Gesunde Kinderfüße zu jeder Jahreszeit dank Barfußschuhen

Im Sommer sind viele Kinder am liebsten barfuß im Sandkasten, beim Klettern auf dem Spielplatz oder im Garten oder Park unterwegs. Und das finden nicht nur die Kinder, sondern auch die Kinderärzt*innen und Orthopäd*innen ganz großartig, denn so wird der Fuß optimal trainiert. Schuhe engen meist die Entwicklung und die Bewegungsfreiheit ein. Durch Barfußschuhe kann das vermieden werden. Kinderfüße wachsen zu Beginn des Lebens so schnell, dass laut einer Studie 65 Prozent der Kinder zu kleine Schuhe tragen. Das Ergebnis sind gar nicht immer Schmerzen, aber Verformungen und Haltungsfehler. Daher wird empfohlen, dass mindestens die Ein- bis Dreijährigen so lange wie möglich barfuß laufen sollten, um ihre Gesundheit zu fördern. Gern auch länger.

Im Winter wird es natürlich etwas zu kalt ohne das richtige Schuhwerk, aber dank passender Barfußschuhe könnt ihr den Kindern das Gefühl geben, barfuß unterwegs zu sein. Wir hatten euch schon mal die Sport- und Kinderschuhe von Vivobarefoot vorgestellt. Die haben jetzt zusammen mit der Wellness-Expertin Jasmine Hemsley den Barfußschuh für Kinder mit dem Namen Pluma als innovativen Lauflernschuh und als Alternative zu herkömmlichen Tretern entwickelt.

Auf kleinem großem Fuß

In den ersten drei Lebensjahren wachsen Kinderfüße im Durchschnitt etwa 1,5 Millimetern pro Monat. Die Muskeln dazu entwickeln sich erst noch durch das Laufen und die Beanspruchung der Füße. Wenn ihr den Kindern allerdings zu kleine und auch zu steife Schuhe verpasst, dann kann das gerade in der Kleinkindphase zu Gesundheitsproblem mit Langzeitfolgen führen. Es können Fehlstellungen wie die Verlagerung der Großzehe, Schwellungen oder schmerzhafte Entzündungen entstehen. Und manchmal wird so auch der Grundstein gelegt für Spätfolgen wie Arthrosen in den Gelenken der Fußknochen.

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© Isaac Del Toro (Unsplash)

Insofern braucht es gerade Barfußschuhe für Kleinkinder, die als Lauflernschuh geeignet sind und die Knochen, Muskeln und Gelenke stärken. Darüber hinaus sollen die Schuhe nicht drücken und den Bewegungsdrang der Kleinen unterstützen.

„Lauflernschuhe wie der Pluma können das Leben unserer Kleinsten verbessern. Sie ermöglichen es ihnen, sich auf eine natürlichere und gesündere Weise mit der Welt zu verbinden.“

Galahad Clark, Mitgründer von Vivobarefoot

Immer an die Gesundheit denken

In den ersten Lebensjahren sind Kinderfüße noch weich und biegsam. Sie wachsen und entwickeln sich bis ins Teenageralter, daher ist es sehr wichtig, die natürliche Entwicklung zu unterstützen und die Bewegung sowie Geschicklichkeit frühzeitig zu fördern. Das Barfußlaufen oder das Tragen leichter, flexibler Barfußschuhe kann die Muskulatur der Füße und Knöchel von Anfang an stärken, das Gleichgewicht verbessern und somit zu einer gesunden Körperhaltung beitragen.

Gerade der Wechsel vom Krabbeln zum Gehen ist nicht nur ein Meilenstein für euer Kind, sondern auch der richtige Zeitpunkt, um einen flexiblen Schuh zu beschaffen, dessen Sohle sich um die Zehen wickelt. Denn grundsätzlich hilft das Barfußlaufen den Kindern dabei, natürliche Kraft, Flexibilität und sensorische Wahrnehmung in ihren Füßen zu entwickeln. Und das ist wichtig für die Verbesserung ihres Gleichgewichts und ihrer Stabilität.

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© Callum Hill (Unsplash)

Die Passform hat langfristige Folgen für Kinderfüße

Gerade Bei Laufanfänger:innen werden Schuhe schnell zu klein, weil die kleinen Füße so rasant wachsen. Kinder bemerken aber durch noch nicht ausgebildete Rezeptoren oft gar nicht, dass ein Schuh drückt. Oder haben sich eure Kinder schon mal über zu kleine Schuhe beschwert? Wahrscheinlich nicht, denn leider gewöhnen sich Kinder schnell an die falsche Passform. Jasmine Hemsley, bekannt als Expertin für Wohlbefinden, ist selbst Mutter von zwei Kindern und seit einem Jahrzehnt Barfußschuhträgerin. Ihr Nachwuchs fängt nun gerade mit dem Laufen an.

Hemsley betont daher die Wichtigkeit der natürlichen Bewegungsentwicklung der jungen Familienmitglieder: „Für mich war es ein besonderes Anliegen, dass meine beiden Kinder von Anfang an natürliche Bewegungsfreiheit erleben. Federleichte und atmungsaktive Barfußschuhe wie der Pluma schließen eine Lücke. Denn so ein Schuh dient als schützende Schicht, die es den kleinen Träger:innen ermöglicht, sich so zu bewegen, wie es die Natur vorgesehen hat.“.

Barfußschuhe helfen bei den ersten Schritten
© Vivobarefoot

Andere Barfußschuhe für Kinder

Wenn ihr auf die Suche nach Barfußschuhen für eure Kinder geht, dann achtet auf gute Qualität und gern auch auf tierfreie und hautfreundliche Materialien. Die Optik ist weniger entscheidend und eurem Kind auch überhaupt nicht wichtig. Vielmehr geht es um eine gute Passform und ausreichend Grip. Neben Vivobarefoot entwickelt zum Beispiel auch leguano seit 2009 diverse Barfußschuhe, auch für Kinder.

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Im Ort Buchholz in Rheinland Pfalz entwickelt leguano eine Vielzahl Barfußschuhe für Kinder und Erwachsene mit einem Mix aus funktionalem, schicken Design und traditionellem Schuhmacherhandwerk. Unter anderem gibt es unter dem Namen der leguanitos eine Vielzahl Lauflernschuhe für Kinder, die auch alle biegsam und formbar sind.

Maß nehmen

Die Experten empfehlen übrigens eine regelmäßige Kontrolle der Kinderfüße und der verwendeten Schuhe. Startet die Kontrolle am besten mit dem Ausmessen der Füße. In Abhängigkeit des Alters wird folgende Frequenz empfohlen:

  • im Alter von ein bis drei Jahren sollte etwa alle 3 Monate überprüft werden, ob die Schuhe noch passen,
  • im Alter von drei bis sechs Jahren reicht die Kontrolle drei Mal jährlich
  • im Alter von sechs bis zehn Jahren sollte alle 5 Monate geprüft werden.

Etwas ältere Kinder könnt ihr gern in den Kaufprozess einbeziehen, damit die neuen Schuhe nicht ungetragen in der Ecke stehenbleiben. Und achtet auch immer darauf, dass eure Kinder so oft es geht barfuß laufen. Also in der Wohnung, in der KiTa und bei passender Jahreszeit gern auch im Garten oder auf dem Spielplatz. Das fördert die Gesundheit, das Gleichgewicht und auch ein gutes Körpergefühl.

Titelbild © Vivobarefoot

Foto des Autors
Autor
Kai Bösel
Kai Bösel ist Patchwork-Dad von drei Kindern, die eigene Tochter Mika ist im April 2012 geboren. Der Hamburger ist Online-Publisher und betreibt neben Daddylicious auch das "NOT TOO OLD magazin" inklusive Podcast. Außerdem schreibt er für ein paar Zeitschriften und Magazine und hilft Kunden und Agenturen als Freelance Consultant. Nach dem Job entspannt er beim Laufen oder Golf.