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„Parole Emil!“ – Der Detektiv-Klassiker „Emil und die Detektive“ ist ein Fall fürs Familienkino

Neues Projekt 1

Ab dem 24. September 2026 jagt Emil wieder Diebe durch Berlin. Die Neuverfilmung von Erich Kästners Klassiker ist ein guter Anlass, mit den Kindern mal wieder ins Kino zu gehen und über einen der wichtigsten Kinderbuchhelden überhaupt zu sprechen.

Manche Geschichten funktionieren über Generationen hinweg. „Emil und die Detektive“ ist so eine: Fast hundert Jahre nach Erscheinen des Buches kommt der Stoff erneut ins Kino. Zeitgemäß erzählt, im Kern aber unverändert. Es geht um Freundschaft, Zusammenhalt und den Mut, sich gegen einen Erwachsenen zu behaupten, der es faustdick hinter den Ohren hat.

Darum geht’s

Emil soll die Sommerferien bei seiner Oma in Berlin verbringen. Doch schon im Zug wird er vom skrupellosen Betrüger Max Grundeis ausgeraubt. Statt aufzugeben, nimmt Emil die Verfolgung auf, gemeinsam mit einer Bande cleverer Kinder, die ihm in der fremden Großstadt zur Seite stehen. Was folgt, ist eine rasante Detektivjagd quer durch Berlin, voller Witz, Tempo und echter Freundschaft.

In der Titelrolle ist Nicholas Jonah Peter zu sehen, seine erste große Kinohauptrolle. An seiner Seite ermitteln Pony (Lara Toni Lüdders), Gustav (Kilian Kasa), Dienstag (Bela Louis Plass), Anh (Ai Vy Bui) und Jason (Camille Moltzen). Zum Erwachsenen-Ensemble gehören Luise Heyer als Emils Mutter Anna Tischbein, der großartige „Discounter“ Merlin Sandmeyer als Bösewicht Max Grundeis und Ursula Werner als Großmutter Renate Tischbein. Regie führte David Dietl.

Was man über den Klassiker wissen sollte

Erich Kästner veröffentlichte „Emil und die Detektive“ 1929, illustriert von Walter Trier. Es war sein erster großer Erfolg und das einzige seiner vor 1945 erschienenen Werke, das der Bücherzensur der Nationalsozialisten entging. Übersetzt wurde der Roman in mindestens 59 Sprachen.

Literarisch war Emil ein kleiner Wendepunkt: Kästner erzählte nicht im Märchenton, sondern verlegte die Handlung mitten in die reale, moderne Großstadt. Und er nahm Kinder ernst als eigenständige Figuren, die ihre Probleme selbst lösen, ohne dass Erwachsene sie retten. Bis heute gilt der Roman deshalb als einer der Urtexte des Kinderkrimis.

Verfilmt wurde der Stoff seither vielfach, bis heute rund neunmal, unter anderem in Argentinien und Japan. Die erste Adaption entstand bereits 1931 unter der Regie von Gerhard Lamprecht; am Drehbuch war ein gewisser Billy Wilder beteiligt, der später in Hollywood Filmgeschichte schrieb. 2001 brachte Franziska Buch eine modernisierte Fassung mit Jürgen Vogel ins Kino. Für die UFA ist es nach „Das fliegende Klassenzimmer“ bereits die zweite Kästner-Adaption innerhalb weniger Jahre.

Dass an der Neuverfilmung einiges stimmt, zeigt eine frühe Auszeichnung: Bei der Filmkunstmesse 2026 wurde „Emil und die Detektive“ mit dem Gilde-Filmpreis als bester Kinderfilm geehrt. Seine Weltpremiere feierte der Film passenderweise am Weltkindertag in der Berliner Kulturbrauerei.

Warum Familienkino immer eine gute Idee ist

Ein Kinobesuch ist mehr als „einen Film gucken“. Gerade im Familienalltag, in dem Bildschirmzeit oft allein und nebenbei stattfindet, ist das gemeinsame Kino ein bewusstes Gegenprogramm: großes Bild, kein zweiter Screen, kein „kurz pausieren“. Alle erleben dieselbe Geschichte im selben Moment und haben danach garantiert Gesprächsstoff.

Für Kinder ist der Kinobesuch außerdem ein kleines Abenteuer für sich: das Foyer, die Popcorn-Tüte, das Kribbeln, bevor es losgeht. Und Stoffe wie „Emil und die Detektive“ liefern nebenbei Themen, über die zu reden sich lohnt über Mut, über Freundschaft, über die Frage, was man tut, wenn einem Unrecht geschieht. Mit einer Freigabe ab 6 Jahren (FSK 6) ist „Emil“ schon für jüngere Grundschulkinder geeignet, ideal für einen der ersten großen Kinobesuche. Die Fahrt nach Hause ist dann oft die beste Zeit für ein Gespräch, das ganz von allein entsteht.

Kinostart & Trailer

„Emil und die Detektive“ läuft ab dem 24. September 2026 im Verleih von Warner Bros. Pictures Germany in den Kinos. Den Trailer gibt es hier:

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