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Heute gibt’s mal etwas schwere Kost für Euch. Aber eine Meldung aus der Presse hat mich seit einigen Tagen am Wickel. Und ich möchte einfach nur die Chance nutzen, Euch darauf hinzuweisen und zu sensibilisieren. Die meisten von Euch sind bereits Vater oder werden es bald sein. Und aus eigener Erfahrung weiß ich, welch intensive Liebe man plötzlich empfindet und wie beschützenswert das kleine Lebewesen ist, für dessen Wohl man von nun an verantwortlich ist. Nachrichten über Unfälle von Kindern oder Horrormeldungen aus Kriegsgebieten kann man da gar nicht gut verknusen. Dabei fängt leider für sehr viele Kinder die Gewalt und das Leid schon in den eigenen vier Wänden an.

Und das macht wirklich betroffen. Sicherlich können auch schon recht kleine Babys mal anstrengend sein, wenn sie nicht einschlafen oder offensichtlich grundlos schreien. Aber was muss bloß passieren, dass sich Eltern nicht anders zu helfen wissen, als die Hand gegen Ihr Kind zu erheben? Der 2012 gegründete Deutsche Kinderverein Essen e.V. ist eine Einrichtung, die sich bundesweit aktiv für den Schutz von Kinderrechten einsetzt. Überparteilich und überkonfessionell. Eine der Hauptaufgaben ist dabei, die Gesellschaft auf Kindesmisshandlung aufmerksam zu machen, von der nach der neuesten Statistik jedes sechste Kind in Deutschland betroffen ist. Jedes sechste Kind. Unvorstellbar. Gewalt ist kein Kavaliersdelikt, dafür gehört den Eltern die Hand abgehackt. Erziehung muss gewaltfrei bleiben.

Super ist es, dass Firmen den Verein unterstützen. So sind nun durch die renommierte Hamburger Werbeagentur Zum goldenen Hirschen zwei Videos entstanden, die auf das Thema Gewalt gegen Kinder aufmerksam machen sollen. Die Agentur hat die Filme ohne Honorar produziert. Das ist ebenfalls großartig. Auch wenn die Clips einem beim Anschauen das Blut in den Adern gefrieren lassen. Denn nicht wenige Kinder spüren täglich genau diese Angst, die in den kurzen Filmen rüberkommt. Das ist schockierend. Die Spots laufen ab jetzt bis September auch auf RTL, Vox und n-tv. Dazu erklärt Jens Portmann, Geschäftsführer Beratung bei den Goldenen Hirschen: „Kindesmisshandlung passiert hier und jetzt. Es handelt sich dabei auch keineswegs um ein Randgruppenproblem, wie allzu oft vermutet wird. Das einer breiten Öffentlichkeit wieder ins Bewusstsein zu rufen, das ist die Herausforderung, der wir uns mit den TV-Spots stellen„.

Die Bilder in den Spots verzichten bewusst auf Gewaltszenen. Vielmehr transportieren sie die tägliche Angst misshandelter Kinder. Denn „…beim Kopfkino kann niemand wegsehen„, so der Geschäftsführer Kreation von den Goldenen Hirschen, Axel Zimny. Wir gehen nicht davon aus, dass Ihr Gewalt gegen Eure eigenen Kinder ausübt. Aber bitte geht auch aufmerksam durch’s Leben. Guckt nicht weg. Und wenn Ihr das Gefühl habt, dass ein Kind in Not ist, dann mischt Euch ein. Oft erlebt man auf Spielplätzen oder in Supermärkten, wie genervte Eltern Ihre Kinder etwas zu hart anpacken. Da kann man manchmal nur vermuten, was hinter verschlossenen Türen abgeht. Macht sowas nicht mit!

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