Bei Menschen mit dem XY-Chromosomenpaar feiern die Glückshormone bei einem Wort Kirmes: „Carrera“. Dieses eine Wort begleitet einen Jungen bereits von Kindesbeinen an. Im Spielzimmer mit der „Carrera-Bahn“, später auf der Straße oder auf der Rennstrecke mit dem Porsche Carrera. Carrera ist das Markensynonym für Motorsport im Kinderzimmer – wie Pampers bei Windeln, Kettcar bei Aufsitzfahrzeugen oder Tempo bei Taschentüchern. Wir haben mit dem Menschen gesprochen, der die Geschicke des Unternehmens sicher wie den Jägermeister BMW auf der schwarzen Steck-Strecke lenkt: Andreas Stadlbauer, geschäftsführender Gesellschafter Stadlbauer Marketing & Vertriebs GmbH, Vater von 4 Söhnen zwischen 15 und 18 Jahren.

1. Wann bist Du zum ersten Mal mit Carrera in Kontakt gekommen?

Zum ersten Mal habe ich eine Carrera Rennbahn im Showroom meines Vaters gesehen und damit kam die Bahn sofort ganz oben auf meine Wunschliste. Als 7-jähriger kleiner Bub stand die Carrera Rennbahn dann endlich unter dem Weihnachtsbaum. Ich bekam glänzende Augen und feuchte Hände, wollte sofort an den Handregler und Gas geben – es war mit das schönste Weihnachtsfest, an das ich mich erinnern kann! Die Autos haben es natürlich dann auch noch rausgerissen. Dabei waren die berühmten Fahrzeuge: der Ferrari von Niki Lauda, der Porsche Carrera C6, der Ferrari Dino und der BMW Jägermeister.

2. Was ist für Dich das faszinierende an Carrera?

Das man mit kleinen Rennautos fast genau den gleichen Spaß haben kann wie mit den Autos im Maßstab 1:1. Außerdem können Generationen auf gleicher Ebene gegeneinander Rennen fahren und Gas geben. So kann sich die ganze Familie an der Rennbahn treffen und messen, wo gibt es das noch?

Carrera Andreas Stadlbauer

[blockquote]Einmalig in der Geschichte von Carrera bleiben aber mit Sicherheit die freudigen Gesichter vieler Männer, die ihre Rennbahn auspacken.[/blockquote]

3. Seit 50 Jahren gibt es jetzt die Marke Carrera. Was waren die Höhepunkte dieser Erfolgsgeschichte?

Der erste Höhepunkt war die Umbenennung der Autorennbahn in die Marke Carrera und wie sich daraus in den 70er und 80er Jahren der Begriff für „Motorsport für zuhause“ entwickelt hat. Absolutes Highlight war natürlich auch die Einführung des digitalen Systems, das echtes Rennfeeling ins heimische Wohnzimmer gebracht hat und bis heute Fahrer an der Rennbahn in schwitzen bringt und zu emotionalen Gefühlsausbrüchen führt.

Betriebswirtschaftlich gesehen war das Erreichen der Marktführerschaft weltweit in den Jahren 2009 und 2010 der absolute Höhepunkt. Sicherlich aber auch die technischen Innovationen wie etwa die Entwicklung der kabellosen Handregler und die damit einzigartige Bewegungsfreiheit an der Rennstrecke.

Einmalig in der Geschichte von Carrera bleiben aber mit Sicherheit die freudigen Gesichter vieler Männer, die ihre Rennbahn auspacken.

4. Autorennen sind Männersache. Auch in den Kinderzimmern?

Absolut! Auch ein 6-jähriger Nachwuchsrennfahrer will gewinnen und am Ende auf dem Siegertreppchen stehen.

5. Hast Du eine eigene Carrera-Bahn zuhause?

Ja, natürlich. Ich habe derzeit eine Rennbahn mit einem Streckenlayout des Spielbergrings zu Hause aufgebaut. Gerade nach der Rückkehr der Formel-1 in Österreich musste das sein.

Fahrzeuge, die ich bevorzuge sind aus der Le Mans Series, historische Rennautos und natürlich habe ich auch eine Rennsammlung der Formel-1-Fahrzeuge von Ferrari und Red Bull.

6. Welches Zubehör sollten Daddys unbedingt verbauen?

Für Kinder: Looping, Schanze, Kreuzung

Für den Papa selbst: Race-Management, möglichst viele X-Weichen vor den Kurven beim digitalen System, eine Steilkurve und zur optischen Auflockerung eine Boxengasse mit Grid Girls. Derzeit arbeiten wir noch an einer Nottaste mit der Funktion „Mama wir haben Durst“. Ist allerdings noch in Arbeit…

7. Muss man als Carrera-Chef ein Faible für Motorsport haben? Bist Du selbst aktiv oder als Gast bei Motorsportveranstaltungen?

Man muss gute Kontakte zur Auto- und Motorsportindustrie haben. Besuche bei Motorsport-Veranstaltungen sind nicht nur berufliche Verpflichtung, sondern auch privates Vergnügen. Früher bin ich selbst Formel Renault gefahren und nehme natürlich auch immer wieder an wichtigen Motorport-Veranstaltungen teil.

8. Wieviel Zeit verbringst Du mit Deinen Kindern und wie?

Meine Kinder sind zwischen 15 und 18 Jahre alt und aufgrund dessen muss man die Frage eher so stellen: Wieviel Zeit stellen die Kinder ihrem Vater zur Verfügung? Aber immer beliebt sind gemeinsame Besuch von Motorsport-Veranstaltungen, Segeln und Fischen und ein gemütlicher Grillabend. Wichtige Entscheidungen bei Diskussionen fallen im Zweifelsfall an der Carrera Bahn.

9. Was würdest Du Deinem besten Freund mit auf den Weg geben, wenn er Vater wird?

Ruhe bewahren! Denn in der Ruhe liegt die Kraft.

10. Was ist neben einer Carrera-Bahn Dein absoluter Geheimtipp für das Kinderzimmer?

Wenn ich an meine Kindheit zurück denke, war für mich eine Taschenlampe lebensnotwendig für nächtliche Ausflüge ohne Wissen der Eltern.

Aus meiner Erfahrung als Vater kann ich einen grundlegend wichtigen Tipp an Eltern weitergeben: die Wände im Kinderzimmer so gestalten, dass man schnell und flexibel auf die jeweiligen Altersinteressen der Kinder reagieren kann.

Carrera Andreas Stadlbauer

Vielen Dank für das Interview, Andreas. Viel Erfolg weiterhin. Es ist nicht nur uns ein großes Anliegen, in den Kinderkaufhäusern und Spielwarenabteilungen in eurem Sortiment zu stöbern.

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