F*** ME I´M FATHER – TEIL 1
Meine Elternzeit auf Ibiza – eine lange Geschichte. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, die Story in mehreren Teilen zu veröffentlichen. Geschrieben habe ich sie bereits im Oktober 2012. Los geht´s!

Schon früh war klar, dass ich zusammen mit meiner Frau und mit meinem Sohn zwei Monate zusammen in Elternzeit gehe. Ungefähr ein Atemzug danach war auch klar, wohin es gehen soll: In die Finca meiner Familie im Nordosten der „Isla Blanca“ nach Ibiza.

Ibiza_Cala_llenyaDer Wunsch, Zeit mit meinem Sohn zu verbringen, die über das Windeln wechseln morgens und das Gute-Nacht-Lied abends hinausgeht, war groß. Schließlich haben viele Freunde es vorgemacht. Darüber hinaus war die Vorstellung, nach sieben Jahren Hamsterrad in der Medienbranche mal für zwei Monate „off“ zu sein und nebenbei am eigenen Projekt zu schrauben, einfach zu verlockend. Jetzt sitze ich hier auf der Terrasse und schreibe diese Zeilen. Noch nicht mal die Hälfte der zwei Monate sind rum, aber viele der Vorstellungen und Wünsche haben sich bereits erfüllt. Wer selbst eine solche Auszeit plant, wissen möchte, wie sich so etwas anfühlen kann oder ein paar Tipps abseits der Partyszene Ibizas erhalten möchte, der sollte weiterlesen.

Ibiza_WorkinWenn DJ David Guetta zu F*** ME I´M FAMOUS im Pacha an den Decks steht, dann liege ich bereits in der Kiste, mal mehr mal weniger nahe am echten Tiefschlaf. Das war sicherlich noch vor einigen Jahren anders, obwohl ich genau diese Party nie besucht habe. Ich fand den (abgeänderten) Titel aber irgendwie passend, denn nichts liegt mir gerade ferner, als die Nächte durchzufeiern und den Tag mit Kater und Kopfschmerz zu verbringen. Wenn der Kleine morgens um 6 die Döppen (Ruhrpottdeutsch für „Augen“ / Anm. d. Red.) aufmacht und bei Mama an die Milchbar will, dann geht der Tag dort los, wo er für viele Pauschal-Tänzer an der Playa d´en bossa endet. Und das fühlt sich gut an!

Der Kleine ist übrigens ziemlich genau mit fünf Monaten zum ersten Mal in den Flieger gestiegen. Mit Air Berlin von Hamburg nach Mallorca, dem spanischen „Kamener Kreuz“ der Luft-Personenbeförderung. Zweimal starten und zweimal landen an Mama´s Brust, damit der Druckausgleich ganz von alleine klappt: kein Problem! Ich traue es mich gar nicht zu schreiben, aber auch hier bestätigte unser Sohn sein Prädikat „Pflegeleicht“ wieder mit voller Punktzahl. Insgesamt hatte die Kleinfamilie rund 90 Kilo Gepäck mit dabei. Die wichtigsten drei Kilo fehlten aber – der Maxi Cosi für die Weiterfahrt vom Flughafen. Zum Glück haben wir ein entsprechendes Taxi mit Kindersitz und ausreichender Kofferraum-Kapazität gefunden. 90 Kilo Gepäck? Wenn ihr Aptamil, Pampers, Feuchttücher, Bugaboo, Vaporisator, etc. mal aufaddiert, dann ist das ein Kinderspiel. Das Risiko, vor Ort nicht die entsprechende Säuglingsnahrung zu finden und damit eine entsprechende Umgewöhnung beim Kind in Kauf zu nehmen, wollten wir aufgrund unzähliger Stressfaktoren einfach von vornherein ausschließen.

Ibiza_PharmaciaMit Spannung startete die Elternzeit bei konstant 27 Grad und Sonnenschein, während in Deutschland der Herbst an die Tür klopfte. Neben meiner Rolle als 24-Stunden-Daddy war ich gespannt auf weitere Vertreter meiner Spezies. Wer Vater wird oder bereits Vater ist, der kennt die andere Wahrnehmung der Umwelt. Plötzlich registriert man die schwangeren Frauen im Viertel, beobachtet junge Eltern, vergleicht Kinderwagen nach Karosserie und Farbkombi oder checkt die ersten brauchbaren Spielplätze aus. Ist die Frau schwanger, öffnet sich plötzlich auf dem eigenen Bürgersteig ein Paralleluniversum, dessen Existenz man sich vorher nicht bewusst war. Auch auf Ibiza? Und wenn ja, wo treiben sich die coolen Daddies rum und welche Spots verdienen das Prädikat „daddylicious“? Es gibt sie und es gibt die entsprechenden Plätze auf der Insel. Ein paar davon sind es wert, hier genannt zu werden. Und da wir hier nicht bei Spiegel Online oder Lonely Planet sind, können diese Tipps durchaus als Geheimtipps durchgehen.

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