Für uns ist es immer wieder spannend zu erfahren, wie sich gerade auch bei prominenten Männern der Alltag verändert, wenn sie Nachwuchs bekommen. Heute gibt uns der „Berliner Jung“ Patrick Fabian ein paar sehr persönliche Einblicke und berichtet über die Hauptstadt, Familienautos, Social Media und noch viel mehr.

Lest hier die zehn Antworten von PATRICK FABIAN:

1. Dein Gesicht dürfte recht vielen unserer Leser eigentlich bekannt sein. Aber bitte stelle Dich trotzdem kurz einmal vor.

Ich bin Patrick Fabian und mein Gesicht könnte man zum Beispiel von Plakaten mit halbnackten Männern – den SixxPaxx – kennen. Andere könnten mich unter dem Namen André kennen, einer der Hauptcharaktere der Erfolgsserie Berlin Tag und Nacht bei RTL2. Fans des Formats DSDS erinnern sich vielleicht sogar an mein Jury Casting der Staffel 2015, wo ich von Mark Forster & Sido den Song Au Revoir performt habe.

2. Letztes Jahr bist Du Papa einer Tochter geworden. Was hat das mit Dir gemacht und wie hat sich Dein Leben seitdem verändert?

Ein neues Leben in meinem Leben… Ohne Kind kann man sich vermutlich gar nicht vorstellen, welche Veränderungen so ein kleines Wesen mit sich bringt. Die ersten Monate waren tatsächlich ziemlich kräftezehrend für uns, die Kleine brachte uns wirklich an unsere Grenzen. Mittlerweile sind wir aber ein eingespieltes Team und die Maus hat sich mit ihrem Platz hier auf der Welt arrangiert. Ich bin auf jeden Fall mehr als dankbar über dieses
Wunder und bin stolz über jede neue Eigenart und Fähigkeit die Lilly erlernt und vorführt.
Man hört immer wieder sie wachsen so schnell und das stimmt definitiv, manche Kleidungsstücke wurden quasi einfach übersprungen. Meine neue Rolle mach mit riesen Spaß, ich lerne selbst viel Neues und insgeheim habe ich wohl endlich eine Art Sinn des Lebens gefunden, eine Frage, die ich mir vorher nie wirklich beantworten konnte.
Außerdem haben wir seitdem Lilly auf der Welt ist auch ein Familienauto, also vier Räder hatten wir vorher auch, weil Lea und ich super viel mit dem Fahrrad unterwegs waren. Mit Kind ist es jedoch viel praktischer und bequemer und irgendwie auch ein höherer Lebensstandard, wenn man ein Auto vor der Tür hat. Der Wagen wurde uns von Kia zur Verfügung gestellt, eine Mischung aus Sportwagen und Kombi, der ProCeed GT, sodass wir sowohl viel Stauraum als auch Spaß am Fahren haben. Ausgestattet mit vielen technischen Extras und Assistenten, mit denen nun auch lange Fahrten ganz entspannt zu bewältigen sind.

© For Sinners, not for Saints

3. Du bist Musiker, Schauspieler, Tänzer und ein Influencer mit wahnsinnigen Reichweiten. Hast Du überhaupt einen typischen Arbeitstag?

Es gibt schon eine Art Arbeitsalltag, dennoch ist kein Tag wie der andere. Die Aufgabe wiederholen sich aber einen regelmäßig wiederkehrenden Zeitplan gibt es nicht. Hier ist oftmals viel Flexibilität gefragt, insbesondere bezüglich der Planung privater Termine. Jetzt wo Lilly da ist muss man zuhause als Team noch besser funktionieren und koordinieren.
Prioritäten werden anders verteilt und das eigene Zeitmanagement komprimiert und optimiert, um alles irgendwie doch noch unter einen Hut zu bekommen. Ich glaube mein Hut ist mir aktuell ein paar Nummern zu groß *schmunzel.
Wenn mir alles mal zu viel wird genieße ich zwischendurch auch mal einen Tag wo ich das Handy links liegen lasse und meine Aufmerksamkeit ganz allein meiner kleinen Familie widme, um selbst auch einen Gang zurück zuschalten. Der Sport hilft mir ebenfalls sehr beim Stressabbau, dabei Gedanken neu zu ordnen, Pläne für die Zukunft zu schmieden und zu
konkretisieren.

4. Aktuell sorgen Deine Jobs sicherlich für viel Flexibilität und ein hohes Einkommen. Machst Du Dir Gedanken über die Zukunft und Absicherung oder lässt Du alles auf Dich zukommen?

Mir einen Kopf über die Zukunft insbesondere beim Thema Geld zu machen hat mir früher einige schlaflose Nächte, in denen ich mich hin und her wälzte, beschert. Heute bin ich zufriedener und versuche im hier und jetzt zu leben. Sicherlich gelingt mir das auch besser, da ich ein
kleines finanzielles Polster aufgebaut habe, andererseits, weil mir bewusst geworden ist, dass es viel Wichtigeres im Leben gibt als Geld. Natürlich soll es meiner Familie und mir an nichts fehlen, ich möchte aber auch nicht zu viel im Leben meiner Tochter verpassen und nur für die Arbeit leben, weshalb ich auch nicht mehr als SixxPaxx Mitglied auf Europa Tour bin.

© Niklas Niessner

5. Du bist Berliner. Wie familienfreundlich geht es in der Hauptstadt zu?

Ja das ist ein schwieriges Thema. In meiner Kindheit hat es mir an nichts gefehlt, ich erinnere mich aber auch an viele Gangs und kleinkriminelle Gruppen in meinem Umfeld. Man hört von Überfällen, ein jugendlicher wird abgezogen, abgestochen, Mädchen und Frauen sexuell belästigt oder sogar vergewaltigt. Wir wohnen aktuell in Berlin Kreuzberg, wo dir gefühlt an jeder Ecke Drogen angeboten werden. An Bushaltestellen, auf Parkbänken und unter Brücken spritzen sich Junkies oder Obdachlose ihr Zeug in die Venen. Natürlich gibt es auch schöne Seiten: Viele Freizeitangebote, das multikulturelle Leben. Dennoch haben wir den
Entschluss gezogen, aus Berlin in den Speckgürtel zu ziehen, weil wir Lilly hier nicht aufwachsen lassen möchten. Hört sich vielleicht spießig an, aber ich glaube ein eigenes Haus mit Garten im Grünen ist schon was Tolles. Schon lustig, jeder möchte nach Berlin ziehen und wir als gebürtige Berliner wollen ins langweilige Umland.

6. Lea und Du berichten viel aus Eurem täglichen Leben auf verschiedenen Kanälen. Werdet Ihr Eure Tochter dort mit einbauen oder haltet Ihr sie aus „social media“ fern?

Nachdem wir viel über genau dieses Thema diskutiert haben, mit einer ausführlichen pro und kontra Liste, haben wir uns darauf geeinigt Lilly in unsere Social Media Präsenz zu integrieren. Die Leute wollen etwas aus unserem Leben sehen und erfahren und da gehört sie nun mal dazu. Ein no go wäre es Lilly in einer Situation zu zeigen die peinlich oder unangebracht ist. Auch überlegen wir sie ab dem Kindergarten nicht mehr frontal auf Bilder zu zeigen.
Natürlich wachsen die Kinder heutzutage mit diesen ganzen Medien und Plattformen auf aber später soll sie natürlich selbst entscheiden dürfen, ob sie diesem Trend folgt oder lieber einen anderen Weg einschlägt. Ein eigenes Handy gibt es sowieso erst mit 18.

© For Sinners, not for Saints

7. Du hast 284.000 Follower auf Instagram – verrate mir Dein Geheimnis. Setzt Dich das tägliche Posten auch unter Druck? Und was ist mit Facebook, TikTok, Snapchat und anderen Kanälen?

Als ich mit Instagram begonnen habe und auf Follower Jagd war, habe ich mich tatsächlich selbst sehr unter Druck gesetzt. Man musste regelmäßig posten, hat Like-Zahlen verglichen und irgendwie so langsam, aber sicher Freunde und das wahre Leben ausgeblendet. Zum Glück konnte Lea mir die Augen öffnen, mich zurück in die Realität holen und mir zeigen wie viel wichtiger, spaßigen und interessanter das Leben abseits des Handybildschirms doch ist.
Heute versuche ich dennoch mindestens drei Stories am Tag zu machen und drei Bilder in der Woche zu posten. Auf Instagram und automatisch auch auf Facebook. Somit ist der Druck gar nicht so groß, alles im Bereich des Machbaren.
Für Snapchat udn TikTok fühle ich mich irgendwie zu alt bzw. finde ich keine Zeit dafür und möchte mir nicht noch eine weitere Aufgabe ans Bein binden. Mit „Patrick & Lea“ haben wir seit Oktober 2019 einen YouTube
Kanal wo wir 1x pro Woche ein Video hochladen. Hier führen wir ein familiäres Tagebuch, Lea kocht ein paar leckere Gerichte und ich gebe einen kleinen Einblick in meinen Fitness Lifestyle. 😜

8. Du hast bei den Strippern von SIXX PAXX mitgetanzt, damit aber aufgehört. War da Deine Freundin oder Deine Tochter der Grund?

Unter anderem auch. Einerseits wollte ich natürlich mehr Zeit für die Familie haben und wenigstens die Wochenenden frei haben. Andererseits bin ich nach 3 Jahren bei den SixxPaxx gefühlt stehen geblieben. Ich konnte mich dort nicht mehr weiterentwickeln und auch ich als Marke „Patrick Fabian“ blieb dort immer hinter den Namen SIXXPAXX oder Marc
Terenzi versteckt. Die Tür habe ich also geschlossen um eine andere zu öffnen, aktuell arbeite ich daran meine eigene Musik an die Öffentlichkeit zu bringen.

© For Sinners, not for Saints

9. Wie steht es mit der weiteren Familienplanung? Seid Ihr auf den Geschmack gekommen oder habt Ihr erstmal genug von kurzen Nächten und fehlender Romantik?

So ein kleiner Racker benötigt unfassbar viel Aufmerksamkeit, was am Ende des Tages wirklich anstrengend sein kann. Lea übernimmt ja den Großteil unter der Woche und hat erstmal die Nase voll. Trotzdem planen wir im Haus ein zweites Kinderzimmer ein. Nach 2-3 Jahren hat sich ihre Meinung bestimmt wieder geändert und eigentlich haben wir uns auch immer mindestens zwei Kinder gewünscht.

10. Junge oder Mädchen – hast Du darüber während der Schwangerschaft schon nachgedacht? Und wie seid Ihr zu dem Namen für die Kleine gekommen?

Man sagt ja immer Hauptsache gesund. Wünschenswert wäre es, wenn das zweite Kind ein Junge wird, sodass man beides hat. Andererseits kennt man sich mit einem Mädchen dann schon aus, wodurch ein zweites Mädchen vielleicht „pflegeleichter“ wäre. Am liebsten hätte ich das Geschlecht erst bei der Geburt erfahren, aber wir waren dann irgendwie doch zu
neugierig und beim Einrichten des Zimmers und kaufen der Kleidung konnte man sich dann im Vorfeld schon mal entsprechend orientieren. Lilly sollte erst Lara heißen, erst als uns die Hebamme nach dem Namen frage haben wir uns endgültig für Lilly entschieden. Lilly Sophia Fabian, um genau zu sein.

Lieber Patrick, vielen Dank für die spannenden Einblicke. Euch weiterhin alles Gute. Für Deine Jobs, den Umzug und natürlich die Familie!

Titelfoto: © Niklas Niessner

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