Besonders beim ersten Kind kann es frisch gebackenen Eltern mit der Entwicklung nicht schnell genug gehen. Das erste Lächeln wird heiß ersehnt, das Drehen bestaunt und ungeduldig auf die ersten halb verständlichen Laute gewartet. Ganz besonders heiß aber sind Mama und Papa auf die ersten Fortbewegungsversuche.

Nicht nur die schlechte Laune der Kleinen, die durch die mangelnden Bewegungsmöglichkeiten entsteht, sondern auch die Ungeduld von uns Eltern soll endlich in freudiges Klatschen umschwenken. Dabei sind sich Eltern gar nicht im Klaren, wie sehr sie es beim zweiten Kind genießen werden, wenn dieses sich dann mit dem Bewegen noch etwas Zeit lässt. Denn, Bewegung bedeutet auch immer Forschung und wir haben gar keine Vorstellung was Kinder alles interessant finden. Vorher den Haushalt 100 % kindersicher machen? – Nicht möglich. Wer würde denn glauben, die Kleinen kämen auf die Idee mit ihren eineinhalb Jahren die Musikboxen zur Leiter umzufunktionieren? Kinder haben halt noch eine Phantasie, die die von uns Erwachsenen weit übersteigt.

Wie kriegt man die Kleinen schnell auf die Füße?

Nachhelfen ist hier fehl am Platz. Kinder lernen laufen nicht, in dem man sie ständig auf die Füße stellt. Natürlich macht auch hier Übung den Meister, doch es schadet dem Kind mehr als man ihm Gutes tut. Das Robben und Krabbeln steht nicht ohne Grund in der Entwicklung vor dem Laufen. Viele Muskeln werden hierbei fit gemacht für die ersten Schritte. Zudem braucht es einem enormen Gleichgewichtssinn und einer gewissen motorischen Reife, bis Kinder sicher auf den Füßen stehen. Frühe Läufer, deren Gleichgewichtssinn noch nicht gut trainiert ist, sind nicht ohne Grund meist an den vielen blauen Flecken an Stirn, Armen und Beinen zu erkennen. Deshalb sollte man seinen Kindern ruhig die Zeit lassen, die sie selbst benötigen und nicht ungeduldig werden.

Lauflernwägen – schlecht für die Entwicklung der Füße

Entgegen der nach wie vor häufigen Meinung, man könne Kindern durch Lauflernwägen den Einstieg in das Laufen erleichtern, steht die ebenso bekannte These, Lauflernwägen seien verantwortlich für schlechte Fußstellungen. Falsch eingestellt ist dies richtig. Denn sitzen die Kinder zu weit oben, beginnen sie auf den Zehenspitzen zu laufen, anstatt ihr gesamtes Fußbett zum Laufen zu benutzen. Zudem sind Lauflernwägen bekannt für ihr hohes Unfallrisiko. Treppen, Kanten und nicht zuletzt die Möglichkeit an Dinge heran zu kommen, die normalerweise unerreichbar wären sind Grund genug auf Lauflernwägen zu verzichten. Schließlich lernen Kinder auch so zu Laufen.

Sinnvolle Lauflernhilfen:

Eigenes Mobiliar
Eltern unterschätzen häufig, wie leicht Kinder zufrieden zu stellen sind. Statt dem Kauf vieler Lauflernhilfen (wie beispielsweise Schiebewägen), sollten Eltern die Augen offen halten für die Hilfen, die der eigene Haushalt bietet oder einfach ihre Kinder beobachten. Leere Kartons, leichte Stühle mit niedrigem Schwerpunkt oder kleine Hocker auf Rollen sind die besten Spielgefährten für lauffreudige Kinder. Sie sind ideal um sich hochzuziehen und die ersten Gehversuche zu starten.

Auf den Beinen, und nun?

Schuhkauf bei Kindern
Der erste Schuhkauf
Gerade bei den Kleinsten sind qualitativ hochwertige Schuhe ein Muss. Die Füße von Kindern sind noch enorm weich und Kinder bekommen durch falsches Schuhwerk lebenslange Haltungsschäden, z.B. durch das Anziehen der Zehen oder das Hin- und Her rutschen in zu großen Schuhen. Deshalb sollte man sich beim Schuhkauf unbedingt gut beraten lassen oder sich im Vorfeld im Internet erkundigen. Häufig fallen viele Schuhe dann bereits im Voraus durch das Raster und die Auswahl wird etwas kleiner.

Sicher unterwegs – wenn die Kleinen ganz groß werden

Nach den ersten Gehversuchen geht die Entwicklung meist sehr rasant. Häufig sind Eltern fast geschockt davon, wie freiheitsliebend ihre Kinder werden, wenn sie einmal Herr aller Himmelsrichtungen sind. Was gibt es schöneres, als völlig selbstbestimmt zu entscheiden, in welche Richtung es nun gehen soll. So folgen auf die ersten zaghaften Schritte meist innerhalb kürzester Zeit erste Sprung- und Sprintversuche und mit ihnen die ersten aufgeschlagenen Knie. Die Zeit, wenn die einstigen Babys plötzlich flügge werden ist für Eltern natürlich ebenso spannend, wie für die Kinder selbst.

Das Geheimnis der Schleife am Schuh

Schleife lernen für Kinder
Die ersten Jahre der Kinder sind unglaublich spannend. Sie lernen so viele Dinge, werden immer selbstständiger. So sind wir Eltern froh, wenn wir in der einen oder anderen Situation im Alltag noch von unseren Kleinen gebraucht werden. Vieles geht schon alleine, doch es gibt einen ganz bestimmten Moment am Morgen vor dem Kindergarten, an dem sie ohne uns hilflos sind. Wenn sie ganz alleine ihren Schlafanzug ausgezogen haben, ihre Kleider selbstständig ausgewählt und angezogen haben und zum Ende in Jacke, Mütze und Schal geschlüpft sind, stehen sie dennoch hilfesuchend vor uns.Ein kleines Geheimnis, dass wir irgendwann ein wenig wehmütig aber ebenso stolz unseren Kindern weitergeben. Denn, das können nur die „Großen“: Schnürsenkelbinden.

Wir machen es ja schon fast im Halbschlaf, ganz unbewusst, ohne zu denken. Aber könnten wir noch erklären, wie es funktioniert? Wie man sich all die Schleifen und Schlaufen nur merken soll? Ein Glück, dass es zum Thema Schnürsenkel-binden-lernen zahlreiche Hilfen in Form von Büchern, Liedern und Gedichten gibt, mit deren Hilfe ihr Kind spielend Schuhe binden lernt.

Fotos (alle Fotolia): #1: ©75tiks / #2: © Klaus Eppele / #3: © Arpad Nagy-Bagoly

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Detail-Infos!

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen