Papas und Kindermusik, das ist nicht immer so einfach für uns Kerle mit unserem ganz eigenen Musikgeschmack. Wie oft hast du schon innerlich geschrien, wenn zum 47. Mal an diesem Tag „Die Räder vom Bus“ aus der Bluetooth-Box gedudelt hat? Wie oft musstest du „Bibi Blocksberg“ oder „Bobo Siebenschläfer“ hören, bis du ernsthaft überlegtest, das Autoradio rauszureißen? Wir Väter kennen das Dilemma: Kinder brauchen Musik. Aber muss es immer so… naja… kindisch klingen?
Die gute Nachricht: Es geht auch anders. Und zwar richtig gut. Dominik Merscheid heißt der Mann, der am 19. Februar 2026 sein zweites Album „Guter Dinge“ digital veröffentlicht und der beweist, dass Kindermusik verdammt clever, musikalisch anspruchsvoll und gleichzeitig unterhaltsam sein kann. Für die Kinder und für uns Papas sowieso.
Ein Album, das der ganzen Familie guttut
„Guter Dinge“ ist kein Album, das man nach drei Durchläufen genervt überspringt. Es ist eines, das tatsächlich in der Rotation bleibt, weil es mehr ist als bunte Soundkulisse. Dominik schafft etwas, das in der Kindermusik-Landschaft selten geworden ist: Er nimmt seine Hörer ernst. Ob vier oder vierzig Jahre alt.

Die zwölf Songs des Albums erzählen Geschichten, die zwischen Realität und Fantasie pendeln, ohne dabei ins Kitschige abzudriften. Da gibt es ein „Monsterchen“, das kein gruseliges Ungeheuer ist, sondern ein kleines Energiebündel. Wer Kinder hat, weiß sofort, wovon die Rede ist. Es geht um Flaschenposten („Apparebix“), Bahnreisen ins Blaue („Ausflugstag“) und philosophische Fragen, die Merscheid mit einem Augenzwinkern beantwortet („Ich weiß es auch nicht genau“).
„Aus der Perspektive eines Erwachsenen, der sein kreatives inneres Kind nicht vergessen hat“
…beschreibt Merscheid selbst seine Herangehensweise. Und genau das merkt man jedem Song an.
Musik mit Haltung und ohne Autotune
Was Dominik Merscheid von vielen anderen Kinderliedermachern unterscheidet: Er kann wirklich spielen. Und zwar alles. Der 38-jährige Multiinstrumentalist hat sämtliche Instrumente auf „Guter Dinge“ selbst eingespielt. Nacheinander. Ohne Metronom. Meistens in einem einzigen Durchlauf. Auch die Vocals hat er in nur wenigen Takes aufgenommen und auf Autotune komplett verzichtet.
„Man soll gerne hören, dass diese Lieder ein Mensch und keine Maschine produziert hat“, sagt er selbst. In Zeiten von KI-generierter Einheitsmusik ist das ein Statement. Und es klingt. Die Songs haben Groove, Seele und eine musikalische Tiefe, die man sonst eher bei Singer-Songwritern für Erwachsene findet.
Dominiks Einflüsse reichen von Paul McCartney über Reinhard Mey bis zu modernen Beat-Produzenten wie Benny Sings oder Jack Stratton von Vulfpeck. Das Ergebnis: Kinderlieder, die in der reichhaltigen Rockmusik-Tradition der 60er und 70er verwurzelt sind, aber gleichzeitig frisch und zeitgemäß klingen.
Warum gute Musik auch für Kinder wichtig ist
Studien zeigen: Musik fördert die Sprachentwicklung, emotionale Intelligenz und Kreativität von Kindern. Aber nicht jede Musik hat den gleichen Effekt. Komplexe Melodien, durchdachte Texte und handgemachte Sounds regen das Gehirn anders an als monotone Kinderlieder-Loops. Musik wie die von Dominik Merscheid bietet Kindern (und Eltern!) echte Hör-Erlebnisse zum Mitsingen, Nachdenken, Tanzen oder einfach nur Genießen.
Texte, die mehr sind als Gereime
Merscheid nennt seine Lieder selbst „Quatsch mit Strophen“, aber das ist tiefgestapelt. Klar, es wird gereimt, fabuliert und auch mal Unsinn erzählt. Aber zwischen den Zeilen steckt oft mehr. In „Klitzeklein“ geht es um die Idee eines Universums im Universum. In „Besonders“ entwirft Merscheid eine Utopie, in der Menschen nach ihren Bedürfnissen leben und lernen können. Ein subtiler Seitenhieb auf das moderne Schulsystem, den der studierte Grundschulpädagoge geschickt in einem ABC-strukturierten Refrain versteckt.
„Die Kiste“ könnte man als kritischen Soundtrack zur KI-Revolution lesen oder einfach als spaßiges Lied übers Erfinden und Reparieren. Genau diese Vielschichtigkeit macht die Songs so hörenswert. Kinder nehmen die Geschichte auf der Oberfläche mit, wir Erwachsenen schmunzeln über die cleveren Subtext-Ebenen.

Und dann gibt es Songs wie „Mittwoch“, in dem Merscheid das alltägliche Geheimnis besingt, warum an diesem Wochentag immer etwas Merkwürdiges passiert. Oder „Hat alles zwei Seiten“, eine Hymne auf die dialektische Vereinigung von guten und schlechten Nachrichten. Philosophie für Kinder? Ja, bitte!
Ein Album für gemeinsame Momente
Das Schöne an „Guter Dinge“: Es ist Musik, die verbindet. Die man zusammen hören kann, ohne dass einer von beiden Generationen genervt aufstöhnt. Ob auf dem Weg zur Kita, beim Sonntagsfrühstück oder abends zum Runterkommen, diese Songs schaffen Momente.
„Ausflugstag“ zum Beispiel ist der perfekte Soundtrack für die nächste Bahnfahrt (Stichwort: Deutschlandticket!). „Mein Monsterchen“ bringt Schwung in den Morgen. Und „Wintermorgen“, der Abschluss-Track im Stil der Comedian Harmonists, ist einfach nur wunderschön, gerade jetzt im Februar.
Zum Album-Release am 19. Februar gibt es übrigens auch ein Musikvideo zu „Mein Monsterchen“ auf YouTube, das mit alten Super8-Aufnahmen von Merscheid als Kleinkind aus den späten 80ern arbeitet. Guckt es euch gleich mal an:
Mehr als nur Musiker: Klinikclown mit Herz
Was Dominik Merscheid zusätzlich sympathisch macht: Er ist nicht nur Liedermacher, sondern auch Klinikclown. Seit 2022 arbeitet er regelmäßig in Krankenhäusern und bringt Kindern in schwierigen Situationen Musik und Freude. Diese Erfahrung fließt in seine Songs ein durch die Empathie, mit der er Geschichten erzählt, und in der Leichtigkeit, mit der er schwere Themen angeht.
Außerdem: Dominik Merscheid reist zu seinen Auftritten ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Nachhaltigkeit und Kindermusik passt perfekt zusammen.
Die Auszeichnungen
Dominik Merscheid ist kein Unbekannter mehr. Er gewann das Weberlein 2021 und den renommierten LEOPOLD 2024, beides wichtige Kindermusikpreise. Außerdem wurde er vom deutschen Rolling Stone empfohlen und seine Songs laufen regelmäßig im Kinderradio (u.a. „Die Sendung mit der Maus zum Hören“) sowie im KIKA. Sein Ohrwurm „Flohmarkt“ kennen inzwischen hunderte Kitas und Grundschulen.
Fazit: Kaufen. Hören. Weitersagen.
„Guter Dinge“ ist ein Album, das in jede Familien-Playlist gehört, weil es einfach verdammt gute Musik ist. Dominik Merscheid zeigt, dass Kinderlieder intelligent, witzig, tiefgründig und musikalisch anspruchsvoll sein können, ohne dabei die Leichtigkeit zu verlieren. Er nimmt uns Eltern ernst, ohne die Kinder zu vergessen. Und er macht Musik, die nicht nervt. Selbst beim 47. Mal nicht.
Also: Spotify anwerfen, „Guter Dinge“ suchen und gemeinsam mit den Kids reinhören. Wetten, dass auch du nach ein paar Songs mitpfeifst?
Tracklist „Guter Dinge“:
- Mein Monsterchen
- Apparebix
- Ausflugstag
- Ich weiß es auch nicht genau
- Klitzeklein
- Mittwoch
- Besonders
- Die Kiste
- Ausprobiert
- Zaubern
- Hat alles zwei Seiten
- Wintermorgen
Release: 19. Februar 2026, über digitale Kanäle
Mehr Infos: www.dominikmerscheid.de
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