Es ist zwei Uhr mitten in der Nacht! In unserem Auto herrscht muntere Betriebsamkeit. Unser vierjähriger Sohn macht verschiedene Vorschläge, wie wir aus dieser misslichen Lage herauskommen könnten. Gaanz viel Gas geben zum Beispiel. Oder runterrollen lassen. Oder Papa schiebt mal ordentlich oder er eben! Wir stecken nämlich fest. Im Schnee. In dichtem Schneetreiben, mitten in Südtirol! Kurz vor unserem Ziel sind wir irgendwie falsch abgebogen und das Auto will jetzt weder vor noch zurück in der schneeverschneiten Seitenstraße mit Gefälle. Aber dann steigt der Vater aus und gibt dem Wagen unter den ermunternden Zurufen des Sohnes irgendwann den richtigen Stoß zurück auf die Straße und wir können die letzten Kilometer bis zu unserem Ziel zurücklegen. So kommen wir also mitten in der Nacht an – im Familienhotel Feuerstein.

Denn das war der Plan, so eine lange Fahrt mit einem kleinen Kind am frühen Abend zu beginnen, dann nachts nach ca. acht Stunden Fahrt anzukommen, noch ein wenig zu schlafen und dann fit und einigermaßen ausgeschlafen in den ersten Urlaubstag zu starten. So gut wir diesen Plan in der Theorie fanden, so wenig glaubten wir eigentlich, dass unsere Gastgeber eine solche Anreise ermöglichen würde. Anreise zwischen zwei und drei Uhr morgens? Natürlich, kein Problem war die Antwort im Feuerstein. Und so begann eine lange Liste an Wünschen, die Familien mitbringen, die leider häufig nicht erfüllt werden. Im Feuerstein aber einfach zu sein scheinen.

Familienservice, Selbstverständnis als Gastgeberinnen, südtiroler Gastlichkeit. Was auch immer es ist, es unterscheidet dieses Domizil von vielen anderen.

Und so empfängt uns in dieser Nacht eine etwas verschlafene Gastgeberin Anna, die uns dann in unsere Unterkunft führt. Eine wohlig warme, fußbodenwarme Behausung inmitten der südtiroler Berge. Wir danken Anna, die uns versichert, dass wir natürlich auch noch um 11 Uhr am nächsten morgen etwas zu essen bekommen können, greifen noch ein wenig beim bereit gestellten Obst zu und fallen dann alle sehr müde ins Bett.

Das Chalet „Bergkristall“ im Familienhotel Feuerstein

Wir schlafen dann doch nicht ganz so lange sondern sind ab neun alle damit beschäftigt unser 75qm-großes Chalet etwas genauer in Augenschein zu nehmen. Was soll ich sagen. Es ist einfach traumhaft. So, wie man sich eine Unterkunft in den Bergen erhofft, aber leider nicht unbedingt sehr häufig findet. Es entspricht den romantischen Vorstellungen eines Urlaubs in den Bergen und ist gleichzeitig modern und sehr geschmackvoll ausgestattet. Alles ist mit viel Holz und Naturmaterialen gestaltet und sehr hochwertig verarbeitet.

Neben dem Elternschlafzimmer gibt es ein Kinderzimmer mit vier Schlafmöglichkeiten auf zwei Etagen. Alles maßgeschneidert vom heimischen Tischlern gefertigt. Wie so vieles hier im Feuerstein, dass von Pflerschtaler Handwerkern, Erzeugern und Mitbürgern kommt. Was noch im Chalet zu finden ist? Eine kleine Selbstversorger-Küche, eine bequemes Wohnzimmer, zwei Flatscreen-TV, eine große Eckbadewanne, separates WC, Regendusche, Reiseführer, große Terrasse, traumhafter Blick.

Wir fangen an, uns ein wenig einzurichten, stellen dann aber schnell fest, dass wir erst einmal Bärenhunger haben. Anna hat uns bei unserer nächtlichen Anreise schon gezeigt, dass alle Chalets über eine Art äußeren Ring mit dem Haupthaus verbunden sind. Wir können das Restaurant also ohne das Anlegen der kompletten Schneemontur trockenen Fußes erreichen.

Kulinarik auf höchstem Niveau – Das Restaurant im Feuerstein

Dort werden wir dann auch direkt wieder von Anna in Empfang genommen und sie zeigt uns unseren Tisch im Restaurant, der für den Rest der Woche unser Tisch bleiben wird. Wie viele Hotels in den Bergen, bucht man im Feuerstein zum Winterurlaub Halbpension, d.h. hier ein riesiges Frühstücksbüffet mit internationalen und insbesondere auch mit südtiroler Spezialitäten und Produkten und abends ein vier- bzw. fünfgängiges Menü. Aber dazu später mehr! Wir haben erstmal ausgiebig gefrühstückt und Anna hat uns eingeladen, nach der Stärkung an der Rezeption vorbei zu schauen, damit sie uns etwas in das Feuersteinleben einweisen kann. Soll heißen, dass sie uns erklärt hat, welche Sport- und Wellnessangebote es gibt, welche Angebote es im Haus für die Kinder gibt (unfassbar! Auch dazu später mehr), wie das Skiangebot aussieht, dass es jeden morgen Frühstück zwischen 07:30 Uhr und 10:30 Uhr gibt (wie herrlich!) und dass man abends zwischen 18:30 Uhr und 21 Uhr im Restaurant speisen kann. Aber der Reihe nach.

Das Angebot im Hotel Feuerstein

Anna führt das Feuerstein mit Ihrer Tochter Stephi. Das Gespann von Mutter und Tochter ist wirklich Herz und Seele dieses Hauses. Die Beiden machen das Feuerstein mit Ihrer Professionalität und gleichzeitigen Herzlich- und Gastlichkeit zu einem ganz besonderen Ort für Familien. Die Anreise erfolgt normalerweise Samstags und die Zimmer sind dann in der Regel ab 15 Uhr bezugsfertig. Frühere Anreise ist – wie in unserem Beispiel – aber nach Absprache möglich. So die Kinder für die Skischule angemeldet sind – und das sind definitiv die meisten – startet der Skikurs am Sonntag.

So hat man wirklich wunderbar Zeit, erstmal etwas anzukommen in dieser südtiroler Idylle und das Hotel und all die hoteleigenen Angebote schon etwas kennenzulernen. Denn die sind für Eltern und Kinder schon so umfangreich, dass wahrlich niemand Ski fahren müsste. Man könnte die Woche auch ganz wunderbar mit schwimmen, Fußball spielen, basteln, werken, rodeln, Kosmetikbehandlungen, herrlichem Essen, Trampolinspringen, ins Heu Springen, ins Fitnessstudio mit Alpenpanorama gehen, Yoga machen, als Teenager in die Chillout-Area gehen, als Kleinkind in den eigens eingerichteten Kleinkindraum mit Betreuung gehen bzw. krabbeln, in die Sauna gehen, als Eltern ein entspanntes Valentinsdinner genießen. Das Feuerstein bietet wirklich die Möglichkeit als Familie Urlaub zu machen. Und zwar jeder ein bisschen nach seinen Bedürfnissen, als Paar und dann auch wieder gemeinsam als Familie.

Wir haben dann nach dem Frühstück erstmal unsere Sachen ausgepackt und haben uns dann auf Entdeckungstour begeben. Und das kann man im Feuerstein wirklich, denn mit dem Neubau zwei weiterer Chalets, einer Turnhalle und einer Spielscheune neben dem bestehenden Haupthaus mit Rezeption, Wintergarten, Schwimmbad und Restaurant ist es wirklich keine kleine Alpenpension. Was uns als Eltern direkt aufgefallen ist, mit wieviel Liebe zum Detail dieses Hotel gedacht ist. Und zwar immer für Eltern und Kinder! So gibt es zum Beispiel die neue Turnhalle.

Sie ist nicht riesig aber genau richtig für Familiensport. Oder auch nur Kindersport. Sie ist immer offen und man kann dort Bälle und diverse andere Sportutensilien leihen. Wir haben also erstmal mit unserem Fußball verrückten Sohn eine Runde Fußball gespielt. Dann kamen aber auch andere Kinder dazu und man war sich schnell einig, dass die Kinder erstmal eine Runde alleine spielen. Was im Falle des Feuerstein bedeutet, dass man als Eltern einfach eine Treppe höher geht und sich dann in eine sehr geschmackvolle Art Lounge setzen kann und dann dem Treiben in der Halle zusehen kann. Und sollte man durstig geworden sein, kann man sich dort auch for free mit Wasser versorgen. Und sich spätestens zum erstem Mal freuen, dass man alles richtig gemacht hat.

Wir haben an diesem Tag auch noch die Spielscheune erobert. Was soll ich sagen, noch so eine Superlative. Alles ist aus Holz, es riecht dort wie in einer Heuscheune, man kann klettern, hüpfen, springen (wenn man sich traut), rutschen, balancieren und entspannen. Auch hier ist alles so durchdacht und einfach nur wirklich mit echtem Blick auf Kinder entwickelt worden.

Quality-Time für Mama und Papa: die blaue Stunde!

Das Abendessen ist im Feuerstein wirklich ein Highlight! Es gibt immer ein Buffet für die Kinder im Restaurant. Es besteht aber auch die Möglichkeit an einem Kinderessen teilzunehmen. Das ist Teil des Kinderbetreuungsangebots des Hotels und damit wird sehr flexibel umgegangen. Soll heißen, man weiß dort, dass man das ggf. erst fünf Minuten vorher entscheiden kann.

Unser Sohn hat in der Regel abends bei uns gegessen und sich vom Kinderbuffet bedient. Wir haben in der Zeit meistens die ersten beiden Vorspeisen gegessen und somit auch gemeinsam einen Teil des Tages ausklingen lassen. Und dann beginnt im Feuerstein für die Eltern eine durchaus kostbare und sehr seltene Zeit. Die blaue Stunde. Ab halb acht kommen die Kinderbetreuer ins Restaurant an die Tische und fragen die Kinder, wer noch mit zur blauen Stunde möchte. Soll heißen, wer noch mit zum malen und toben mit in die Spielscheune möchte. Und ich kann nur sagen, nach spätestens zwei Tagen im Feuerstein möchten fast alle Kinder mit zur blauen Stunde. Und die Eltern haben plötzlich und einfach so Zeit für sich. Ich weiß ja nicht wie es Euch so geht, aber wir kennen nur Eltern, bei denen diese Zeit sehr sehr selten ist. Umso größer das Glück. In unserem Fall für fünf Abende. Sensationell. Und danach holt man ein glückliches und auch müdes Kind aus der Spielscheune ab. Und nur um hier jedem Missverständnis vorzubeugen: wir verbringen sehr gerne die Mahlzeiten als Familie, aber wenn es im Urlaub mal ein paar Tage so läuft und allen Beteiligten das wirklich richtig Spaß macht, dann hat das doch sehr viel von einem erholsamen Urlaub!

Skifahren im Skigebiet Ladurns – Fichti Kinderland

Ab Sonntags fangen dann die Skikurse für die Kinder im Fichti Kinderland an. Diese sollte man unbedingt bereits von zuhause aus buchen (wir haben den Skikurs direkt über unseren Anbieter vamos gebucht und abgerechnet), es sind wirklich viele Kinder die einen Kurs machen wollen! Das liegt wohl vor allem daran, dass das ca. 4 km vom Feuerstein entfernte Skigebiet Ladurns wirklich ein tolles Familienskigebiet ist. Auch wenn für echte Profis sicher nicht ganz optimal, finden auch ambitionierte Fahrer ausreichende Möglichkeiten zu fahren und in unserem Fall vor allen Dingen sehr viel Platz auf den Pisten.

Für die Kinder gibt es – und das ist sicher auch eine alters- und Typfrage des Kindes – nun unterschiedliche Varianten, wie der Skizirkus ablaufen kann. Es gibt Halbtags- und Ganztagsangebote. Wir empfehlen auf jeden Fall für Skianfänger und minimal fortgeschrittene Kinder den Halbtagskurs für 199 Euro (6 Tage, 2 Stunden Skikurs, Mittagessen und Getränke inkl.). Danach sind die jungen Skiläufer wirklich fertig und wir haben auch eher wenige Kinder gesehen, die auch nachmittags in der Skischule waren. Zumindest von den Kleinen.

Auch für den Skikurs gibt es ein Kinderbetreuungsangebot des Hotels. Das bedeutet, dass die Kinder morgens mit einem kleinen Shuttle zur Skischule gebracht werden können, dort dann der Skikurs stattfindet, danach vor Ort das Mittagessen und dann können die Kinder auch mit dem Shuttle gegen 14 Uhr zurück zum Hotel kommen. Unserem Sohnemann war das mit seinen vier Jahren als Gesamtpaket noch etwas viel, aber auch das ist sicher eine Typfrage. Aber auch hier ist die Orga durchaus flexibel gewesen. Wir sind in der Regel morgens gemeinsam zur Talstation gefahren, dann ab zur Skischule, manchmal hat er nach dem Kurs in der Skischule gegessen und manchmal sind wir gemeinsam mit der Gondel auf den Berg gefahren und haben lecker auf der Berghütte gegessen. Bei traumhaftem Panorama und herrlichem Sonnenschein. Und bei wirklich moderaten Preisen!

Der Nachwuchs im richtig coolen Sportalm-Outfit

Urlaubszeit im Feuerstein

In der Regel haben wir dann unsere Nachmittage im Hotel verbracht und das kann man im Feuerstein wirklich ganz wunderbar. Grundsätzlich besteht auch für die Kinder die Möglichkeit am Nachmittagsprogramm mit Kinderbetreuung teilzunehmen. Und die machen wirklich nette Sachen! Oder man nutzt eben als Familie die vielen anderen Möglichkeiten die das Feuerstein bietet. Wir sind zum Beispiel oft Schlitten gefahren am Haus, oder ins Schwimmbad gegangen oder oder oder. Oder in unserem Fall auf jeden Fall noch mindestens einmal am Tag in die Turnhalle und Fußball spielen. Natürlich gibt es genauso wie für die Kinder auch tolle Angebote für die Eltern. Es gibt zum Beispiel einen wirklich wunderbaren Kosmetik- (für die Frauen) und Wellnessbereich sowie – und das war laut meiner Ehefrau wirklich eines der Highlights – Yoga am Morgen mit Anna. Sie sagte, man müsse irgendwie ein Wort erfinden, dass beschreibt, was diese Yoga-Stunde beschreibe. „Die einladende Atmosphäre, der wunderschöne Yogaraum und die atemberaubende Aussicht auf die Berge. Wirklich wunderbar!“ Drei Mal in der Woche gibt es die Möglichkeit mit Yoga in den Tag zu starten. Auch abends kann man den Tag mit einer Meditation im Yogaraum ausklingen lassen. Ich schließe mich dann eher der Weinprobe mit Sommelier Stephi an, oder gehe auf Fackelwanderung. Oder ich fahr mit dem Allrad-Transporter hoch zur 6km langen Rodelstrecke. Das war ein Spaß! Oder macht was auch immer das Familienherz begehrt.

Fazit: DADDYlicious!

Wir haben im Familienhotel Feuerstein eine wunderbare Zeit verbracht und werden sicher wiederkommen, wie wohl die meisten der Gäste. Und dann freut sich einer besonders auf das leckere Essen und die Weinauswahl, eine auf die wunderbaren Yogastunden mit der Gastgeberin und ein ganz Kleiner wohl definitiv auf das Skifahren und unbedingt auf das anschließende Kicken in der Feuersteinhalle.

Unser Fazit: *****DADDYlicious!

Preise und Buchung Familienhotel Feierstein

Gebucht haben wir das Ganze über vamos Reisen, wie schon frühere Reisen, z.B. ins Pieve a salti in der Toskana. Die Auswahl der Reiseziele und Gastgeber ist wirklich ein Garant für tollen Familienurlaub.

Die Übernachtung mit Halbpension kostet je nach Saison und Zimmertyp zwischen 102 und 146 Euro pro Erwachsenen. Kinder unter drei Jahren sind bei zwei Vollzahlern kostenlos. Kinder zwischen 3-6 Jahren erhalten 70% Ermäßigung, Kinder zwischen 7-11 Jahren 40% Ermäßigung und ab 12 Jahren gibt es noch 10% Ermäßigung. Es gibt verschiedene Angebotstypen wie 7 Tage bleiben/ 6 Tage zahlen und auch diverse Pauschalangebote. Die Kosten für den Kinder-Skikurs werden zusätzlich berechnet. Alle weiteren Kinderbetreuungsangebote sind inklusive. Das Feuerstein bietet neben dem beschriebenen Winterprogramm auch ein erstklassiges Angebot im Sommer. Aber nicht in diesem Jahr, denn es wird umgebaut. Wie es ab Dezember 2017 im Feuerstein aussieht, könnt ihr hier erfahren. Wir haben uns übrigens schon angemeldet.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Vamos-Reisen, dem Familienhotel Feuerstein und dem Ski-Label Sportalm. Wie ihr Euch denken könnt, liegt uns nichts näher, als hier so transparent wie realistisch zu berichten. Schließlich könnte es ja sein, dass ihr dort mal Urlaub machen wollt. Sollte es nicht so wie beschrieben sein, dann gebt uns gerne Rückmeldung.

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