Familienleben

Der handwerklich begabte Vater – Wie beseitigt man Schimmel?

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Schimmel tritt in vielen Häusern und Wohnungen auf und kann eine echte Gesundheitsgefahr darstellen. Breiten sich die Schimmelsporen aus, treten nicht selten Atemwegserkrankungen auf, die für Kinder sowie für Erwachsene gleichermaßen gefährlich sein können. Im Idealfall wird einer Schimmelbildung von Anfang an vorgebeugt – ist es aber bereits zu einem Befall gekommen, können Väter mit etwas handwerklichem Geschick selbst eingreifen.

Schimmel im Keller oder auf dem Dachboden – was tun?

Wer etwa im Keller Schimmel entdeckt, sollte schnell handeln und keine Zeit verlieren. Je mehr sich die unerwünschten und potenziell gefährlichen Pilze ausbreiten, umso schwieriger wird es, sie wieder loszuwerden. Am besten ist es natürlich, einer Schimmelbildung vorzubeugen, so etwa mit einem geeigneten Rohrventilator, der für eine angemessene Belüftung auch von Feuchträumen sorgt. Ist aber schon Schimmel vorhanden, sollten Väter schnell die erforderlichen Schritte einleiten, um ihre Familie zu schützen. Dazu gehört erst einmal eine Einschätzung des bereits eingetretenen Schadens, zu der auch eine Feuchtigkeitsmessung mit einem Hygrometer gehören kann.

In den meisten Fällen ist nämlich eine zu hohe Luftfeuchtigkeit für die Schimmelentwicklung in den Kellerräumen oder auf dem Dachboden verantwortlich. Eine Behandlung der vom Schimmel betroffenen Stellen ist immer dann möglich, wenn es sich um eine Fläche von weniger als 0,5 Quadratmeter handelt und der Schimmel nur oberflächlich vorhanden ist. Dann ist es möglich, ihn mit einem speziellen Schimmelmittel, hochprozentigem Alkohol oder Wasserstoffperoxid entfernen.

Was ist bei der Schimmelentfernung zu beachten?

Schimmel stellt auch bei der Entfernung ein potenzielles Gesundheitsrisiko dar. Väter, die ihre eigenen vier Wände von den Sporen befreien möchten, müssen dabei unbedingt auf ihre eigene Sicherheit und die ihrer Kinder achten. Der Nachwuchs hat bei der Schimmelentfernung nichts zu suchen, da sich die Sporen bei diesem Vorgehen in der Luft verteilen. Sie dürfen keinesfalls eingeatmet werden, weshalb unbedingt eine FFP2-Schutzmaske getragen werden muss. Auch Handschuhe sind erforderlich, da ein Kontakt mit der Haut ebenfalls vermieden werden sollte.

Die Türen zu den Wohnbereichen müssen während der Behandlung der Oberflächen geschlossen bleiben, während die Fenster im Keller oder auf dem Dachboden geöffnet werden sollten. Auch wenn im Handel häufig chlorhaltige Schimmelentferner angeboten werden, warnen Experten davor, diese in geschlossenen Räumen anzuwenden.

Nach vollendeter Oberflächenbehandlung ist es wichtig, einer erneuten Schimmelbildung vorzubeugen: An dieser Stelle sollten unbedingt die Ursachen ermittelt und beseitigt werden. Ist es bereits zu einem starken Schimmelbefall gekommen, ist es zudem immer ratsam, einen Fachmann mit der professionellen Entfernung zu beauftragen. 

Schimmel dauerhaft vorbeugen: So bleibt das Raumklima gesund

Damit der Schimmel nach der Behandlung nicht zurückkehrt, kommt es vor allem auf das richtige Lüften und Heizen an. Mehrmals täglich für fünf bis zehn Minuten stoßzulüften ist deutlich wirkungsvoller als ein dauerhaft gekipptes Fenster, das die Wände auskühlen lässt. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte in Wohnräumen zwischen 40 und 60 Prozent liegen.

Ein einfaches Hygrometer zeigt schnell an, ob Handlungsbedarf besteht. Nasse Wäsche gehört nicht in kühle, schlecht belüftete Kellerräume, und Schränke sollten einige Zentimeter Abstand zur Außenwand haben, damit die Luft zirkulieren kann. Das gilt ganz besonders für das Kinderzimmer, in dem der Nachwuchs viele Stunden am Tag verbringt.

Wann der Profi ran muss und was Mieter wissen sollten

Kehrt der Schimmel trotz aller Maßnahmen immer wieder zurück, steckt häufig ein bauliches Problem dahinter, etwa eine undichte Stelle im Mauerwerk, eine Wärmebrücke oder aufsteigende Feuchtigkeit. In solchen Fällen hilft nur eine gründliche Ursachenanalyse durch einen Sachverständigen. Wer zur Miete wohnt, sollte einen Schimmelbefall zudem umgehend dem Vermieter melden, am besten schriftlich und mit Fotos dokumentiert.

Größere Eingriffe auf eigene Faust sind dann nicht ratsam, da die Beseitigung baulicher Mängel in der Verantwortung des Eigentümers liegt. Klagen Kinder oder andere Familienmitglieder über anhaltenden Husten, gereizte Augen oder häufige Kopfschmerzen, kann ein Besuch beim Kinder- oder Hausarzt Klarheit bringen. Mit schnellem Handeln, konsequenter Vorbeugung und einem wachsamen Blick bleibt das Zuhause für die ganze Familie ein gesunder Ort.

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