Das Thema „Lesen“ ist bei uns gerade recht viel beschrieben und diskutiert. Perfekt dazu passt unser aktuelles Interview. Denn dieser Daddy kümmert sich unter anderem darum, dass Eure Kinder immer mit frischen Büchern versorgt werden. Und für Euch modernen Väter hat er auch ein paar spannende Tipps auf Lager.

Hier sind die 10 Antworten von JULIUS BERTRAM:

1. Wer bist Du und was machst Du?
Ich bin Julius, 30 Jahre alt, Vater von zwei Kindern und habe zusammen mit meiner Lebenspartnerin Sarah Librileo gegründet.

2. Du arbeitest nun bereits beim zweiten Projekt Seite an Seite mit Deiner Lebensgefährtin. Das wäre für viele andere Männer undenkbar. Was ist Euer Geheimnis?
Wir beide ergänzen uns einfach optimal: Da wo die Stärken des einen aufhören, fangen die des anderen an. Oder: Wir gleichen unsere Schwächen aus. Dadurch haben wir auch ziemlich klar abgegrenzte Aufgabenbereiche. Zudem weiß ich, was ich an Sarah habe und empfinde sie wirklich als perfekte Unterstützung.

3. Engagierter, moderner Daddy und StartUp-Gründer. Passt das überhaupt zusammen?
Klar! Ich denke nicht, dass das eine das andere ausschließt. Was ich gelernt habe ist, dass es wirklich wichtig ist, sich die Zeit zu nehmen auch wirklich Daddy zu sein. D.h. in den Momenten in denen ich Daddy bin, auch wirklich die Arbeit sein zu lassen und nicht immer mit einem Auge auf das Handy zu schielen oder eben noch schnell die Mails zu checken.

4. Mit Deiner aktuellen Firma Librileo möchtest Du Kinder zum Lesen animieren. Welche Rolle spielen dabei die Eltern und wo siehst Du Optimierungspotenzial?
Wer, wenn nicht die Eltern kann Kinder animieren zu lesen? Es ist unsere Aufgabe als Eltern als Vorbild zu agieren und unseren Kindern die wunderbaren Welten von Büchern nicht vorzuenthalten. D.h. sich die Zeit zu nehmen, mit den ganz Kleinen Bilderbücher zu betrachten und abends Geschichten zu lesen oder aber die Größeren bei den ersten eigenen Leseversuchen zu unterstützen. Optimierungspotential besteht vor allem darin, sich bewusst die Zeit zum Lesen zu nehmen, aber auch darin, die Wichtigkeit des Lesens wieder in den Köpfen der Menschen zu platzieren. Wenn ich weiß, dass mein Kind schneller lesen und schreiben lernt, wenn es das geschriebene Wort kennt, dann ist es doch nur folgerichtig, es auf diesem Weg mit den richtigen Büchern zu unterstützen.

5. Welches ist Dein Lieblings-Kinderbuch?
Es gibt sooo viele tolle Kinderbücher. Ich muss da wirklich ein bisschen unterscheiden, da es ja auch Kinderbücher gibt, die eher für Erwachsene sind, als für Kinder.

Als richtige Kinderbücher finde ich gut: „Pinguin gefunden“, „Lola glänzt“, aber auch Klassiker wie „Der kleine Angsthase“ sind toll.

Als Kinderbücher für Erwachsene: „Animalia“, „Vom Elefanten der wissen wollte, was liebe ist“ und vor allem „Die große Wörterfabrik“. Besonders letzteres ist im Übrigen auch ein tolles Daddy – Geschenk für die Mama. (Wirklich, das funktioniert. Da bleibt kein Auge trocken, so schön ist das.)

6. Wie heißen Deine Kinder und wie ist die Geschichte zu der Namensfindung?
Meine Tochter heißt Mathilda und mein Sohn Magnus. Bei beiden Kindern war uns wichtig, einen Namen zu finden, der eine Bedeutung hat (quasi den Kindern etwas mit auf den Weg gibt) und trotzdem nicht abgehoben klingt. Mathilda ist die „mächtige Kämpferin“ und Magnus „der Große“.

7. Du bist Medien-Mann, setzt Dich aber für das Lesen ein. Wie regelst Du zuhause die Nutzung von TV und Konsole?
Unsere Kinder sind noch zu klein für die Konsole und ich selber bin absolut nicht der Zocker-Typ. Und die Frage nach dem Fernsehen erübrigt sich insofern, als das wir keinen Fernseher haben. Wir sind was das angeht „Überzeugungstäter“. Wir haben irgendwann aus der Erkenntnis, dass eh nur Mist in der Glotze läuft, die Konsequenz gezogen. Das führt als Nebeneffekt auch dazu, dass man schlagartig produktiver wird. Und wenn wir doch mal Lust auf bewegte Bilder haben: Die einschlägigen Mediatheken geben eigentlich alles her.

8. Liest Du nur „Gute Nacht Geschichten“ oder singst Du auch Schlaflieder vor? Welches ist Dein Favorit?
Ich kombiniere, ganz verwegen. Die „Gute Nacht Geschichten“ dürfen sich unsere Kinder genauso wie das Lied aussuchen. Seit Weihnachten singe ich aber jeden Abend „Oh Tannenbaum“.

9. Großstadtdschungel vs. Haus im Grünen. Wie lebt es sich in Berlin als junge Familie?
Ich mag Berlin wirklich gerne. Bis auf die 5 Jahre meines Studiums habe ich immer hier gewohnt und bin so ne richtje berlina Pflanze. Aber ich gebe gerne zu, dass ich immer häufiger mit dem Gedanken liebäugle ein kleines Stückchen weiter raus zu ziehen. Ich bin gerne draußen und finde es toll zu beobachten, wie viel Spaß die Kinder im Grünen haben.

10. Und nun noch der ultimative Tipp an alle werdenden Väter:
Abgedroschen, aber: Jede Minute genießen.

Vielen Dank für die ganz persönlichen Infos, wir wünschen Dir weiterhin ganz viele kleine und große Leser für Dein Projekt!

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