Wasser schlägt Softdrinks – und wir Eltern müssen die Zuckerzufuhr regulieren!

Immer wieder hören wir es: Viel zu trinken ist gesund, macht schön und ist überhaupt wichtig. Jedoch ist nicht jedes Getränk die richtige Wahl. Denn die meisten Erfrischungsgetränke, sofern sie nicht selbst als Schorle zubereitet werden, enthalten zu viel Zucker. Gerade Säfte sind trotz Vitamine nur bedingt gesund. Wasser hingegen ist immer ein guter Durstlöscher. Normalerweise sollte die Erkenntnis selbstverständlich sein. Doch erst kürzlich trankt ein Vater am Nebentisch im Hallenbad zusammen mit seinem Sohn genüsslich ein Malztrunk (der künstliche Ableger des Malzbieres), schaute auf die Inhaltsangaben und sagte tatsächlich „Nur 5 Gramm Zucker und null Gramm Fett – da ist ja gar nicht so schlimm“. Vergessen hat er dabei die ganzen Zutaten mit „…ose“ am Wortende und dann kommt man schnell auf das dreifache an Zucker – pro Flasche. Also jetzt hier noch mal das kleine Zucker-Einmaleins in Sachen Flüssigkeitsaufnahme. Mit Wasser als Durstlöscher können Eltern nicht früh genug anfangen – und wenn es mit Oma und Opa am Sonntag zum Schnitzelessen geht, dann darf natürlich auch mal eine Fanta auf den Tisch. Ausnahmsweise!

Überzuckerte Erfrischungsgetränke

In einem Test zeigte Foodwatch auf, wie viel Zucker tatsächlich in den Erfrischungsgetränken steckt. Die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlene Tageshöchstzufuhr von 25 Gramm Zucker aus verarbeiteten Lebensmitteln steckt schon beinahe in nur einem Glas Cola. Denn in 0,2 Liter Cola sind bereits 22 Gramm Zucker enthalten. Besonders Männer greifen gerne zu den süßen Getränken und auch Kinder trinken, laut Angaben der Kinder- und Jugendgesundheitsstudie KiGGS des Robert Koch-Instituts, mehr als zwei Gläser Softdrinks pro Tag. Fragt man Experten, ist das eindeutig zu viel.

Gesundheitliche Folgen bei zu hohem Zuckerkonsum

Der Konsum zuckerhaltiger Getränke bedeutet eine Kalorienzufuhr ohne Nährwerte für den Körper. Da der Zucker direkt ins Blut übergeht, tragen die Getränke auch nicht zur Sättigung bei. So landet die überschüssig zugeführte Energie schnell auf den Hüften. Übergewicht und Diabetes können die Folgen eines erhöhten Verzehrs von Softdrinks sein. Außerdem oft unterschätzt: die schädigende Wirkung für die Zähne. Neben dem Zucker greift auch die enthaltene Phosphorsäure den Zahnschmelz an und kann ihn mit der Zeit zerstören. Der Säuregehalt von Softdrinks ist um 100.000 Mal höher als bei reinem Wasser.

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Zucker – Was gibt es für Alternativen?

Eine gesunde Alternative ist eine Saftschorle im Verhältnis von drei Teilen Wasser zu einem Teil Saft. Pure Fruchtsäfte und -nektare sollten dagegen nicht als Wasserersatz dienen. Zwar sind darin auch gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe enthalten, jedoch enthält ein Glas sogar teilweise mehr Zucker als eine Cola. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung stuft Fruchtsäfte sogar als pflanzliches Lebensmittel und nicht als Getränk ein. Während ein Fruchtsaft übrigens zu 100 Prozent aus Frucht besteht, sind Nektare eine Mischung aus Fruchtsaft oder -mark mit Wasser und Zucker. Fruchtsaftgetränke wie Apfel- oder Traubensaft haben einen geringen Anteil an Frucht und damit auch einen geringeren Gehalt von Vitaminen und Mineralstoffen, aber einen größeren Anteil Zucker. Auch Light-Getränke stellen keine gute Alternative zu Wasser dar, da der süße Geschmack dem Gehirn eine Energiezufuhr signalisiert, die dann aber ausbleibt. Der Körper reagiert mit Heißhungerattacken. Wasser bleibt damit der Durstlöscher erster Wahl. Gesunde Abwechslung bringen Früchtetees oder Saftschorlen.

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