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Unendliche Weiten im Kinderzimmer – Mit Kindern über den Weltraum reden

[Werbung] Mein Sohn interessiert sich im Moment brennend für den Weltraum, für Star Wars Raumschiffe genauso wie für echte Astronauten. Deshalb haben wir eine Themenwoche Weltraum im Kinderzimmer ausgerufen.

Seit meiner Kindheit liebe ich Star Wars und träume von Reisen zu fremden Planeten. Bei den einschlägigen Streaming-Portalen schaue ich bis heute jede Weltraum-Doku. Auch die Landung eines Mars-Rovers bringt mich eher aus dem Bett als ein Super Bowl Event. Zur endgültigen Weltraum-Verschrobenheit fehlt(e) mir eigentlich nur noch ein eigenes Teleskop. Doch auch ohne Vergrößerung ist der Blick in die Sterne wunderschön. Das stellte ich fest als unser Hund Fiete einzog. Welpen haben bekanntlich eine kleine Blase und so stand ich in den ersten Monaten oft mitten in der Nacht im Garten.

Mit etwas Glück ist der Sommer-Himmel über der schlafenden Reihenhaussiedlung wolkenlos und voller winziger Lichter. Das ist nicht nur wunderschön, sondern bei genauer Überlegung auch ziemlich atemberaubend. Jeder dieser hellen Punkte ist ein Stern wie unsere Sonne. Dass sie wie kleine Lichter aussehen, liegt an der Entfernung. Die meisten Sterne sind viele Billionen Kilometer weit weg und oft sogar größer, heller und heißer als unsere Sonne. Die Hitze ist auch der Grund, warum die Sterne leuchten. Doch bis dieses Licht bei uns ankommt, muss es viele Jahre durch das Weltall reisen. Wenn wir auf die Milchstraße blicken, sehen wir also ein Bild, das seit 100 000 Jahren vergangen ist. Das klingt nach langer Zeit, ist im Weltall aber nur ein Augenblick.

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Milliarden von bewohnbaren Planeten gibt es da draußen

Noch faszinierender ist aber das, was wir nicht sehen – nämlich die Planeten, die um die unzähligen, leuchten Sterne kreisen. Nach Schätzungen der Wissenschaft gibt es rund zwei Billionen Galaxien wie die unsere. Und darin werden sicher ein paar lebensfreundliche Planeten sein: im richtigen Abstand zum Stern, nicht zu heiß, nicht zu kalt, mit einem Magnetfeld zum Schutz vor kosmischer Strahlung und mit flüssigem Wasser. Allein in der Milchstraße könnte es 40 Milliarden solcher Exoplaneten geben. Und plötzlich sind die Sternenbeobachtung und Raumfahrt-Begeisterung gar nicht mehr verschroben – vor allem, weil ich in meinem Sohn einen weiteren Weltraumenthusiasten gefunden habe.

Gemeinsam schauen wir gerade im Winter oft vor dem Einschlafen in den Sternenhimmel oder vergleichen den zu- und abnehmenden Mond. Doch als seine Fragen zu Planeten, Raumschiffen und Astronauten zu viele wurden und auch mein Halbwissen bei weitem überstiegen, entschlossen wir uns zu einer Themenwoche Weltraum im Kinderzimmer – mit Büchern über Weltraumabenteuer und echte Astronauten, mit Weltraum-Folgen aus der Checker-Welt und mit richtig viel LEGO.

Ab zum Kinderzimmer-Mond

Die Idee zu Themenwoche im Kinderzimmer entstand bei uns in den beiden Corona-Lockdowns, und zwar aus Faulheit, sich ständig neue Beschäftigungsimpulse auszudenken. Stattdessen suchten wir uns ein wochenprägendes Oberthema. Das Prinzip funktioniert auch in „normalen“ Zeiten ziemlich gut. Unlängst haben wir uns den Mond als Thema vorgenommen. Ihn sieht man mit bloßem Auge und erkennt sogar seine besondere Krater-Struktur. Auch unsere einschlägigen Weltraum-Bücher widmen unserem treuen Erd-Begleiter einige Seiten. Besonders kann ich hier den Atlas des Weltalls aus dem Midas Verlag empfehlen. Die Illustrationen sind wunderschön und es gibt viele spannende Details zum Weltraum. Außerdem haben wir uns den Mond-Check von Checker Julian angeschaut.

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Besonders fasziniert hat meinen Sohn die Tatsache, dass es auf dem Mond keine Atmosphäre, kein Wind und Wetter gibt und man auch noch super weitspringen kann – Stichwort Schwerkraft. Deshalb sind bis heute auch die Fußabdrücke von Neil Armstrong erhalten, ein Mond-Auto und die Fahne stehen ebenfalls dort oben noch herum. Und das mussten wir gleich nachbauen. Aus dem Sitzsack und einer grauen Kinderdecke entstand eine passende Mondlandschaft. Und LEGO lieferte uns das passende Spielzeug. Mein Sohn baute den von einem echten NASA-Modell inspirierten Mondrover aus der aktuellen LEGO City Reihe auf. Die 275 Teile sind für einen geübten LEGO-Bauer im Vorschulalter kein Problem.

Mit dabei sind noch drei Astronauten und etwas Mondlandschaft. Auch für ältere Raumfahrt-Fans hat LEGO etwas im Angebot. So fiel meine Wahl auf ein Modell der NASA Apollo 11 Mondlandefähre. Mit 1087 Teilen fällt es deutlich größer aus als das CITY-Modell, trotzdem bekam ich viel kindliche Unterstützung beim Bauen. Auch die LEGO-Figuren von Neil Armstrong und Buzz Aldrin fahren inzwischen Mond-Rover und sind zu Gast bei LEGO City. Zum krönenden Abschluss entdeckten wir noch eine Weltraum-Sonderausstellung im Kinder- und Mitmach-Wissenschaftsmuseum UNIVERSUM in Bremen. Kurz bevor die Sonderausstellung auslief, starten wir noch mit den Astronauten zur Internationalen Raumstation, steuerten Mondroboter und probierten die Aufgaben des Astronauten-Aufnahme aus.

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© Lego

Themenwochen sind auch ein bisschen Eigennutz

Das Konzept der Themenwoche mag jetzt sehr pädagogisch klingen, es war in diesem Fall auch ein Stückweit Eigennutz. Immerhin interessiere ich mich auch brennend für Weltraum-Missionen und konnte so auch noch einiges Neues über Mond, Mars und andere Planeten lernen. Im besten Fall findet ihr natürlich ein Thema, für das sich beide Seiten begeistern können. Dabei muss auch nicht immer ein knallhartes Wissensthema sein –zu Ninjago-Kämpfern oder Einhörnern lassen sich genauso gut Themenwochen machen wie Feuerwehr oder Baumaschinen.

Im Moment ist bei uns Star Wars hoch im Kurs. Das Kinderzimmer wird dann zum Ausgangspunkt, hier entsteht dann ein Raumhafen mit vielen selbstgebauten Raumschiffen. Eine wichtige Regel in dieser Zeit: Alle gebauten Welten müssen nicht weggeräumt werden. Solange es einen schmalen Weg durch das Zimmer gibt, ist alles in Ordnung. Und wir brauchen ein bisschen Platz zum Lesen und Kuscheln, in diesem Fall haben wir ein LEGO Star Wars Lexikon aus der Bücherei und ein Wookie-Wimmelbuch durchgearbeitet.. Erfolg dieser Woche: Mein Sohn hat ein grundsolides Wissen rundum Rebellen und Imperium, kennt alle wichtigen Protagonisten. Darauf lässt sich aufbauen, wenn wir in ein paar Jahren die richtigen Filme schauen.

LEGO hat rund um den Weltraum viele Modelle für große und kleine Fans

Besonders viel Spaß macht es, wenn man die Themenwoche auch mit Ausflügen verbinden kann, ins Museum zum Beispiel, in die Bücherei, zu einer Baustelle oder zu einer Feuerwehrstation. Dort lernt und sieht man wieder viel Neues und kann sich neue Inspirationen für das Spielen und Bauen im Kinderzimmer holen. Und natürlich profitieren auch wir Großen, denn immerhin haben wir die Chancen die Welt nochmal aus Kinderaugen zu erleben und Fragen zu stellen, mit denen wir uns im Alltag kaum beschäftigen – egal ob es nun zur Erkundung des Modes oder dem Zusammenleben im Star Wars Universums ist.

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© Lego

Außerdem schafft diese intensive Beschäftigung auch gemeinsam Gesprächsthemen und Erlebnisse, die auch im normalen Alltag immer wieder kommen. Zum Beispiel arbeiten wir gerade an unserem nächsten Weltraum-Projekt – dem Aufbau einer LEGO NASA Apollo Saturn V Rakete. Die erste Mondrakete hat fast 2.000 Teile und ist knapp ein Meter groß. Ein ambitioniertes Vater-manchmal-auch-Sohn Projekt, über ihre Reise wissen wir aber schon bestens Bescheid.

Lieber Birk, vielen Dank für diesen tollen Beitrag und die Infos zu eurem Weltraum-Abenteuer!