Ab und zu klopfen Firmen bei uns an und fragen, ob wir uns an Kampagnen oder Aktionen beteiligen möchten. Dafür bekommen wir ein bißchen Geld und schreiben dann das Wort *Werbung in die Überschrift. Wir achten trotzdem und in so einem Fall sogar ganz besonders darauf, dass das Thema spannend genug für Euch als Leser ist. Die Blogparade zu #MeinErstesAuto der ERGO Direkt hat uns sofort geflasht. Denn wir testen ja regelmäßig neue Automodelle auf Familientauglichkeit. Daher freue ich mich, Euch nun mal meine eigene automobile Historie beschreiben zu dürfen:

Mit 18…

2016-09-02 23.28.49Rückblickend würde ich behaupten, mit 18 eher in die Kategorie „Rebell“ gepasst zu haben. Das war 1990. Ich trug die Haare ziemlich lang, hatte drei Ohrringe und mir gerade das erste Tattoo stechen lassen. Daher war nur logisch, dass auch meine motorisierte Laufbahn ungewöhnlich startete.
Ich wohnte in Lübeck. Somit mussten zum Sport und an den Strand grosse Entfernungen zurückgelegt werden. Mit den Öffentlichen ein aufwendiges Unterfangen. Daher war der Führerschein pünktlich zur Volljährigkeit oben auf dem Wunschzettel. Allerdings hielt ich Auto fahren für spießig, hatte aber nur das Geld für einen Führerschein erarbeitet. So konnte ich nicht das Führerschein-Double 1 plus 3 buchen und entschied mich nur für die Klasse 1a, den gedrosselten Motorradführerschein für Maschinen bis 27 PS. Mein Vater, früher selbst Rollerpilot, hat mich unterstützt, meine Mutter sah es kritisch. Heute als Vater versteh ich ihre Sorgen wesentlich besser als damals.

Honda Shadow

Mit dem Führerschein in der Tasche musste nun natürlich auch der erste eigene Ofen her. Dafür habe ich die kompletten Sommerferien in einem Getreidesilo LKWs geleert, Korn geschaufelt und Schiffe beladen – sieben Tage die Woche und in einer 12 Stunden am Tag. Nach den Sommerferien kamen meine Schulfreunde braungebrannt aus dem Urlaub – ich war weiß wie die Wand, parkte aber meine dunkelblaue Honda Shadow vor der Schule, die ich für 6.200 DM gekauft hatte. Eigentlich hätte ich gern eine Harley Davidson gefahren. Da kam nur die Sportster in Frage. Aber die ist für Leute über 1,75m fast zu klein und außerdem teuer. Daher wurde es ein Japaner.

Mercedes 190c Heckflosse

Zwei Jahre war der lässige Shopper mein „Daily Driver“ – bei Wind und Wetter und manchmal auch mit Freundin auf dem Rücksitz. Da im hohen Norden die Winter lang und die sonnigen Tage gezählt sind, habe ich mich mit 20 nach weiteren Silo-Sommern entschieden, auch den Autoführerschein zu machen. Das Motorrad wurde verkauft und gegen das erste Auto getauscht – einen Mercedes 190c mit Heckflosse aus dem Baujahr 1965. Ähnlich bekloppt für einen Schüler wie das Moped. Der Daimler hatte noch diverse Schmiernippel, die regelmäßig mit Fett versorgt werden mussten. Außerdem hatte er immer mal wieder kleine Wehwechen, die für einen versierten Schrauber ein Klacks waren, mich aber immer zur Weg in die Werkstatt zwangen. Auf der anderen Seite hatte mein Oldtimer aber auch eine durchgehende Sitzbank vorne, mega-viel Platz, Punkrock aus den Boxen unter den Vordersitzen und dank 80 PS auch ein recht zügiges Fahrverhalten.

heckflosse

Mit dem Älterwerden wurden die Autos dann immer vernünftiger, wenn auch schleppend. Nach diversen Golf-Modellen, einem alten Porsche und einem Chevy Van G10 parkt heute eine Mercedes B-Klasse vor der Tür. Auf unserem Vätermagazin Daddylicious testen wir regelmäßig neue Modelle auf Familientauglichkeit. Und auch wenn mir die Oldies und Youngtimer ohne elektronische Hilfen, Sitzheizung und Fensterheber vom Drivestyle immer noch deutlich mehr zusagen, bin auch ich älter geworden und weiß eine sensorgesteuerte Heckklappe auch mal zu schätzen. Von meiner Begeisterung für Zweiräder ist immerhin eine alte Vespa PX 200 übrig geblieben. Für die wenigen sonnigen Tage in Hamburg.

Finally back on track!

Ein von Kai Bösel (@wharf22) gepostetes Foto am

Habt auch Ihr spannende Geschichten aus Eurer automobilen Vergangenheit zu erzählen? Dann schreibt auch einen Beitrag zur Blogparade. Vollgas! Oder zeigt uns Euer erstes Auto, gern auch bei Facebook. Hier ist außerdem der erste Artikel zur Blogparade #meinerstesauto aus dem neuen ERGO Direkt Magazin.

[In Kooperation mit der ERGO Direkt]

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