„Und ewig schläft das PUBERTIER“ ist der dritte Streich von Jan Weiler. Ihr kennt das Pubertier noch nicht? Das ist Nick! Ein echtes Parade-Exemplar: Als männliches Pubertier besticht auch er durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Begeisterungsfähigkeit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik. Er wächst wie Chinagras und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Ansonsten allerdings ist die Kommunikation mit dem Pubertier auf ein Mindestmaß reduziert, es spricht wenig, dafür müffelt und chillt es ausgiebig. Und die Liebe spielt in diesem dritten Teil der Pubertier-Saga eine immer größer werdende Rolle sowie auch die Wahl der richtigen Schuhmode. Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt. Gemutmaßt werden darf außerdem über die Frage, wann diese verfluchte Pubertät eigentlich aufhört. Der Erzähler schaut manchmal in den Spiegel und denkt: Eigentlich nie.

Dieser Erzähler ist Jan Weiler, 1967 in Düsseldorf geboren, Journalist und Schriftsteller. Er war viele Jahre Chefredakteur des SZ Magazins. Sein erstes Buch »Maria, ihm schmeckt’s nicht!« gehört zu den erfolgreichsten Büchern der vergangenen Jahrzehnte. Es folgten unter anderem: »Antonio im Wunderland« (2005), »Mein Leben als Mensch« (2009), »Das Pubertier« (2014), »Kühn hat zu tun« (2015) und »Im Reich der Pubertiere« (2016). Jan Weiler ist ein lustiger Geselle, den wir zwischen Tür und Angel für ein Interview gewinnen konnten.

DADDYlicious: Was war Dein erster Gedanke als Du erfahren hast, dass Du Papa wirst?

Waaaas? Jetzt schon?

DADDYlicious: Sohn oder Tochter – gab es Präferenzen?

Nein, Hauptsache, der Bua is’ gsund.

DADDYlicious: Was wünscht Du Dir für Deine Kids?

Ein Leben in Frieden und Erfüllung

DADDYlicious: Was bedeutet es für Dich Vater zu sein?

Verantwortung, Ärger und sehr viel Freude

DADDYlicious: Italien hast Du viel zu verdanken. Die Hälfte Deiner Familie und den damit verbundenen Erfolg mit „Maria, ihm schmeckt´s nicht“ – Was ist anders in einer deutsch-italienischen Familie?

Zu viel, um es hier aufzuzählen. Ganz grundsätzlich sind die da unten etwas gelassener als wir. Und die Kinder können ins Bett, wann sie wollen. Und es wird viel mehr und viel häufiger miteinander gesprochen. Was aber nicht heißt, dass sie Probleme untereinander besser lösen würden als wir.

DADDYlicious: Wann hast Du Deinen Kindern das letzte Mal etwas vorgelesen und welche Geschichte war es?

Aus dem Alter sind wir schon länger raus, aber ich habe Harry Potter zum Besten gegeben, und Artemis Fowl und Skulduggery Pleasant und die Gesamtwerke von Tomi Ungerer und Maurice Sendak.

DADDYlicious: Ab wann sollten Kinder fernsehen, das iPad bedienen, Musik hören und wieso überhaupt?

Gute Frage. Ich bin kein Pädagoge, aber ich sage mal: Den Geist kriegen wir nicht mehr in Die Flasche. Das Zeug ist da und man kann es den Kindern nicht verdenken, dass sie sich dafür interessieren. Aber man kann darauf achten, dass sie altersgemäße Dinge ansehen, hören und spielen. Ein Fünfjähriger muss nicht unbedingt HipHop-Songs konsumieren, die davon handeln, wie der Sänger rektal in die Mutter seiner Nachbarin eindringt, mit einer Handfeuerwache Mitschüler erledigt und große Mengen Döner verzehrt.

DADDYlicious: Welches Spielzeug darf für Dich auf keinem Fall im Kinderzimmer fehlen?

Ein Ball. Oder am besten mehrere.

DADDYlicious: Was gibt Du deinem besten Freund mit auf den Weg, wenn dieser Dir erzählt, dass er Papa wird?

Cool bleiben, nicht alles persönlich nehmen und: Niemals die Reste auf den Tellern der Kinder essen. Das ist der Königsweg in die Diabetes.

Die gebundene Ausgabe aus dem Pieper-Verlag mit satten 176 Seiten gibt es für rund 15 Euro bei Amazon.

Fotocredits: Tibor Bozi

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