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Fallen, aufstehen, weitermachen – “Go for It!” begleitet Kids beim Streetsport

Go for It Key Visual 1

Bei Fernsehtipps sind wir ehrlich gesagt eher zurückhaltend. Kinder sollen sich bewegen, draußen sein, sich ausprobieren, und nicht stundenlang vor dem Bildschirm sitzen. Bei “Go for It!” machen wir trotzdem eine Ausnahme. Die neue 22-teilige Doku-Serie von KiKA, BR und NDR begleitet Kinder und Jugendliche beim Breaking, Streetball, Skaten und Kickboxen.

Sie zeigt dabei etwas, das man Kindern schwer erklären, aber gut zeigen kann: wie man an einer Herausforderung wächst. Ab dem 21. Oktober 2026 ist die Serie in der ARD Mediathek, auf kika.de und in der KiKA-App zu sehen, ab dem 22. Oktober um 20.10 Uhr auch im KiKA-Programm.

Worum geht es bei “Go for It!”?

Streetsport ist längst mehr als ein Trend aus dem Hinterhof. Skateboarding ist olympisch, Breaking stand 2024 in Paris auf dem Programm, und auf dem Basketball-Court um die Ecke wird nach eigenen Regeln gespielt. Genau diese Welt holt “Go for It!” ins Kinderprogramm, und zwar nicht mit Profis, sondern mit Kindern, die ganz normal anfangen.

Die Serie ist in vier Staffeln aufgeteilt: drei Streetsportarten und ein Kampfsport, jeweils in einer anderen Stadt und mit einer anderen Gruppe. Die Kids kommen aus unterschiedlichen Lebenswelten. Was sie verbindet, ist die Leidenschaft für ihren Sport und die Erfahrung, dass man nicht alles beim ersten Mal kann.

Breaking in München: Eigener Stil statt Kopie

In der Münchner Breaking-Szene treffen wir Leon, Lennox, Ida und Luwa. Zwischen Training, Bühnenauftritten und Battles suchen die vier ihren eigenen Stil. Wer jetzt an Gruppenchoreografie aus dem Musikvideo denkt, liegt falsch. Beim Breaking geht es um Individualität: Jede und jeder soll den eigenen Ausdruck finden und sich trotzdem in der Crew behaupten.

Ganz nebenbei lernen junge Zuschauerinnen und Zuschauer, was BBoys und BGirls eigentlich sind und warum ein Battle zwar ein Wettkampf ist, aber kein Streit. Die eigentliche Botschaft der Folgen ist aber eine andere: an sich selbst glauben, auch wenn der Powermove noch nicht sitzt.

Streetball in Nürnberg: Respekt auf dem Court

Bryan, Ayelén und Eliah verbringen ihre Freizeit am liebsten auf dem Streetball-Court in ihrem Nürnberger Viertel. Dort gibt es keinen Vereinsausweis und keine Aufnahmeprüfung. Wer spielen will, spielt mit. Was zählt, sind Respekt und Fairness.

Für viele Kinder ist das eine wertvolle Erfahrung: Ein Platz, an dem nicht der Notenschnitt oder die Markenschuhe entscheiden, sondern wie man miteinander umgeht. Die Serie erklärt außerdem, wie sich Streetball vom klassischen Basketball unterscheidet. Spoiler: weniger Regeln, mehr Kreativität, kleinere Teams.

Skaten in Hamburg: Der erste Drop-In

Momme, Emilia, Luna und David aus Norddeutschland stellen sich in Hamburg zum ersten Mal auf ein Skateboard. Wer selbst schon mal oben auf einer Rampe stand und in die Tiefe geschaut hat, weiß, wie groß der Kloß im Hals sein kann.

Mit erfahrenen Coaches überwinden die vier ihre Ängste und wachsen als Team zusammen. Am Ende des ersten Tages fahren alle eine kleine Rampe herunter und meistern ihren ersten Drop-In, also das Einfahren von der Rampenkante in die Schräge. Das ist der Moment, in dem aus Angst Stolz wird. Und genau das ist es, was wir unseren Kindern wünschen: die Erfahrung, dass sich Mut lohnt, und zwar nicht trotz, sondern wegen der Angst davor.

Kickboxen in Rostock: Disziplin und Durchhaltevermögen

Etwas aus der Reihe fällt die vierte Staffel. Kickboxen ist kein Streetsport, sondern ein Kampfsport. Matilda, Mia, Moritz und Theodor aus Rostock starten ihr Abenteuer mit einem Kennenlernen und einem Fitnesscheck: Seilspringen, Liegestütze, Kraftübungen. Begleitet werden sie von Weltklasse-Coaches wie Jette Körner und Rateb Hatahed.

Wer bei Kampfsport sofort an Prügelei denkt, wird hier eines Besseren belehrt. Im Mittelpunkt stehen Durchhaltevermögen, Disziplin und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Die Kids lernen auch, was man für eine Gürtelprüfung können muss. Kickboxen ist dabei vor allem eines: eine Schule der Selbstbeherrschung.

Warum wir “Go for It!” empfehlen

Klar, auch eine gute Doku-Serie ersetzt keine einzige Minute Bewegung. Aber sie kann der Anstoß dafür sein. Viele Kinder bewegen sich heute zu wenig, das zeigen Studien und Krankenkassen-Reports seit Jahren. Gleichzeitig tun sich gerade Kinder, die im Vereinssport nicht so recht ihren Platz finden, oft schwer, eine Sportart für sich zu entdecken.

Hier setzt “Go for It!” an. Die Serie zeigt Sport ohne Leistungsdruck und ohne Heldentum. Die vorgestellten Kinder haben Zweifel, sie scheitern auch mal, und sie bleiben trotzdem dran. Das ist ehrlicher als vieles, was Kinder sonst über Sport in den Medien sehen. Und es ist eine Botschaft, die nicht nur für das Skateboard gilt, sondern auch für die Mathearbeit, das erste Referat oder den neuen Freundeskreis.

Dazu kommt: Streetsport ist niedrigschwellig. Für Streetball braucht man einen Ball und einen Korb, fürs Breaking eine freie Fläche und Musik. Skateparks gibt es inzwischen in fast jeder größeren Stadt, Kickbox-Probetrainings in vielen Vereinen. Die Hürde zwischen “Hab ich im Fernsehen gesehen” und “Probier ich mal aus” ist also kleiner als bei vielen anderen Sportarten.

Unser Tipp für Väter: Zusammen schauen, dann raus

Unser Vorschlag: Schaut euch eine Folge gemeinsam mit euren Kindern an, am besten die Staffel, die eure Kids am meisten interessiert. Fragt hinterher nach: Was war spannend? Wer hatte Angst und hat es trotzdem gemacht? Was würdest du gern mal ausprobieren?

Und dann: Schuhe an und ab zum nächsten Skatepark, Basketballplatz oder zum Probetraining. Wenn die Serie dafür sorgt, dass euer Kind am Samstag mit dem Skateboard an der Rampe steht, statt am Tablet zu kleben, dann hat sich die Bildschirmzeit mehr als gelohnt. Kleiner Bonus: Viele Väter stellen dabei fest, dass sie selbst auch mal wieder Lust auf einen Korbwurf haben.

Die Mediathek bietet sich übrigens besonders an: Ihr könnt einzelne Folgen gezielt auswählen und die Bildschirmzeit selbst dosieren, statt euch vom Sendeplan treiben zu lassen.

Alle Sendetermine von “Go for It!” im Überblick

ARD Mediathek, kika.de und KiKA-App

  • Breaking (6 Folgen) und Streetball (6 Folgen): online ab 21. Oktober 2026
  • Skaten (5 Folgen): online ab 19. November 2026
  • Kickboxen (5 Folgen): online ab 23. November 2026

KiKA im Fernsehen

  • Breaking: ab 22. Oktober, donnerstags ab 20.10 Uhr in Dreierfolgen
  • Streetball: ab 5. November, donnerstags ab 20.10 Uhr in Dreierfolgen
  • Skaten: ab 19. November, donnerstags um 20.40 Uhr in Einzelfolgen
  • Kickboxen: ab 23. November, montags um 20.35 Uhr in Einzelfolgen

Die Folgen zu Breaking und Streetball produzierte Südkino im Auftrag des Bayerischen Rundfunks, die Folgen zu Skaten und Kickboxen die FILMREIF TV GmbH im Auftrag des NDR.

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