Zeiger für Zeiger, Minute für Minute – So lernen Kinder die Uhrzeit

werbung | Im Grundschulalter entwickeln Kinder ein Gefühl für Zahlen und Zeiten. Da ist es – Achtung Wortspiel – höchste Zeit für eine eigene Armbanduhr. Doch wie bringt man Kindern das abstrakte Konstrukt Zeit näher? Ein Selbstversuch von Daddylicious-Autor Birk Grüling.

Es gibt alltägliche Dinge, die wir Erwachsenen einfach nicht in Frage stellen. Die Zeit gehört dazu. Warum hat ein Tag eigentlich 24 Stunden und eine Stunde genau 60 Minuten? Das habe ich mich auch gefragt, als ich meinem Sohn die Uhr erklären wollte. Mal ehrlich: Die 60 als Zeiteinheit ist beim Kopfrechnen ziemlich unpraktisch. Schließlich basiert der Rest unserer (Zahlen-)Welt auf dem Dezimalsystem mit der 10 als Basis. Doch die Hoffnung auf eine 100-sekündige Minute zerstörte sich schon in der Antike. Denn dort legte die Hochkultur der Babylonier den Grundstein für unsere heutige Zeitrechnung. Sie rechneten mit einem besonderen Zähltrick. Mit dem linken Daumen zählten sie die Fingerglieder der linken Hand (3 x 4).

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© Daddylicious

Nimmt man nun die rechte Hand dazu und zählt mit jedem Finger die 12er-Durchgänge, kommt man auf 60. Um Sekunden und Minuten scherten sich die alten Babylonier natürlich noch nicht. Schließlich gab es noch keine coolen Flik Flak Kinderuhren. Aber sie teilten ihren Tag in 12 Tages- und 12 Nachtstunden ein. Diese Einteilung findet sich auch auf den ersten Sonnenuhren der antiken Welt. Auch die ersten Zeigeuhren einige Jahrhunderte später blieben kreisförmig.

Die Idee: Alle 30 Grad kommt eine Zahl, 90 Grad sind 15 Minuten, 180 Grad 30 Minuten und 360 Grad 60 Minuten. So weit, so babylonisch, aber wie soll ich das meinem Sohn erklären? Ich beschloss den historischen Exkurs erstmal zu verschieben und lieber auf moderne Uhren zu blicken.

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© Daddylicious

Klein anfangen: Stunde für Stunde

Für ein Grundschulkind ist es durchaus praktisch, die Uhrzeit zu kennen und ein Zeitgefühl zu haben. Mit dem routinierten Blick auf die Flik Flak Uhr am Handgelenk weiß man, wann die Mathestunde endet und die Pause beginnt oder wie viel Zeit am Abend noch bis zum Aufräumen bleibt. Natürlich kommt das Zeitverständnis nicht von heute auf morgen. Wir haben deshalb erstmal klein und spielerisch mit dem Stundenzeiger angefangen. Bis 12 kann ein Vorschulkind eigentlich problemlos zählen. Also haben wir auf der Spielzeuguhr geschaut, welche Zahlen für welche Stunden des Tages stehen und dann immer wieder die entsprechenden Zeiten eingestellt.

Nur die vollen Stunden, sieben Uhr zum Aufstehen, zwölf Uhr zum Mittagessen, sechs Uhr zum Abendessen. Eine spannende Erkenntnis: Der Unterschied zwischen Acht Uhr morgen und 20 Uhr abends war gerade am Anfang etwas verwirrend. Deshalb sind wir dazu übergegangen, von „Acht Uhr am Morgen“ und „Acht Uhr am Abend“ zu sprechen. Neben den „Übungen“ an der Spieluhr haben wir auch gleich auf die echte Zeit geschaut. Bei den Flik Flik Kinderuhren sind Stunden und Minuten optisch sehr schön voneinander getrennt. Im inneren Kreis stehen die Stunden gut lesbar in den Ziffern 1 bis 12.

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Viertel für Viertel

Im äußeren Kreis der Flik Flak Uhr werden die Minuten abgelesen, in den Ziffern 5 bis 60. Diese optische Trennung erleichtert auch den Blick auf die größeren Minutenzeiger. Wir haben in Viertel-Stunden-Schritten begonnen – Viertel nach Acht, Halb 9 und Viertel vor 9. Der Vorteil daran: Mit Kuchenstücken lässt sich dieses Prinzip sehr gut veranschaulichen und ist für die Kinder schnell verständlich. Mit etwas Übung erkennen sie schon nach einigen Wochen richtige Uhrzeiten wie „Halb Vier Uhr“ oder „Viertel nach 8 Uhr“. Eine sehr hilfreiche Idee kommt dabei wieder von Flik Flak, umgesetzt in Modellen der aktuellen Color my Life Serie.

Bei dem Modell RAINBOW DREAMS hat zum Beispiel jede Viertelstunde eine eigene Farbe. Das macht das Lesen dieser Uhr besonders leicht. Auch die zusätzlichen Zahlen am Rand und das unterschiedliche Design der Stunden und Minuten Zeiger erleichtert das Uhr-Lesen. Neben der Armbanduhr haben wir auch weiterhin eine Spielzeug-Uhr im Einsatz. Damit kann man zwischendurch einfach verschiedene Uhrzeiten einstellen und ablesen. Wir machen das ganz spielerisch und zwischendurch, ohne Druck oder elterlichen Ehrgeiz. Das Interesse an der Uhr sollte vom Kind ausgehen. 

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Wie lange dauert es noch?

Doch natürlich ist Zeit mehr als nur ein Kreis mit Zahlen am Handgelenk. Deshalb macht es auch Sinn, sich mit der Dauer von bestimmten Dingen zu beschäftigen und so ein Gefühl für Zeit zu entwickeln. Also wie lange läuft ein Hörspiel der „Drei Fragezeichen Kids“? Wie lange dauert ein großer Spaziergang mit dem Hund? Und wie schnell vergehen fünf Minuten beim Zähneputzen? Entweder kann man dabei auf die eigene Armbanduhr schauen oder eine Eier-Uhr aus der Küche nutzen.

Mit der Uhr Minuten zählen

Der letzte Lernschritt, der uns noch bevorsteht, ist vielleicht der größte, nämlich das Verstehen der einzelnen Minuten. Dafür braucht das Kind schon ein bisschen mehr Grundschulwissen. Es muss bis 60 zählen und im Kopf rechnen können. Nach den Viertelstundensprüngen kommen die Fünferschritte. Auch hier ist die Flik Flak Uhr am Handgelenk eine große Hilfe. Bei dem maritimen Modelle LITTLE BOAT hat das Zifferblatt zum Beispiel ein alle fünf Minuten wechselndes Farbschema. So fallen die Fünferschritte besonders gut ins Auge. Auch die einzelnen Minuten dazwischen sind als Punkte gut sichtbar. Ausgehend von den geschrieben Zahlen kann man die Zwischenschritte gemeinsam zählen. 15, 16, 17, 18…

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Auch hier stellen sich schnell Erfolge ein und schon bald wird euer Kind zur laufenden Zeitansage – aber keine Angst, auch diese Phase vergeht wieder. Noch zwei Sätze zum Sekundenzeiger: Bei den meisten Kinderuhren fehlen die Sekundenzeiger. Kein Wunder, schließlich sind sie für die genaue Uhrzeit kaum relevant, sondern zeigen eher das Fortschreiten einer Minute an. Trotzdem finden die meisten Kinder diesen Zeiger ziemlich spannend. Schließlich kann man hier sehr genau beobachten, wie die Zeit vergeht. Es macht also durchaus Sinn, sich die tickende Uhr anzuschauen und die wichtige Kinderfrage zu stellen: Wie lange dauert es noch?“

Weitere Infos zu den Kinderuhren von Flik Flak findet ihr auf der Website, bei Instagram, Facebook und Pinterest. Und hier sind noch drei Fragen, die viele Eltern im Bezug auf das Thema Uhr lernen haben.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um meinem Kind die Uhrzeit beizubringen?

Ein konkretes Alter gibt es nicht. Der richtige Zeitpunkt ist erreicht, wenn euer Kind ein Interesse an Zahlen und Zeit zeigt und seine Feinmotorik ausreichend entwickelt ist, um die Zeiger einer analogen Uhr zu bearbeiten. In der Regel beginnen Kinder zwischen 5 und 7 Jahren damit, das Uhrzeitverständnis zu entwickeln. Es ist wichtig, den Lernprozess spielerisch zu gestalten und das Kind in seinem eigenen Tempo voranzubringen.

Sollte mein Kind zuerst mit einer analogen oder digitalen Uhr die Zeit lernen?

Es wird empfohlen, dem Kind zuerst die analoge Uhr beizubringen. Die analogen Uhren mit Zeigern helfen Kindern, das Konzept der Zeit besser zu visualisieren und zu verstehen. Die digitale Uhr zeigt die Zahlen direkt an, während bei der analogen Uhr das Ablesen und Interpretieren der Positionen der Zeiger ein tieferes Verständnis erfordert. Wenn euer Kind die Grundlagen der analogen Uhr verstanden hat, könnt ihr ihm die digitale Uhrzeit erklären.

Wie vermeide ich, dass mein Kind die Uhrzeit nicht versteht, sondern auswendig lernt, wie spät es ist?

Für euer Kind sollte der Lernprozess praxisorientiert gestalten sein. Am besten wird dafür das Uhrzeitverständnis in den Alltag des Kindes integriert, indem ihr die Uhrzeit bei verschiedenen Aktivitäten ablesen lasst. Übt regelmäßig mit analogen Uhren und fragt euer Kind nach der Uhrzeit im Tagesverlauf. Ermutigt es, die Zeit zu schätzen, indem es die Positionen der Zeiger betrachtet. Auch das Verbinden von Uhrzeiten mit Aktivitäten wie Essenszeiten oder Schlafenszeiten hilft, das Verständnis zu vertiefen.

[In Kooperation mit Flik Flak.]

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Autor
Birk Grüling
Birk Grüling, Jahrgang 1985, wäre fast Mathelehrer geworden. Zum Glück kriegte er durch ein Musikjournalismus-Studium gerade noch die Kurve und entsagte einem seriösen Berufsleben im Klassenzimmer. Mit seinem Sohn teilt er die Leidenschaft für ausgestorbene Tiere, versunkene Kulturen und verrückte Erfindungen. Zum Glück kann er diese Interessen als Wissenschaftsjournalist und (Kinder-)Buchautor auch beruflich voll ausleben. Seine Texte und Kolumnen erscheinen regelmäßig in den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland, dem ZEIT Verlag, auf der Kinderseite der Süddeutsche Zeitung oder in Elternmagazinen wie Leben & Erziehen. Außerdem moderiert er den Kinderserien-Podcast Serial Dads.