Ihr werdet Papa oder seid es gerade geworden? Dann erst einmal unseren herzlichen Glückwunsch. Wenn ihr bisher geglaubt habt, das Upgrade bei Tony Hawk, Fifa 14 oder Gran Turismo auf Eurer Konsole ist das Maß aller Dinge – dann nochmals herzlichen Glückwunsch zum besten Upgrade des Lebens. Ihr werdet Euch ebenfalls die Nächte um die Ohren schlagen, ihr tauscht nur Controller gegen Nuckelflasche. Ihr werdet ebenso Erfolgserlebnisse feiern – in Sachen Wickeltechnik statt Wertungspunkte. Hier sind zehn Dinge, die ihr tun müsst. Auf ins nächste Level!

1. Verkauft Eure Spielekonsole, denn ihr werdet diese mind. zehn Jahre nicht mehr benötigen. Und dann ist sie nichts mehr Wert.

2. Für alle werdenden Daddies: Spielt noch so lange wie möglich. Trefft Euch mit Freunden. Trinkt Bier.

3. Werdet Euch der neuen Rolle bewusst. Macht einen Cut (also gedanklich), denn jetzt zählt die Familie. Das soll jetzt nicht heißen, dass das süße Leben vorbei ist. Aber die Jungs-Abende werden seltener, die Wochenenden familienorientierter.

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4. Nehmt Euch trotzdem die Zeit für Zerstreuung, denn gerade die ersten Monate können anstrengend werden. Da macht ein abendlicher „Tapetenwechsel“ durchaus Sinn, um auch mal Themen zu besprechen, die nichts mit Windel, Popo, Brei, Milch, Bäuerchen oder Erbrochenem zu tun haben.

5. Besucht einen Erste-Hilfe-Kurs für Neugeborene. Und nehmt Eure Frau mit. Denn das kann und wird Leben retten, wenn es zu einem Ernstfall kommt. Wenn das Kind beispielsweise etwas verschluckt und Atemnot bekommt, dann reicht es nicht, den Notarzt zu rufen und dem Kind über die Stirn zu streicheln. Ihr habt dann 60 Sekunden, um zu handeln. Wisst ihr, was zu tun ist?

6. Ja, besucht auch einen Geburtsvorbereitungskurs. Wenn wir der Sache auch etwas kritisch gegenüberstehen, hat so ein Termin für Mama und Papa durchaus etwas nützliches, um sich auf die Geburt vorzubereiten.

7. Nehmt Euch ab der Geburt entsprechend Urlaub. Mindestens zwei Wochen. Verplempert aber nicht Eure Elternzeit gerade zu Beginn, denn die ersten Wochen spielt nur die Mama erste Geige. Das ist anstrengend, aber nun mal biologisch so vorgegeben. Trotzdem müsst ihr unterstützen, was das Zeug hält. Da ihr eh auf Wolke Sieben schwebt, schüttelt ihr so einen Arbeitstag aus dem Handgelenk. Wir empfehlen eine Elternzeit für Daddies ab dem fünften bis sechsten Monat, denn dann geht es mit der Interaktion und der sozialen Bindung los. Und dann, wenn Mama die ersten fünf Monate geschafft hat, dann freut sie sich um so mehr, wenn der Vater ihr Zeit für Regeneration verschafft. Wie gesagt soll das nicht heißen, dass ihr Euch in den ersten fünf Monaten mit der Spielekonsole verdrückt. Verkauft sie!

8. Informiert Euch im Vorfeld so gut es geht. Denn nichts ist unvorteilhafter, als auf Fragen des Partners keine Antwort zu haben. Okay, manchmal hat der werdende Vater keine Antwort parat. Aber bemüht Euch wenigstens. Zeigt Interesse zum Beispiel über den Entwicklungsstand des ungeborenen Kindes. Was passiert in der 8. Woche? Was passiert in der 9. Woche? Und so weiter. Und so weiter. Kauft Euch ein Buch, zum Beispiel Babyjahre von Remo H. Largo und lest es abends anstelle der „ramp“ im Bett. Ist hart – aber machbar.

9. Bereitet der Mutter einen fantastischen Abend! Aber ohne Euch. Ihr bleibt dann mit Kind zuhause.

10. Pflanzt einen Baum. Okay, der musste jetzt kommen. Aber irgendwie vermittelt das ein gutes Gefühl. Allein die Vorstellung, wie der Baum mitwächst und sich innerhalb von 20 Jahren zu einem prächtigen Exemplar entwickelt. Und: Wenn das Kind aus dem Haus ist, dann habt ihr immer noch etwas, an dem ihr Euch festhalten könnt. Macht das aber im Dunkeln, es sei denn, ihr steht auf dieses Feng-Shui-Gedöns.

Keep Calm and DADDY on!

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