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RatgeberFamilienlebenJeder Tag ist Muttertag - Aktion vom Müttergenesungswerk zur Care-Arbeit

Jeder Tag ist Muttertag – Aktion vom Müttergenesungswerk zur Care-Arbeit

Wir sind ein partyfreudiges Völkchen, wenn es um Feiertage geht. Gerade der Mai ist gespickt mit arbeitsfreien Ruhetagen zum Tag der Arbeit, zu Pfingsten, zu dem berüchtigten Vatertag und zum Muttertag. Den Papas sagt man ja nach, grölend und biertrinkend durchs Land zu ziehen, während die Mamas Zeit mit der Familie verbringen und sich über Selbstgebasteltes am Frühstückstisch freuen dürfen. Was wünschen sich Mamas aber wirklich, nicht nur zum Muttertag? Das hat das Müttergenesungswerk in einer kleinen Umfrage herausgefunden.

Bevor wir nun aber aufzeigen, was sich die Mamas zum Muttertag wünschen, wollen wir euch das Müttergenesungswerk vorstellen. Der Name lässt vermuten, dass sich deren Aktivitäten nur an die Mütter richten. Und das es eine Krankheit oder etwas Ähnliches voraussetzt. Aber beides stimmt so nicht.

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© Müttergenesungswerk

Was ist das Müttergenesungswerk?

Bei der Gründung im Jahr 1950 war das Ziel des Müttergenesungswerks die Unterstützung und die Förderung der Gesundheit von Müttern in Deutschland. Die gemeinnützige Organisation von Elly Heuss-Knapp ins Leben gerufen, der Frau unseres ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss. In einer Zeit der klassischen Familienmodell mit nur selten berufstätigen Müttern sollte es diesen Erholung und Regeneration ermöglichen. Dazu bietet das Müttergenesungswerk eine Reihe von Kuren für Mütter an, die sowohl präventiv als auch rehabilitativ wirken sollen. Diese Kuren sind medizinisch begründet und werden in spezialisierten Kurkliniken durchgeführt, die auf die Bedürfnisse von Müttern und ihren Gesundheitszustand zugeschnitten sind.

Heute richten sich die Angebote insbesondere an Mütter, die aufgrund ihrer Doppelbelastung durch Beruf und Familie gesundheitlich stark beansprucht sind. Außerdem wurde das Angebot auch um Vater-Kind-Kuren erweitert, um auch den Papas in einer Partnerschaft oder auch den alleinerziehenden Vätern die Möglichkeit zu geben, ihre Akkus aufzuladen und sich neu auszurichten. Es wird aber nicht erst dann Hilfe angeboten, wenn es unausweichlich ist.

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© Müttergenesungswerk

Das Müttergenesungswerk setzt sich auch dafür ein, das Bewusstsein für die gesundheitlichen Probleme von Müttern zu schärfen und verbesserte Rahmenbedingungen für deren Erholung zu schaffen. Es bietet Beratung und Unterstützung bei der Antragstellung für Kuren und arbeitet eng mit Ärzten, Beratungsstellen und Krankenkassen zusammen, um den Zugang zu den Kuren zu erleichtern und die notwendige finanzielle Unterstützung zu sichern.

Umfrage zum Muttertag

Den Anlass des Muttertages hat das Müttergenesungswerk genutzt, um vom 15. März bis 15. April 2024 von 335 Müttern mal zu erfragen, was sie sich zu diesem Anlass wirklich wünschen, was sie tatsächlich bekommen und welche Forderungen sie an Politik und Gesellschaft haben. Hier gibt’s die Folien mit den Antworten der Studie. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse soll unter anderem auf eine Awareness- und Spendenkampagne rund um den Muttertag aufmerksam gemacht werden, die für die Wertschätzung von Müttern trommelt und den Muttertag in all seinen Facetten beleuchtet.

Mütter wünschen sich Wertschätzung ihrer Care-Arbeit an 365 Tagen im Jahr

Müttergenesungswerk

Jetzt aber mal ein paar konkrete Zahlen aus der Umfrage vom Müttergenesungswerk zum Muttertag: Der Großteil der Mütter (56 %) wünscht sich die Wertschätzung ihrer Care-Arbeit nicht nur an diesem einen besonderen Tag, sondern das ganze Jahr über. An zweiter Stelle steht der Wunsch der Mamas, Zeit mit der Familie zu verbringen (47 %). Jede zweite Mutter berichtet, anlässlich des Muttertages etwas Gebasteltes vom Nachwuchs (50 %) zu bekommen.

Alternativ auch Blumen oder ein anderes kleines Geschenk (34 %). Allerdings gehen Wunsch und Wirklichkeit hier weit auseinander. Von der Gesellschaft wünschen sich Mütter hauptsächlich mehr Familienfreundlichkeit (89 %), sowie das Aufbrechen von stereotypen und traditionellen Rollenbildern schon in der Kindererziehung (58 %) und auch unter Müttern und Vätern (51 %). Väter sollten aus ihrer Sicht aktiv mehr Verantwortung in der Sorgearbeit einfordern (47 %).

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© Müttergenesungswerk

Politische Forderungen der Mütter: Wertschätzung & Betreuung

Aus den Ergebnissen der Befragung des Müttergenesungswerkes lassen sich aber auch Forderungen an die Politik ablesen: Auch hier steht die Forderung nach mehr Anerkennung und Wertschätzung von Sorgearbeit (80 %) an oberster Stelle, gefolgt vom Ausbau der Kurplätze für Mütter, Väter und pflegende Angehörige (67 %) sowie die Verbesserung und Erweiterung der Betreuungsangebote für Kinder in Kitas und Schulen (63 %). Das wir in Sachen Gleichberechtigung noch nachlegen müssen, zeigen die Forderungen nach Equal-Care-Maßnahmen, die Frauen und Männern eine ausgeglichene Verteilung von Erwerbsarbeit zu Sorgearbeit ermöglichen – angefangen bei der Beseitigung des Gender-Pay-Gaps (58 %).

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© Müttergenesungswerk

„Jetzt ist Mama dran“

Der Muttertag wird im Müttergenesungswerk traditionell sehr groß gefeiert, was zum einen auf die Stiftungsgeschichte und ihre Gründerin Elly Heuss-Knapp zurückzuführen ist. Zum anderen sind es noch immer die Mütter, die den Löwenanteil der unbezahlten Sorgearbeit übernehmen und oft gesundheitlich stark belastet sind. Rund um den Muttertag sammelt das Müttergenesungswerk daher Spenden, um die Arbeit der Stiftung und deren Einsatz für die Gesundheit von Müttern, aber auch Vätern und pflegenden Angehörigen weiterhin zu ermöglichen.

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MGW Geschäftsführerin Yvonne Bovermann // © Muettergenesungswerk

Yvonne Bovermann, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerks, sagt zu den verschiedenen Aktivitäten rund um den Muttertag: „Das Müttergenesungswerk gibt Sorgearbeitenden, allen voran den Müttern eine Stimme. Wir setzen uns für ihre Gesundheit ein, wenn sie durch Überlastungen gefährdet sind. Dazu sind wir auf Spenden angewiesen, um weiterhin über die Möglichkeit von Kurmaßnahmen aufzuklären, zur Antragstellung zu beraten und einkommensschwache Kurbedürftige finanziell – bspw. beim Eigenanteil einer Kurmaßnahme – zu unterstützen.“

Hier findet ihr eine Aktionsseite zum Muttertag. Da gibt es reichlich Infos und dazu auch interaktive Möglichkeiten, um die Wertschätzung für Mütter auszudrücken: per Bastelset zum Ausdrucken und einem individuell generierten Profilbild für die sozialen Netzwerke.

Wir wünschen euch einen tollen Muttertag und eine besondere Zeit mit der Familie!

Kai Bösel
Kai Bösel
Kai Bösel ist Patchwork-Dad von drei Kindern, die eigene Tochter Mika ist im April 2012 geboren. Der Hamburger ist Online-Publisher und betreibt neben Daddylicious auch das "NOT TOO OLD magazin" inklusive Podcast. Außerdem schreibt er für ein paar Zeitschriften und Magazine und hilft Kunden und Agenturen als Freelance Consultant. Nach dem Job entspannt er beim Laufen oder Golf.

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