Schulgeld, Betreuung, Sparverträge – Bei Vater Staat gibt es neben Freibeträgen für das Kindergeld weitere Steuerfreibeträge, die Eltern in ihrer Steuererklärung absetzen können. Laut Statistischem Bundesamt müssen Eltern für die Kinder bis zum 18. Lebensjahr rund 120.000 Euro berappen, aber was ist schon ein nagelneuer Porsche gegen 18 Jahre Elternglück? Ein Furz.

Wir haben ein paar Steuertipps zusammengetragen, die ihr für das Jahr 2013 anwenden könnt:

Betreuung
Für Kinder bis 14 Jahren können insgesamt zwei Drittel der Betreuungskosten (max. 4.000 Euro pro Kind) als Sonderkosten abgesetzt werden. Darunter fallen Kosten für Krippe, Kita, Kindergarten oder Tagesmutter. Selbst Kosten für die Betreuung durch Oma und Opa können abgesetzt werden, sofern ein entsprechender Vertrag besteht und ein Nachweis erbracht wird, dass für die Leistungen Geld geflossen ist (Kontoauszug reicht). Das hat das Finanzgericht Baden-Württemberg entschieden (Az. 4 K 3278/11). Ist ein Au-Pair im Haus gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder werden diese Kosten als haushaltsnahe Dienstleistung angerechnet oder eben als Kinderbetreuungskosten.

Sparverträge
Wir haben ja bereits über die finanzielle Vorsorge für das Kind berichtet. Es gibt einen jährlichen Sparerfreibetrag von 801 Euro, der auch für Minderjährige gilt. Für die Inanspruchnahme reicht ein Konto auf den Namen des Kindes. Achtung: Eltern dürfen in diesem Fall nicht mehr auf das Geld zugreifen. Also Finger weg!

Riester-Rente
Für Kinder ab dem Geburtsjahr 2008 können bis zu 300 Euro zusätzlich abgesetzt werden. Für Kinder, die vor 2008 geboren wurden gibt es 185 Euro. Diese Zuschüsse werden zusätzlich zu der Grundzulage von 154 Euro gewährt. Das gilt, wenn insgesamt vier Prozent des Vorjahreseinkommens in den Riester-Vertrag eingezahlt wurden (Obergrenze: 2.100 Euro).

Schuldgeld
Besucht das Kind eine Privatschule, können 30 Prozent des Schulgeldes, höchstens jedoch 5.000 Euro geltend gemacht werden.

Unterbringung außerhalb des Elternhauses
Es können 924 Euro im Jahr abgesetzt werden, wenn das volljährige Kind nicht mehr zuhause wohnt, eine Berufsausbildung absolviert und weiterhin kindergeldberechtigt ist. Es muss dafür ein fester Wohnsitz nachweisbar sein.

Unterhalt
Dauert das Studium oder die Ausbildung etwas länger und ist das Kind bereits älter als 25, können die Eltern die Unterhaltszahlungen (Miete, Taschengeld) bis zu einer Höhe von 8.130 Euro/Jahr steuerlich absetzen. Dabei werden die eigenen Einkünfte und Bezüge des Kindes gegengerechnet, die den Betrag von 624 Euro übersteigen. Diese Regelung gilt allerdings nur, wenn kein Kindergeld gezahlt wird oder die Eltern Kinderfreibeträge erhalten.

Private Krankenversicherung
Wer eine private Krankenversicherung besitzt, muss seine Kinder extra versichern. Basisbeiträge für diese Aufwendung können in der Anlage Kind von der Steuer abgesetzt werden.

So, damit könnt ihr Euch ein paar Penunsen vom Staat wiederholen. Am besten, ihr holt Euch noch zusätzlichen Rat beim Steuerberater. Viel Erfolg!

Fotocredit: ©PhotoSG – Fotolia.com

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