Als Eltern kann man heutzutage noch so up to date sein: als sogenannte „Digital Natives“ ist den meisten Kindern die digitale Welt viel vertrauter als den Erwachsenen. Chatten, Selfies schießen, daddeln, facetimen – alles Dinge, mit denen die Kids gerne ihre Freizeit verbringen. Doch auch die digitale Revolution bringt ihre Schattenseiten mit sich – Cyber-Mobbing ist als Jugendphänomen auf dem Vormarsch. Wir von der Computerhilfe der Telekom haben in einer repräsentativen Online-Umfrage Eltern zu dem Thema befragt und festgestellt: Ein Viertel aller Befragten kennen bereits Betroffene im persönlichen Umfeld, vor allem Jugendliche werden häufig Opfer. Als Eltern sollte man wissen, wie man sich im Vorfeld, aber auch im Ernstfall schützen kann.

Früher auf dem Schulhof – heute im Cyberspace

Ärgern oder Hänseln auf dem Schulhof gab es wohl schon immer. Oft ist der Übergang zwischen Necken und persönlichen Angriffen fließend. Was viele noch als harmlosen Scherz sehen, ist für Betroffene oft schon psychischer Druck. Heute findet das Ganze häufiger im Internet statt. Im Gegensatz zur realen Welt stehen sich Mobber und Opfer im Netz nicht persönlich gegenüber. Viele Kinder und Jugendliche trauen sich hier also eher, offensiv gegen ihre Opfer vorzugehen, wodurch Demütigungen und Bloßstellungen oft drastischer ausfallen. Dazu kommt die schnelle Verbreitung von Inhalten im Internet: Geteilte Posts oder Kettennachrichten können innerhalb von Minuten Millionen Nutzer erreichen, das Ausmaß ist für die Betroffenen oft nur schwer zu überblicken.

Ein typischer Fall ist die Verbreitung von peinlichen Fotos unter Schülern. Da reicht manchmal schon eine Stolperaktion auf der Schultreppe mit einem gemeinen Kommentar und die halbe Schule macht sich darüber lustig. Noch schlimmer ist es, wenn kompromittierende Fotos oder Videos mit einem falschen Namen verknüpft oder markiert werden, in diesem Fall dem Namen des Mobbing-Opfers, und diese dann in Whats-App Gruppen oder sozialen Netzwerken verbreitet werden.

Wie kann ich mein Kind im Vorfeld vor Cyber-Mobbing schützen?

Eine Frage, die wir bei der Computerhilfe Plus häufig hören. Daher setzen wir einen besonderen Schwerpunkt auf die Vorbeugung und geben Tipps und Tricks für den Einstieg und die sichere Nutzung sozialer Netzwerke. Grundsätzlich ist es erst einmal ratsam, als Elternteil den digitalen Raum zu kennen, in dem sich das Kind bewegt. Wie tritt mein Kind im Internet auf? Welche sozialen Medien und Messenger werden genutzt? Welche Inhalte werden veröffentlicht? Entscheidend ist dabei, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und Interesse zu zeigen. Mal ein gemeinsamer Snap oder eine Verlinkung unter einem lustigen Video bei Facebook macht auch den Kids Spaß und gibt ihnen nicht das Gefühl einen digitalen Kontroll-Papa im Nacken zu haben. In einem solchen Vertrauensverhältnis fällt es Kindern leichter, eventuelle Probleme anzusprechen und sie nicht aus Angst vor der Reaktion der Eltern für sich zu behalten. Gleichzeitig könnt ihr euren Kindern leichter die Gefahren im Netz klar machen, ohne direkt eine klassische „Och Papa, nerv nicht!“-Reaktion hervorzurufen.

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Dazu gehört auch, gemeinsam mit dem Kind die Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook & Co. anzupassen. So könnt ihr verhindern, dass Profildaten öffentlich sichtbar sind und durch Suchmaschinen wie Google gefunden werden können. Denn unsere Umfrage hat ergeben, dass Cyber-Mobbing hauptsächlich in sozialen Netzwerken stattfindet – auch weil vor allem junge Menschen zu offen mit ihren persönlichen Daten umgehen. Eurem Kind sollte also der Unterschied zwischen vertraulichen und öffentlichen Inhalten klar sein. Fragt doch mal, ob es ein bestimmtes Foto oder eine Nachricht auch im Klassenraum an die Wand hängen würde. Die Antwort auf diese Frage ist meist ein guter Indikator, ob man etwas öffentlich posten sollte oder nicht.

Was kann ich im Ernstfall tun?

In vielen Praxisfällen erleben wir leider oft, dass Eltern im Ernstfall in eine Art Ohnmacht verfallen und nicht wissen, wie sie ihrem Kind helfen können. Viele wichtige Schritte werden erst nach und nach eingeleitet. Dabei gilt im Fall von Cyber-Mobbing vor allem eins: schnelles Handeln. Stellt ihr also fest, dass euer Kind betroffen ist, solltet ihr zunächst versuchen, das Problem zu lokalisieren. Um welche Inhalte handelt es sich? Ist es ein Mobber oder sind es mehrere? Tritt er anonym auf oder gibt er sich zu erkennen? In welchem Umfeld wird gemobbt? Oft kennen sich Täter und Opfer aus der Schule, deshalb lohnt es sich hier den Klassenlehrer oder andere Vertrauenspersonen anzusprechen. Auch der Betreiber der Seite, auf der die Inhalte zu finden sind, kann auf das Problem hingewiesen werden. Gleichzeitig solltet ihr Screenshots oder Fotos der beleidigenden Inhalte machen, diese können als Beweismittel dienen. Denn in einigen Fällen ist es ratsam, eine Anzeige in Betracht zu ziehen und die Polizei einzuschalten.

Computerhilfe Plus hilft konkret bei Cyber-Mobbing

Befinden sich solche rufschädigenden Inhalte erst einmal im Netz, ist es oft schwer, sie vollständig zu löschen. Mobber können hartnäckig sein, indem sie Inhalte auf vielen verschiedenen Plattformen streuen und haben damit eine hohe Reichweite. Auch einfache Social-Media-Posts ziehen oft unüberschaubare Reaktionen auf anderen Kanälen nach sich, was eine vollständige Löschung kompliziert macht. Wir von der Telekom Computerhilfe Plus unterstützen Familien in solchen Fällen. Unsere Experten gehen sofort gegen alle Formen von Cyber-Mobbing vor, ob Beleidigungen, üble Nachrede oder diffamierende Fotos und Videos. Jeder Fall wird individuell analysiert, um eine passende Strategie zu entwickeln und die richtigen Maßnahmen umzusetzen. Bis die Löschung der relevanten Inhalte erfolgt, müssen beispielsweise die richtigen Ansprechpartner und Kontakte recherchiert werden, die Vermittlung zwischen den Konfliktparteien ins Rollen gebracht, Gegendarstellungen verfasst und alle relevanten Kanäle beobachtet werden. So können wir in enger Zusammenarbeit mit Eltern und Kindern den guten Ruf der Betroffenen wiederherstellen. Alle Infos rund um die Computerhilfe Plus der Telekom findet ihr unter www.telekom.de/computerhilfe-plus.

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