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Die richtige Rechtsschutzversicherung für Familien

Eine „gute“ Rechtsschutzversicherung für die Lebensbereiche Privat, Beruf und Verkehr, gibt es ab 222 Euro im Jahr. Die Stiftung Warentest warnt jedoch: Keine der 55 Versicherungen für Nichtselbständige im Test deckt jeden Streit ab. Aber immerhin 22 schneiden mit dem Qualitätsurteil „Gut“ ab. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der Dezember-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest.

Auch die beste Rechtschutzversicherung hilft nicht in jeder Lebenslage. So gibt es zum Beispiel keinen allumfassenden Rechtsschutz für familien- und erbrechtliche Auseinandersetzungen oder bei Kapitalanlagestreitigkeiten. Es lohnt sich deshalb, zu den Angeboten zu greifen, die einen Rechtsschutz in den wichtigsten Lebensbereichen abdecken. Unterhalts- oder Eherechtsschutz sind nicht in allen Versicherungen automatisch inkludiert. Allein die ARAG bietet ein Komplettpaket mit im Bereich Eherecht und Unterhalts-Rechtsschutz für monatlich 29 Euro. Ein Vergleich inklusive Tarifleistungen bietet check24.de.

Der Privatrechtschutz deckt privatrechtliche Streitigkeiten ab. Es ist darauf zu achten, dass die Mitversicherung der gesamten Familie möglich ist.

Der berufliche Rechtsschutz deckt juristische Auseinandersetzungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ab. Dies betrifft auch Angehörige des öffentlichen Dienstes. Typische Streitfälle sind zum Beispiel Kündigung, Lohnfortzahlungen, betrieblichen Sozialleistungen oder die Ausstellung eines Arbeitszeugnisses.

Bei der Verkehrsrechtsschutzversicherung gibt es zwei Arten: den Fahrzeugrechtsschutz und den Fahrerrechtsschutz. Der Fahrzeugrechtsschutz bezieht sich auf das genutzt Fahrzeug und versichert alle Fahrer, die das vorher bestimmte Fahrzeug benutzen. Im Gegensatz dazu ist bei der Fahrerversicherung nur der versicherte Fahrer rechtlich abgesichert. Auch hier ist im Vorfeld zu klären, welche Form der Rechtsschutzversicherung die ideale Absicherung bietet.

Viele Rechtsschutzversicherungen bieten auch eine Familienversicherung an. In diesem Falle sind dann der Ehepartner und/oder Kinder ebenfalls rechtsschutzversichert. Die Absicherung als Familie im Gesamtpaket ist meist günstiger als einzelne Rechtsschutzversicherungen. So können zum Beispiel alle Fahrzeuge der Familie im Verkehrsrecht versichert werden.

Immobilien- und Grundstücke können ebenfalls rechtsschutzversichert werden. Die Art und die Nutzung des zu versichernden Gebäudes ist entscheidend. So können sich sowohl Besitzer als auch Mieter rechtsschutzversichern.

Die besten Pakete aus Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz bieten laut Stiftung Warentest die Allrecht/Deurag und die DAS für 284 und 366 Euro pro Jahr. Das günstigste „gute“ Angebot kommt von der Huk24 und kostet 222 Euro jährlich. All diese Tarife sind Familientarife. Kinder und der Partner sind mitversichert, ein nichtehelicher Partner sollte im Versicherungsschein genannt sein. Generell hält die Stiftung Warentest eine Rechtsschutzversicherung für sinnvoll, wenn man sie sich leisten kann. Recht zu bekommen, ist teuer geworden. Die Vergütungen für Anwälte sind im Jahr 2013 gestiegen. Ein Arbeitnehmer, der 3.000 Euro brutto verdient und mit einem Anwalt gegen seine Kündigung klagt, zahlt jetzt rund 1.950 Euro für die anwalt­liche Hilfe. Vorher waren es 1.730 Euro. Die Kosten sind heute um 13 Prozent höher.

Wir empfehlen jedem Interessierten, sich persönlich bei mehreren Versicherungen im Vorfeld zu informieren. Ein Beratungsgespräch bringt Licht ins Dunkel und man bekommt ein Gespür für die Feinheiten und das Kleingedruckte. Wer sich vorab im Internet informiert, hat einen ersten Anhaltspunkt, doch meist bieten die Vergleichsportale keine umfassende Beratung und orientieren meist am Preis. Das kann am Ende böse Überraschungen geben.

Der ausführliche Test Rechtsschutzversicherungen ist für drei Euro unter www.test.de/rechtsschutz abrufbar.

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