizentrale. In den einsamen Nachtschichten dort habe ich die Lücken zwischen den eingehenden meist betrunkenen Anrufen genutzt, um meine Schreibfähigkeiten zu trainieren. So schrieb ich mehrere Jahre lang neben Jobs und Studium quasi für lau und verdiente damals damit monatlich nicht mehr als 50 Cent. Irgendwann wurde es dann aber deutlich mehr und ich wurde schnell von der Hauptkonkurrenz eingesackt. 

Vor meiner Studienzeit habe ich meinen Grundwehrdienst abgeleistet, davor Abitur und davor irgendwann die Geburt.

Als Hobbys spiele ich Gitarre und fotografiere. Hauptsächlich auf Film, aber auch mit modernen Kameras. Bei drei Kindern muss man ja schnell sein. Außerdem bin ich seit über 20 Jahren im Billardverein, wobei ich in der letzten Zeit nicht mehr dazu komme, Turniere oder Liga zu spielen. Aber spätestens, wenn mein erstes Kind ausgezogen ist, bin ich wieder aktiv dabei.

2. Du hast gerade ein Buch für Väter veröffentlicht. Lesen Papas denn überhaupt? Oder spekulierst du auf die Mamas, die das verschenken?

Nein, Papas lesen leider so gut wie gar nicht, zumindest keine Belletristik und/oder Unterhaltungsliteratur (natürlich gibt es auch hier Ausnahmen). Daher mein sportlicher Versuch, sie durch männerfreundliche Sprache und viel guten Humor in die frauendominierte Buchwelt hinein zu führen. Ich habe noch immer die Hoffnung, dass es funktionieren könnte. Aktuell etwa habe ich auf einer Online-Plattform eine Leserunde laufen, in der mein Buch an interessierte Bewerberinnen verteilt wurde und nun etappenweise gelesen und diskutiert wird.

Auch dort waren es mit überwältigender Mehrheit Frauen, die sich für die Lektüre beworben hatten. Eine hat allerdings bereits erstaunt mitgeteilt, dass sie beim nach Hause kommen ihren Mann dabei erwischt hat, wie er heimlich mein Buch las, es dann aber ertappt aus dem Fenster warf und sich schnell furzend ein Bier aus dem Kühlschrank zog, um vor seiner Frau nicht als lesendes Weichei zu gelten. Ich verbuche das schon mal als ersten Erfolg.

Aber ja, natürlich liegt meine primäre Hoffnung auf Buchliebhaberinnen, die ausreichend Durchsetzungswillen besitzen, ihre Partner unter Androhung von Bratwurstentzug zum Lesen meines Buches zu zwingen. Ich setze da also ganz auf Sie, liebe Damen!

3. Der Titel lautet „Väter sind was Wunderbares“. Worum handelt es sich genau? Deine persönliche Geschichte oder ist es ein Ratgeber? Wer sollte es lesen?

Mein Buch – der komplette Titel lautet „Väter sind was Wunderbares, das muss man den Müttern nur immer wieder sagen“ – hat im wesentlichen drei Hauptziele: Ich möchte, wie oben erwähnt, versuchen, auch Männer zur Zielgruppe von Unterhaltungsliteratur zu bewegen.

Ich habe viele Pflichtthemen wie Schwangerschaft, Geburt, aber auch Krankheiten, Schulen, Kitas, Angeben mit Kindern, Großeltern, aber auch viele andere mit viel Humor und Wiedererkennungswert aufgearbeitet und hoffe, damit Milliarden Deutsche (Schweizer und Österreicher sind auch gern eingeladen) zum Lachen zu bringen. Das ist mein zweites und möglicherweise sogar mein Hauptziel, auch wenn dieses Buch in Buchhandlungen eher in der Ratgeber-Ecke steht.

Aber ja – und das ist die dritte Intention – natürlich möchte ich junge oder werdende Väter an meiner Erfahrung teilhaben lassen. Ich pachte das absolute Vaterwissen damit nicht für mich und auch ist mein Buch keine wissenschaftliche Arbeit, aber immerhin ein Erfahrungsfundus eines langjährigen Vaters. Vielleicht hilft es ja jemandem, sich auf die herausfordernde Aufgabe besser vorzubereiten oder wenigstens zu erkennen, dass man selbst mit drei Kindern, Ehefrau, Job und unaufgeräumter Garage nicht zwangsläufig untergehen muss und seinen Humor trotz aller Anstrengungen beibehält.

Dass auch Mütter (hauptsächlich über Vaterverfehlungen), Großeltern, Tanten, Onkel aber auch alle anderen, die Kinder schon mal gesehen haben und gerne lustige Bücher lesen, darüber lachen können, freut mich umso mehr.

Eine echte Biografie ist es nicht, ich habe mir natürlich hier und da künstlerische Freiheit erlaubt. Aber zu großen Teilen ist das schon meine persönliche Story in insgesamt 44 Unterkapiteln. Ganz am Ende gibt es noch eine kleine stilistische Überraschung, über die ich sehr froh bin, dass der Verlag sie drin gelassen hat.

4. Aufgrund deiner Vita sollte es beim Lesen einiges zum Schmunzeln geben, oder?

Ja, das Buch finde ich persönlich sehr lustig. Mir war es wichtig, keine Klischees zu bedienen und selbst bei durchgenudelten Themen neue Gag-Ansätze zu überlegen, was bei einer hohen Witze-Frequenz herausfordernder war als gedacht. Zumindest bei einem solch langen zusammenhängenden Text. Bis dahin war ich es ja gewohnt, kurze Artikel oder maximal mal ein Drehbuch für ein 15-minütiges Video zu schreiben. Da wusste man nach Jahren schon instinktiv, an welche Stelle eine Information, an welche ein dramaturgischer Dreh und an welche ein guter Gag gehört. Das ist bei einem Buch eine völlig andere Herangehensweise, die ich – will man meinen Testlesern glauben – aber vermutlich gemeistert habe und ich daher hoffentlich viele Menschen damit amüsieren darf.

Ein Roman funktioniert da noch einmal anders als ein episodengebundenes Sachbuch, aber das werde ich spätestens im kommenden Jahr genauer herausfinden. Aktuell schreibe ich noch an einem humorvollen Kinderbuch für Acht- bis Zwölfjährige, das, wenn alles klappt, der erste Band eine Reihe sein wird, und gehe damit schon bald auf Verlagssuche.

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Alexanders Kamerasammlung. Oder zumindest Teile davon

5. Du bist ja dreifacher Vater. Wieviel Humor brauchst Du für dein Familienleben?

Tatsächlich nicht mehr als in sonstigen Lebenslagen, glaube ich. Wir – meine Frau und ich – haben im Alltag schon immer viele Witze gemacht, besonders zu unserer Kennenlernzeit (da will man ja immer beeindrucken). Daher hat sich vermutlich an der Anzahl der Witze gar nicht so viel geändert. An der Qualität hingegen schon, denn die Gags, die ich heute am Essenstisch raushaue, sind wesentlich kindgerechter als früher. Wobei ich aber auch sagen muss, dass unsere Söhne schon jetzt ziemlich lustig sind und uns immer wieder zum lachen bringen. Kleine Kinder imitieren ihre Eltern nun mal in nahezu allem. Was man ihnen mündlich aufträgt, wird selten umgesetzt, aber was man aktiv vorlebt, ganz bestimmt.

Natürlich sind wir nicht den ganzen Tag damit beschäftigt, Witzchen zu reißen. Wir sind eine ganz normale Familie, die auch genügend ernste und gewöhnliche Dinge bespricht. Aber die alltägliche Arbeit – und ich mache den Satiriker-Job jetzt schon seit gut 13 Jahren – prägt eben nicht nur einen selbst. Zumindest wollen aktuell zwei meiner Söhne bereits Autor werden, ohne, dass ich jemals darauf bestanden oder dies gar in irgend einer Weise empfohlen hätte. Denn im Gegensatz zu etwa den USA hat unser Berufsfeld hierzulande nicht die einfachste Stellung. Da ist es, Arzt, Anwalt, Lehrer oder festangestellter Wespenzüchter zu sein, sicherlich wesentlich stressfreier als freiberuflicher Autor.

6. Ihr wohnt in Koblenz. Wie familienfreundlich geht es dort zu und was macht es dort lebenswert?

Nicht ganz so familienfreundlich wie in Phantasialand, aber doch schon sehr. Die Mieten sind zeitgemäß hoch, aber nicht so ausgeflippt wie in anderen Ballungsgebieten. Es gibt ausreichend Kitas und Schulen und viele Ausflugziele wie Festung, Tierpark, und viele gute Spielplätze, auch bei uns in der Nähe. Unsere Kinder haben glücklicherweise viel Bedürfnis nach Natur, die es hier mit Flüssen (Mosel und Rhein) und angrenzenden Wäldern zuhauf gibt. Außerdem bietet Koblenz einen Trampolinpark, ein Bowlingcenter, ein Billardverein (natürlich noch viele andere tolle Vereine) und ausreichend Spaziermöglichkeiten.

Ein Spaßbad wäre noch super oder ein ganztägiger Babysitter-Dienst für Homeoffice-Väter. Optimal wäre es noch, wenn meine Eltern (sie wohnen über 200 Kilometer von uns entfernt) noch in der Nähe leben würden. Das würde unseren Kindern sehr gefallen, aber auch uns Eltern ein wenig entlasten.

Autor Alexander Bayer
Autor Alexander Bayer

7. Du hast lange für den Postillon geschrieben, ich bin etwas ehrfürchtig. Fass deine aktuelle Situation doch mal in einer dazu passenden Headline zusammen.

Weil er nicht mehr für den Postillon schreibt: Mann kann sich endlich wieder auf Humor konzentrieren

(Da fehlt jetzt die Postillon-typische Pointe. Aber dafür ist es wahr.)

8. Du bist auch schauspielerisch unterwegs und hast auch TikTok für Dich entdeckt. Was gibt es da von Dir zu sehen?

Ich drehe hauptsächlich Sketche zu allen möglichen Themen, die ich für relevant halte. Das kann Beziehung, Freundschaft, Familie, Arbeitskollegen, Bürokratie aber auch etwas Unkonventionelles wie Fundbüro oder Zeckenentfernung sein.

Die Freude am Schauspiel entdeckte ich, als ich bemerkte, dass es mir besonders Spaß machte, meinen Kindern mit Intonation und verteilten Stimmrollen vorzulesen. Damals arbeitete ich schon seit sechs, sieben Jahren beim Postillon als Redakteur, Autor und in der Videoproduktion, in der wir hauptsächlich bereits vorhandene Artikel und Texte verskripteten, abdrehten und ich sie später zusammenschnitt und mit Ton, Texten, Bildern und Effekten versah.

Also begann ich, Ideen und Videoformate zu überlegen, die ich auch selbst einsprechen, bwz. bespielen wollte. Ich reichte Pilotfolgen zu Formaten wie „Postillon Kultur“ und „Postillon im Gespräch“ ein, die alle gesendet wurden, und schrieb Drehbücher für die 12-teilige Webserie „Das Neubert-Experiment“, in der ich hin und wieder auch Gastrollen übernahm. Zu Social Media habe ich mir damals gar keine Gedanken gemacht, denn dafür hatten wir einen eigenen Mitarbeiter.

In diesem Jahr habe ich neben meinen Buchprojekten zum Jahresbeginn eigene Social-Media-Kanäle eröffnet und diese regelmäßig mit Sketchen bespielt. Zu finden auf TikTok, Facebook, youTube und Instagram.

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Bewegtbild und witzig kann Alexander auch

9. Du bist ein Mann der Medien. Wie führst Du deine Kinder an den digitalen Wahnsinn heran?

Das ist tatsächlich eine Frage, die mir immer wieder durch den Kopf geistert und für die ich versuche, eine adäquate Lösung zu finden. Denn ausgerechnet unsere Generation, die quasi analog aufgewachsen ist (ich hatte mein erstes Handy erst mit 17 und war im Freundeskreis einer der ersten damit), muss ja jetzt überlegen, wie man seine Kinder an solche Geräte, und vor allem alles, was man damit empfangen und versenden kann, heranführt, ohne auf Eigenempirie zurückgreifen zu können.

Mein ältester Sohn hat dieses Jahr die weiterführende Schule begonnen und bekommt jetzt in den kommenden Wochen sein erstes Smartphone. Wir halten unseren Sohn für sehr vernünftig, aber dennoch ist und bleibt er noch für mehrere Jahre ein Heranwachsender, der schon bald damit beginnen wird, das meiste, was seine Eltern von sich geben, doof zu finden.

Was also ist unsere Strategie? Wir stellen ihm ein solches Gerät zur Eigenverantwortung zur Verfügung und werden beobachten, analysieren, reflektieren und schrittweise die Nutzung, falls nötig, anpassen, ihn über Gefahren aufklären (dabei muss man geschickt vorgehen, um nicht „verbotene Früchte“ zu generieren) und ein bisschen hoffen. Denn stalken wollen wir die Kinder ja nicht und überall dabei sein, ist auch unmöglich.

Übrigens dürfen auch meine Kinder, auch wenn ich gewissenhaft auf meinen Content achte, nur Teile meiner Videos sehen und aktuell auch nur Teile meines Buches lesen. Aber spätestens, wenn ihre Klassenkameraden sie auf die „peinlichen Sketche“ ihres Vaters ansprechen werden, ist jegliche elterliche Heimlichtuerei dazu aufgehoben.

10. Und bei drei Kindern stellt sich die Frage: Was habt ihr für ein Familienauto und was hört ihr darin, wenn ihr unterwegs seid?

Wir fahren einen VW Passat, den wir uns mit weniger als drei Kindern zugelegt haben. Wir haben immer wieder erwogen, uns innenraumtechnisch zu vergrößern, sind bisher aber dabei geblieben. Zum einen würde das Genöle der Kinder auf langen Autofahrten dadurch nicht leiser werden (durch mehr Raumhall vielleicht sogar noch schlimmer) und zum anderen haben alle (wir nutzen zwei vollwertige Kindersitze und ein Sitzbänkchen) ausreichend und gemütlich Platz für sich selbst, für Essen, Kissen, Kuscheltiere, Spielkarten und für ein Tablet. Selbst wenn wir voll besetzt und weit fahren. Eine große Dachkiste war natürlich ein Pflichtkauf, um auch für längere Urlaube gewappnet zu sein.

Unterwegs hören unsere Kinder Musik oder Hörspiele. Da war von der Pippi-Langstrumpf-Liedersammlung und Willy-Astor-Hits über Alf bis Helge Schneider schon alles dabei. Da es mittlerweile immer schwieriger wird, für alle drei Söhne unterschiedlichen Alters etwas Einheitliches zum Hören zu finden, kam es schon vereinzelt vor, dass der Große seinen eigenen Kram (meist was Abenteuerliches oder Wissensvermittelndes) über Kopfhörer hören durfte.

Meine Frau und ich unterhalten uns auf langen Autofahrten entweder gegenseitig oder hören amüsiert dem Kindergemecker zu. Manchmal tippe ich mit meiner rechten Hand im Takt auf dem Schaltknauf dazu herum. Wir sind beim Autofahren jedenfalls meistens alle entspannt und genießen den Trip. Außer auf der A1 in Richtung Dortmund ab kurz vor Köln. Dort geht es seit Jahren nur noch schleppend voran und wir müssen alle 12 Sekunden die Frage beantworten, wann wir denn endlich da sind.

Lieber Alexander, ganz vielen lieben Dank für diese umfangreichen und persönlichen Antworten. Wer dein Buch jetzt immer noch nicht kauft, ist wahrscheinlich gar kein Papa. Wir wünschen Dir viele begeisterte Leser:innen und uns wünschen wir, in Zukunft noch viel von Dir zu lesen. Grüße nach Koblenz und auch ganz liebe Grüße an deine Frau. Ist bestimmt auch nicht immer easy mit vier Jungs im Haus. Ich weiß das, ich habe zwei Brüder 😉

Kai Bösel
Kai Bösel
Kai Bösel ist Patchwork-Dad von drei Kindern, die eigene Tochter Mika ist im April 2012 geboren. Der Hamburger ist Online-Publisher und betreibt neben Daddylicious auch das "NOT TOO OLD magazin" inklusive Podcast. Außerdem schreibt er für ein paar Zeitschriften und Magazine und hilft Kunden und Agenturen als Freelance Consultant. Nach dem Job entspannt er beim Laufen oder Golf.

1 Kommentar

  1. …. Ich lese sehr gerne und viel, lese täglich; halte mich gerne in Buchhandlungen auf, stöbere herum und eile nach Hause mit einem neuen Buch. Zugegeben, nicht jedes Buch finde ich fesselnd oder irgendwie interessant. Aber letzte Woche gelang mir ein Volltreffer:
    VÄTER SIND WAS WUNDERBARES…Insiderbericht von der Windelfront.
    Als dreifache Mutter erfreue ich mich derzeit meiner sechs Enkel und denke so oft: ach wie gut, dass ich das Vergnügen habe, Verantwortung und Spaß in kleinen Päckchen. Die Väter und Mütter müssen immer, 24 Stunden ohne nennenswerte Pause, wie schaffen die das bloß?
    Alexander Bayer hat mich von der ersten Seite seines Buches überzeugt: der Familienwahnsinn funktioniert mit Humor! Ich habe Tränen gelacht, viele Erinnerungen wurden lebendig, denn was Bayer hier sehr witzig erzählt, dass haben mein Mann und ich vor 40 Jahren selbst erlebt. Déja vu.
    Mit feiner Ironie, sicherlich auch mit wohl dosierter Übertreibung erzählt der Antiheld vordergründig Banales aus einem straff organisierten Familienalltag inclusive der Großeltern. Die Liebe zu seinen einzigartigen Kindern und zu seiner klugen Frau ist offensichtlich und macht die Lektüre zu einem ganz besonderen Lesevergnügen.
    Dieses Buch empfehle ich allen jungen Eltern, die nicht nur über andere, sondern auch gerne mal über sich selbst lachen.
    Die kurzen Kapitel ermöglichen auch das Lesen mal schnell zwischendurch, obwohl gerade mal wieder ein Kind ein sehr dringendes Bedürfnis hat…

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