[PRESSEREISE] Ende Januar durften auch wir einen Blick ins Dschungelcamp werfen. Der Unterschied: Unser Camp lag vor den Toren Berlins und hatte eine Vielzahl an Annehmlichkeiten, von denen unsere D-Promis in Australien nur träumen können. Das Tropical Islands ist ein Familienresort in der ehemaligen Cargo-Lifter Halle in Brandenburg. Auf 66.000 Quadratmetern Grundfläche finden Tages- und Wochenendgäste Europas größte überdachte tropische Urlaubswelt.

Hier treffen die Asien-Pazifik-Region, Afrika und Südamerika aufeinander – bei durchgehenden Temperaturen um die 26 Grad. In der 360 m langen und 210 Meter breiten imposanten Hallenkonstruktion sind die Übernachtungs, Spaßbad-, Gastronomie- und Wellness-Bereiche inmitten von 50.000 Pflanzen eingebettet. Hier und da mal ein Flamingo, Koi, Pagagei oder Wasserschildkröte und tropische „Beats“ lassen die Besucher in die Tropenwelt eintauchen. Die Tropical Islands bieten rund 6.000 Personen Platz. Laut Betreiber ist das Areal zu 80 Prozent ausgelastet. Das können wir so bestätigen, denn schon um 10:30 Uhr wurde es schwer, sich eine der begehrten Liegen in der „Südsee“ zu sichern.

Die Tropen vor den Toren Berlins

Allein bei der Anfahrt auf dem riesigen Areal ließ sich erahnen, dass wir hier nicht ein herkömmliches Spaßbad besuchen. Oder einen Freizeitpark. Eine Einteilung in eine touristisch gängige Kategorie macht es auch nach dem Besuch schwierig. Das Tropical Islands ist eine Kategorie für sich und vereint vieles unter dem über 100 Meter (!) hohem Dach. Es ist ein Mix aus Hallenbad, Freizeitpark und Urlaubsresort. Es ist ganzjährig und rund um die Uhr geöffnet und ein einmaliges und wetterunabhängiges Reiseziel für Familien mit und ohne Kinder und Erwachsene jeglichen Alters. Der Empfang in der größten freitragenden Halle der Welt ist freundlich und kompetent. Ähnlich wie in einem Hotel bekommen die Besucher umfassende Informationen zum riesengroßen Angebot. Der Gang zum Zimmer sorgt erst einmal für Staunen, denn die Abmessungen der Halle sind riesig und es bedarf eine gewisse Zeit, sich an diese Größe zu gewöhnen. Die Türme der Wasserrutschen, die wahrlich nicht klein sind, wenn man oben steht, verdeutlichen die Abmessungen der Konstruktionen. Man sucht einen Fixpunkt, findet aber irgendwie keinen, der in ein gelerntes Raster passt.

Die Übernachtungsmöglichkeiten – mitten im Geschehen

Die Bewohner sind wahrlich integriert. Bei allen tropisch anmutenden Bauten auf dem Gelände verraten die Zimmernummern an den Türen, dass es sich nicht um getürkte Fassadenbauten handelt, sondern um Übernachtungsmöglichkeiten für die Gäste. Neben den Shops und Gastro-Einrichtungen oder direkt an den Stränden der Badelandschaften finden sich Holzhütten, Hafengebäude oder tropische Bauten, in denen die Gäste Platz finden.

197 Zimmer und Lodges mit 522 Betten in Zweibett- und Vierbett-Zimmern, davon 109 mit Zweier- und 63 mit Vierer-Belegung (172) gibt es. Dazu 25 Lodges mit Zweier-Belegung. Je nach Kategorie entsprechend ausgestattet – von einfach bis gehoben. Dazu stehen 133 Zelte in der Halle mit Lattenrost und Matratze in zwei Regenwald-Camps mit 350 Betten, davon 91 mit Zweier- und 42 mit Vierer-Belegung. Außerhalb der Halle liegt der Tropical Islands Campingplatz mit über 50 Stellplätzen und über 20 Mobile Homes auf über 5.000 Quadratmetern Gesamtfläche.

Dazu gibt es noch umliegende Ferienwohnungen jedweder Couleur. Je nach Geldbeutel ist für jeden etwas dabei. Zu den Preisen kommen wir später…

Spaß, Spiel, Action – Das Angebot auf 6.600 Quadratmetern


Unser Start in das Wochenende war ziemlich rasant. Denn unser erster Check führte uns auf den Kletterturm mit den drei Rutschen. Und weil wir ziemlich lässige Typen sind, haben wir uns gleich ganz nach oben durchgearbeitet. Vorbei an einigen noch zögernden Badegästen. Warum nur? Das Licht an der blauen Rutsche stand auf grün, also hopp rein in den dunklen Tunnel – und im Bruchteil einer Sekunde befand sich die Badehose quasi neben den Ohren.


Verdammt, die ist steil. Auf jeden Fall ein Highlight der Anlage. Für kleine Kinder allerdings nicht geeignet. Für die gibt’s aber auch Action auf kleinen Rutschen, insofern ist das durchaus Familientauglich. Chillen lässt sich perfekt an dem langen Strand der Südsee – wenn man denn eine Liege bekommt. Noch dschungeliger geht es an der Lagune zu, in die man über zwei Rutschen eintauchen kann.


Wir sind insbesondere auf der Suche nach Angeboten für Kinder. Und da werden Eltern und Kinder mit den vielen Spielmöglichkeiten im Tropino Kinderclub mehr als verwöhnt. Klettertürme, Bällebäder, Boote für die Wasserschlacht und Fahrten mit dem E-Motorrad bieten viel Abwechslung für die kleinen Besucher. Die Anlage war top in Schuss und sauber. Ein Wickelraum in der Nähe des Kinderparadieses wäre wünschenswert gewesen. Ansonsten hat es an nichts gefehlt.

Der Spaziergang durch den großen Regenwald und die anliegenden Mangrovensümpfe ist dann wieder eher etwas für die ältere Generation. Hier gibt’s fette Fische und funkelnde Flamingos zu bestaunen. Und für einen Moment kann man durchaus vergessen, dass man durch eine große Halle in Brandenburg spaziert.

Die Minigolf-Anlage wäre auch auf jeden Fall eine Partie wert gewesen. Die 18 Löcher sind spektakulär angelegt und hatten einen anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad. Allerdings war die Bahn abends so schlecht beleuchtet, dass wir uns die fünf Euro pro Nase doch gespart haben. Ach, und ein Abendprogramm mit heißen Samba-Tänzerinnen wird ebenfalls geboten. Dafür fallen allerdings 15 Euro für Erwachsene und zehn Euro für Kids zwischen sechs und 14 Jahren an.

Wem das noch nicht reicht, der kann sich eine Wellness-Behandlung buchen, im Fitness-Club Sport treiben, an Salsa-Workshops teilnehmen, Livemusik lauschen oder sich am Hula-Hoop-Reifen versuchen. Das Tropical Islands steht All-Inclusive-Clubs unter Spaniens heißer Sonne in Sachen Action in nichts nach.

Fast Food, Asia & BBQ – das Tropen-Catering


Im Tropical Islands gibt es 13 verschiedene Restaurants und Bars mit europäischem, amerikanischen oder asiatischen Angebot. Wer jetzt eine Fastfood-Klitsche an der anderen erwartet, der ist schief gewickelt. Klar gibt es Burger, Pizza und Co. für die schnelle Kaloriendusche, allerdings wird auch hier auf ein gewisses Maß an frischer Produktion wert gelegt. Unser erstes Dinner haben wir im Palm Beach Steak Restaurant genossen. Hier ist man „a la carte“ und die Qualität lässt sich mit einem guten Steakhaus wie Maredo & Co. messen.

Freunde der asiatischen Küche finden im Bali-Pavillon ihr Glück. Im Asian Wok House werden die frischen Zutaten vor den Augen der Gäste zubereitet. Unser Highlight war das abendliche BBQ im „Jabarimba“. Das Konzept: Fleisch und Marinade wählen und am Buffet die weiteren Zutaten wie Gemüse, Kräuter, Pilze oder Gewürze aussuchen. Das alles beim Koch abgeben, der alles zusammen auf einer heißen Platte schonend gart. Im „All-you-can-eat“-Modus werden das schnell mal drei oder vier Gänge.


Es gibt Fisch, Baby!

In der Moody Lounge treffen sich die Raucher zu Cocktails und/oder Sky-Übertragungen. Auch für Fußball ist also gesorgt. Das reichhaltige Frühstücksbuffet muss sich auch nicht verstecken. Viel Frucht und Obst und Herzhaftes wie Rührei und Bacon und Kaffeespezialitäten (ohne Aufpreis) satt. Ebenfalls im Jabarimba und je nach Gästeaufkommen auch in den umliegenden Gastroeinrichtungen zu finden. Morgens zur Stoßzeit kann die Schlange am Rührei schon mal etwas länger sein. Hier macht es Sinn, sich entweder sehr früh oder kurz vor Toreschluß einzukehren. Wenn Kinder dabei sind, erübrigt sich eine Strategie. Der frühe Vogel fängt den Wurm.


Es gibt noch einige weitere Lokalitäten, die wir so nicht auf Herz und Nieren getestet haben. Aber der gewonnene Eindruck ist gut und anständig. In der „blauen Stunde“ laden die kleinen Bars an den Stränden zum Sundowner, wenn dieser (leider) außerhalb der Halle stattfindet. Die Preise für Speis und Trank sind moderat und für eine Destination nicht zu teuer. Abgewickelt werden Zahlungen innerhalb der Tropical Islands übrigens über das Chip-Armband. Bargeld bleibt also auf dem Zimmer oder im Schließfach. An mehreren Check-Points kann der aktuelle Stand der Ausgaben überprüft werden.

Mehr Urlaub als Spaßbad – der Unterschied


Wer meint, das Tropical Islands sei eine bessere Schwimmhalle, der wird am Ende des Tages aufgrund der Rechnung eventuell enttäuscht sein. Natürlich kann man auch nur eine Tageskarte ziehen, auf Gastronomie und Angebote wie die kostenpflichtige Sauna verzichten und auf schmaler Rille durch die Halle toben. Aber dann macht es auch längst nicht so viel Laune. Mehr Urlaubsfeeling kommt auf, wenn es gleich am Eingang das erste Eis gibt, zum Mittag einen fettigen Cheeseburger mit Pommes Schranke, dann vielleicht noch ein Airbrush-Tattoo, eine Runde Minigolf oder einen „Rundflug“ im Ballon. Das Tropical Islands kann mehr als jedes Erlebnisschwimmbad. Und so sollte man auch kalkulieren. Dann kommt auch bei einem 48-Stunden-Trip auf jeden Fall schon ganz schnell Urlaubsfeeling auf.

Das Dschungelticket – die Preise

Die Anlage ist in zwei Bereiche aufgeteilt: Der Erlebnis- und Sauna-Bereich. Erwachsene zahlen pro Bereich am Tag 36 Euro, Kinder von 6 – 14 Jahren 28,50 Euro und Kinder bis 5 Jahre haben freien Eintritt. Ein Kombiticket für beide Bereiche beläuft sich für Erwachsene auf 42 Euro. Das Standard-Zimmer gibt es ab 115 Euro pro Person und die Abenteuer-Lodges ab 105 Euro pro Person. Die Zelte innerhalb der Halle starten ab 69 Euro pro Person. Günstiger wird es außerhalb der Hauptattraktion: Die Mobile Homes auf dem großen Gelände um die Halle herum können ab 100 Euro die Nacht gebucht werden und bieten für bis zu 6 Personen ausreichend Platz. Dazu kommt der einmalige Eintritt ins Tropical Islands, egal wie viele Nächte/Tage der Aufenthalt geplant ist. Man zahlt einmal und hat die darauffolgenden Tage keine Eintrittskosten.

Für die Planung für einen Familienaufenthalt empfiehlt es sich, dass Tropenpersonal als Beratung in Anspruch zu nehmen. Denn die Übernachtungsmöglichkeiten sind vielfältig. Und je nach Lage hat man ruhigere Orte oder kürzere Laufwege. Das wissen die Leute vor Ort am besten.

Fazit

Kai und ich haben uns das Dschungelcamp erstmal zu zweit angeschaut. Und wir waren begeistert. Die Unterkünfte sind okay – aber eben auch nicht vier Sterne. Die Regendusche in unserem „Bahamas“-Zimmer könnte mal eine „Überholung“ gebrauchen. Der Spaß beginnt, sobald das Zimmer in Schlappen und Badebuchse verlassen wird. Aufgrund des üppigen Angebotes für kleine Kinder werden wir mit unseren Kleinen auf jeden Fall wiederkommen. Optimalerweise sollten sie dann so vier oder fünf Jahre alt sein, um die vielen Angebote auch wirklich nutzen zu können. Wie man sich denken kann, sollten die Kinder bereits erste Schwimm-Erfahrungen gesammelt haben. Man munkelt, es wird bald einen großen Außenbereich mit weiteren Becken und Attraktionen geben. Feine Sache. Man könnte auch noch etwas mit der Höhe der Halle machen. Eine Sky-Lounge, Bungee oder noch höhere und längere Rutschen. Weiteres Potential gibt die riesengroße Anlage auf jeden Fall her. Gerade für Familien ist der Spaß allerdings nicht billig: Inklusive Übernachtung sind 300 bis 500 Euro schnell ausgegeben. Dafür gibt es aber auch chilliges Urlaubsflair, reichlich Badespaß, Action, Erholung und viel zu Essen. Wie im (Club-)Urlaub.

Note: Allein die Übernachtung erfolgte auf Einladung des Betreibers.

Copyright Fotos: DADDYlicious GbR

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