Verdrehtes Rollenbild oder vielversprechendes Familienmodell? Immer mehr Väter übernehmen die Rolle des Haupterziehers. In der Gesellschaft gelten sie jedoch noch immer als Exoten. Wie meistern Männer, die hauptberuflich Vater sind, ihren Alltag? Die zehnteilige Dokusoap erzählt von den großen und kleinen Herausforderungen im Leben der Väter, die ihre Kinder zu ihrem absoluten Lebensmittelpunkt erklärt haben.

Man sieht sie im Kreis der Mütter auf den Spielplätzen. Man trifft sie beim Babyschwimmen und in PEKIP-Gruppen. Die Mütter nicken anerkennend: „Toll, wie Du das hinkriegst“. Anerkennung und Respekt für etwas, dass heute eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte – es aber nicht ist.

Heutzutage ist ein Vater, der alleinerziehend ist, Elternzeit nimmt oder im Wechselmodell lebt, im Alltag immer noch ein Exot. Denn ein Großteil der Gesellschaft kann es sich tatsächlich nicht so recht vorstellen, wie Väter, die die Haupterziehungsaufgabe haben, ihre Rolle aus Ernährer und aktiver Vater unter einen Hut bekommen.

Aus diesem Grund ist das Vater- und Männerbild immer noch sehr widersprüchlich. Auf der einen Seite engagieren sich Väter heute sehr viel mehr für ihre Kinder und deren Betreuung, als es der eigene Vater getan hat. Auf der anderen Seite bleibt auch der moderne Vater sehr in seiner Rolle als Ernährer verhaftet. Doch was macht einen guten Vater heutzutage aus? Dass ein guter Vater so viel Zeit wie möglich mit seinen Kindern verbringt, sagen 81 Prozent der Väter in einer Studie der Zeitschrift Eltern und des Meinungsforschungsinstitutes forsa. 71 Prozent der Väter geben an, dass sie sich von Anfang an um die Babypflege gekümmert haben. Mehr als die Hälfte der Befragten ist sogar nachts aufgestanden, wenn das Baby geschrien hat. Der moderne Vater ist also nicht mehr derjenige, der mit den Kindern nur sonntags mal rumtobt und die manchmal unangenehme Erziehungsarbeit der Mutter überlässt. Der moderne Vater kocht, putzt, wäscht und macht Schulaufgaben mit seinen Kindern.

Ist das nur ein von den Medien gemachter Hype oder ist doch der „neue Vater“ tatsächlich geboren?

In der zehnteiligen Dokusoap „Nicht von schlechten Vätern“ zeigt ZDFneo neun Väter, die ihre Rolle als Ernährer und „perfekter“ Vater unter einen Hut kriegen, oder es zumindest versuchen – und sich darüber freuen, ihre aktive Vaterrolle sehr selbstbewusst und selbstständig leben zu können.

Die Väter, die aus dem gesamten Bundesgebiet kommen, erzählen, warum sie gute Väter sind, wie sie sich jeder Herausforderung stellen und was sie mit ihren Kindern am liebsten machen. Und sie zeigen uns, wie sich das anfühlt, als „Hahn im Korb“ allein unter lauter Müttern zu sein.

Es ist zwar nicht gerade eine familienfreundliche Sendezeit, aber vielleicht könnt ihr die Sendung ja auch aufnehmen oder später in der Infothek angucken.

Die 10-teilige Doku-Reihe startet am 7. September immer sonntags (in Doppelfolgen um 10.30 Uhr und 11.15 Uhr). Den Trailer zur Sendung findet ihr in der ZDF Mediathek.

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