Kind mit Familienhund, ein Bild von Tamara Tavella

Familienhund – Ja oder nein? 8 wichtige Fragen…

Ein Gastbeitrag von Tamara Tavella

Wenn ich meine Kinder mit unserem Hund beobachte, geht mir das Herz auf.  Sie lieben ihn und er gehört zur Familie. ❤️
So ein Hund kann eine Bereicherung sein und ich bin überzeugt davon, dass es für Kinder  nichts Schöneres gibt, als mit Tieren aufzuwachsen. Das ist auch der Grund, warum ich die kostbaren Momente zwischen Kindern und Tieren in meiner Kunst festhalte. Aber dazu später mehr. ☺️

Die Anschaffung eines Familienhundes sollte niemals leichtfertig getroffen werden. Deshalb möchte ich euch 8 Fragen beantworten, die euch helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

1. Welche Vorteile hat ein Hund für Kinder?

Vielleicht ist jemand von euch ja selbst mit einem Familienhund aufgewachsen und weiß ganz genau wie prägend und wunderbar es ist, mit so einem Tier an seiner Seite groß zu werden.

Nachdem mein Mann eine Weile gegen eine erneute Anschaffung eines Hundes war, hatte ich einige gute Gründe zusammengetragen, die absolut für einen Familienhund sprechen. 😉

Tamara Tavella malt Bilder von Kindern und dem Familienhund.
“Seelentröster” – 2019 – verkauftes Kunstwerk
  • Ein Hund fördert die Empathie der Kinder und lehrt sie, Verantwortung zu tragen

Kinder lernen durch Haustiere, empathisch zu sein und entwickeln schneller soziale Kompetenzen. Sie lernen, vor allem durch das Vorleben der Erwachsenen, dass es wichtig ist, sich um andere zu kümmern, und sie sehen, dass man Verantwortung dafür trägt, ob es dem tierischen Freund gut geht oder nicht.

  • Ein Familienhund stärkt das Selbstbewusstsein

Ein Hund ist ein verlässlicher Freund. Er ist immer da, hört immer zu und nimmt die Kinder so wie sie sind. Das wirkt sich positiv auf das Selbstbewusstsein aus. 
Sie fühlen sich stets angenommen und haben jemanden, dem sie all ihre Geheimnisse anvertrauen können.

  • Ein Hund fördert die Gesundheit

“Mein Blutdruck ist gesunken, seit wir den Hund haben.”, sagte mal ein Bekannter zu mir. 
Ja, ein Hund muss täglich raus. Bei jedem Wetter.
Somit hält man sich zwangsläufig mehr im Freien auf und bewegt sich regelmäßig. 
Ganz klar hat dies positive Auswirkungen auf die Gesundheit der gesamten Familie.

2. Wie alt sollten Kinder für einen Hund sein?

4j3VIhOOcacdaBRvynRH HJyf7jF9CJSsZc6PFyFW1VTArdkD8OytMDfUqA4V7R3iTqIMkfrEiq6dHDblHeayNb0sOAQK8Xr qombJNaxnZ5XMQX8Nx122dxWUck X cMmet RzO
Verkauftes Auftragsbild – 2020

Kleine Kinder können sich noch nicht in andere Lebewesen hineinfühlen. 
Und ihr Verständnis ist begrenzt.

Wenn ihr dann zum zehnten Mal euer Krabbelkind vom Hund pflückt und ihm erklärt, dass das Ziehen am Ohr dem Hund “aua” macht, wird es ihn doch immer wieder ansteuern.

Hunde haben ein großes Ruhebedürfnis. Wenn sie es nicht ausleben dürfen, wird dies früher oder später zu Problemen führen. 

D.h. in diesem Fall gibt es nur zwei Möglichkeiten:

  • Entweder wartet ihr, bis eure Kinder so groß sind, dass sie Regeln im Umgang mit dem Hund verstehen. 

Das ist bei den meisten Kindern ab ca. 4 Jahren der Fall. 

Oder

  • ihr schützt euren Hund soweit es nur geht, schafft unzugängliche Ruheplätze (und damit meine ich nicht den Keller 😉) und achtet darauf, dass das Tier nicht gepiesackt wird.
    Das kann stressig werden, aber wo ein Wille, da ein Weg.

Wichtig ist, dass ihr lernt, die Körpersprache des Hundes zu lesen. 

Denn Hunde senden schon lange bevor sie schnappen Signale, die darauf hindeuten, dass die Situation gerade zu viel wird.

Schützt euren Familienhund, dann schützt ihr auch euer Kind vor unerwarteter Gegenwehr.

Weiter ist zu bedenken, wieviel Zeit und Nerven noch übrig bleiben, wenn man schon Baby und/oder Kleinkind betreuen muss.

Denn ganz ehrlich. So ein Hund braucht Zeit.

Dies führt uns zur nächsten Frage.

3. Wieviel Zeit braucht man für einen Hund?

YJjOpnjEUGqk07mBvG6M8F4XTGinKMyZneLl6vH7WM2sou6mWgBqqFif1s eXCbj353iHDVqHnnYcEnmDRrXda9iTckurCltZhcy6GfwJ1CBTElGmAjHYFM0pNBNGP f14MUkrel
“Together” – 2020 – verkäufliches Kunstwerk

Ein Hund hat Bedürfnisse. Er möchte, je nach Rasse bzw. Veranlagung beschäftigt werden.

Das kann schon mal 1-3 Stunden täglich an Zeit in Anspruch nehmen.

Auch die Fellpflege, die Fütterung, Training, Tierarztbesuche und das Aneignen von Wissen für beispielsweise die Erziehung, braucht seine Zeit, die man gerne investieren sollte.

Weiter zu erwähnen ist die zusätzliche Hausarbeit, verursacht durch Schlammpfoten, den Fellwechsel oder anderen Schmutz, der eben mit einem Hund anfällt.

Vielleicht stellt ihr euch nun auch folgende Frage.

4. Ist unsere Wohnsituation für einen Hund geeignet?

Nicht nur über den zusätzlichen Schmutz in der Wohnung sollte man hinwegsehen können.

Auch der ein oder andere Gegenstand könnte mal aufgrund des Hundes das Zeitliche segnen.

Habt ihr große Probleme damit, solltet ihr die Anschaffung solch eines Tieres unbedingt noch einmal überdenken.

Denn ein Hund möchte in der Nähe seiner Familie leben. 

Und damit ist es auch relativ egal, wie groß eure Wohnung ist.

Es kommt ganz auf eure Lebenssituation und den Familienhund an.

So kann ein Hund, der mit seiner Familie in einer kleinen Wohnung lebt, überaus glücklich sein, solange er ausreichend beschäftigt wird.

Und ein anderer Hund kann in einem Haus mit Garten total unzufrieden sein, weil er von seinen Menschen einfach zu wenig gefordert wird.

Klärt außerdem auch ab, ob es Probleme geben könnte, wenn der Hund mal bellen würde.

Und damit stellt euch bitte auch die nächste Frage.

5. Passt ein Familienhund überhaupt in unser Leben?

Wie schon vorhin erwähnt liebt ein Hund die Gesellschaft seiner Familie. 

Schon nur aus diesem Grund sollte er nicht länger als 4-5 Stunden alleine gelassen werden.

Wer also den ganzen Tag nicht zu Hause ist, sollte lieber auf einen Hund verzichten oder klären, ob es möglich ist, den Hund mitzunehmen.

Überlegt euch gut, ob eure Hobbies mit einem Hund überhaupt vereinbar sind. 

Reist ihr viel?
Nicht mehr ganz so spontan kann man einige Tage wegfahren, bzw. muss man immer daran denken, ob der Hund mit kann oder eben nicht.

Es ist ein organisatorischer Mehraufwand, der auch manchmal gewisse Einschränkungen mit sich bringt.

Da ist es besser, sich schon vorab Gedanken darüber zu machen, wo der Familienhund bleibt, wenn er mal nicht mit auf die Reise gehen kann.

6. Was tun, wenn der Hund mal nicht mitkommen kann?

D oKJVfwKDHggphuRvJl09ibMV aYpeT4eyrR6WlrGibaOyV74ERqNn s7C5tNhNUwCi6olPQbW44Ks
“Strandlauf” – 2020 – verkauftes Kunstwerk

Man liest es immer wieder, dass Hunde, vor allem in der Urlaubszeit oder nach Weihnachten, ausgesetzt werden.

Das muss nicht sein, denn ihr solltet euch schon vorab Gedanken machen, was mit dem Vierbeiner geschieht, wenn er euch z.B. in den Urlaub nicht begleiten kann. 

Habt ihr Bekannte, Verwandte oder Freunde, die sich in solchen Momenten um euren Familienhund kümmern können?

Oder gibt es eine zuverlässige Hundepension um die Ecke?

Wenn ihr eine Hundepension wählt, bedenkt aber auch, dass dies ganz schön ins Geld gehen kann.

Und somit kommen wir zur nächsten Frage.

7. Wieviel kostet ein Hund?

Lasst uns zuerst über den Anschaffungspreis sprechen.

Wenn ihr euch einen Hund vom Züchter holen möchtet, werdet ihr je nach Rasse zwischen 1.000 und 2.000 Euro zahlen müssen.

Ein Hund aus dem Tierheim oder dem Tierschutz ist günstiger. Er kann jedoch hinterher viel Geld kosten, wenn er z.B. nicht ganz gesund ist, oder viele Stunden für Hundetraining benötigt werden.

Mit der Anschaffung ist es aber natürlich noch nicht getan.

Der Familienhund braucht Leine, Geschirr, Näpfe, Spielzeug, Bettchen, Transportbox für das Auto und noch einige Dinge mehr.

Außerdem natürlich Futter, das je nach Qualität und Größe des Hundes unterschiedlich viel kostet.

Evtl. ist noch eine Hundesteuer zu bezahlen, oder jährlich eine Versicherung.

Auch Tierarztkosten, der Besuch beim/bei der Hundetrainer/in, für manche Rassen der/die Hundefrisör/in oder wie oben schon erwähnt, die Hundepension sollten bedacht werden.

Nun kommen wir zur letzten, aber sehr wichtigen Frage.

8. Wer will den Hund?  

Es ist sehr wichtig, dass ihr euch nicht einen Hund nur auf Wunsch eurer Kinder anschafft.

Ja, Kinder lieben Hunde, und fast alle wünschen sich einen.

Die Verantwortung deshalb auf sie abzuwälzen, wäre aber nicht richtig!

Kinder können gar nicht einschätzen, was es bedeutet einen Hund in der Familie zu haben.

Sie haben gar keine Weitsicht darüber, wie sich die Anwesenheit dieses Tieres auf den Familienalltag auswirkt.

Und ja, es kann auch sein, dass euer Kind irgendwann ganz schön genervt davon ist, ständig spazierengehen zu müssen. Ich spreche da aus Erfahrung. 😉

Deshalb möchte ich das wirklich sehr betonen:

Es braucht mindestens einen Erwachsenen, der sich mit Herzblut um den Familienhund kümmern möchte. 

Und das bis an sein Lebensende!

Denn die Entscheidung für einen Familienhund sollte für ein ganzes Hundeleben lang anhalten.

JDzGyPtKnvv8vPwT7jDMag352Esm4VpCzLKAMKp11X
Verkauftes Auftragsbild – 2021

Noch etwas Wichtiges:

Flexibilität ist von Vorteil, denn jeder Hund ist anders. Manches kann man nicht vorhersehen oder planen.

Und nicht jeder Vierbeiner, egal ob ein Hund vom Züchter oder aus dem Tierschutz, entspricht zu 100 % dem perfekten Familienhund.

Nehmt euch Zeit bei der Auswahl und seid euch bewusst darüber, dass auch trotz gut geprüfter Entscheidung unvorhersehbare Herausforderungen auf euch zukommen können.

Herausforderungen, die euch wachsen lassen werden. ☺️

Genauso wie das Elternsein.

Ich hoffe, ich konnte mit meinem Artikel ein paar Gedankengänge anschubsen, die euch helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Einiger Unannehmlichkeiten zum Trotz bin ich persönlich überzeugt davon, dass die ganze Familie von der Anwesenheit eines Hundes profitiert.

Und ich bin froh, dass wir uns damals erneut für einen Familienhund entschieden haben.

Was sage ich… für ein weiteres Familienmitglied.

Denn unser Hund ist nicht nur ein Hund, sondern auch ein Seelentröster, ein Geheimnisbewahrer und der beste und treueste Freund meiner Kinder. ❤️

Tiere sind so unglaublich wertvoll für unsere Kinder, und die Augenblicke, die man mit ihnen gemeinsam erlebt, sind kostbar.

Aus diesem Grunde halte ich sie fest. Auf ganz besondere Art und Weise. 

Kunstwerke von Kindern und Tieren

xNRHSU2JaNraXGJOjeOt063N2MFlQF3XTRejRz9HvEtyn53wc OtZortXGLm5fIGmdEI7EltAbN6FCJkHxwrIo3k846mpaIvcfzHwMFjmiqzTieaS6PyNlO7YdWW7XVRFJCGj Bw
Tamara Tavella mit einigen ihrer Kunstwerke

Mein Name ist Tamara. Ich bin Künstlerin und banne kostbare Momente zwischen Kindern und Tieren auf Leinwand.

Ich male für Menschen ganz individuell in Auftrag, die sich einen Moment zwischen Kindern und Tieren auf besondere Art und Weise für die Ewigkeit festhalten wollen.

Ich schaffe Kunstwerke für Menschen, die genauso wie ich überzeugt sind, dass es nichts Schöneres für Kinder gibt, als mit Tieren aufzuwachsen.

Menschen, die in ihrer Kindheit vielleicht sogar selbst prägende Erlebnisse mit Tieren hatten.

Menschen, denen diese Augenblicke sehr viel bedeuten.

Und die sich eine ganz besondere Erinnerungen schaffen wollen.

Verkäufliche Kunstwerke und Infos zu Auftragsarbeiten findet ihr auf meiner Website: tamaratavella.com
Außerdem gibt es aktuelle Infos auf Instagram, Facebook und Pinterest.