Es gibt diese Art von Spielzeug, bei dem die Altersempfehlung nach oben kein Limit hat – und der Spross am Ende sein neuestes Ostergeschenk da suchen muss, wo sich auch Papa rumtrollt… Beim diesem RC Quadcopter von Dickie Toys, den ich bei Conrad erworben habe, ist dieses Risiko in jedem Fall gegeben. Einmal reingefuchst, macht die Minidrohne schlicht süchtig – sowohl jung wie jung Gebliebene.

Nicht ganz einfach, aber dann sehr geil!

Aller Anfang jedoch, sei schwer, sagt der Volksmund. Und da ich nebenher keine Zweitausbildung als Hubschrauberpilot gemacht habe, musste ich zunächst einige intensive Fingerübungen am PlayStation-ähnlichen Controller absolvieren. Ich? Jaja, ich weiß… Aber ich musste das potentielle Mitbringsel für den Ältesten meines besten Kumpels schließlich vorher doch mal testen?! Der Jungfernflug endete nach einer Kollision mit der Japanlampe (hat jetzt ein Loch…) an der Decke dann auch ziemlich plötzlich. Fairerweise muss man sagen, dass das Kinderhand-kleine Kunststoff-Objekt eigentlich keinen nennenswerten Schaden anrichten kann (Auch wenn eine Berührung mit einem der laufenden Rotoren doch ganz schön zwiebeln kann!) und man entsprechend auch in der Wohnung damit spielen könnte. Trotzdem: Lieber nach draußen mit dem zornigen kleinen Biest, denn da ist mehr Platz. Und den brauchte ich zunächst auch, und zwar reichlich. Denn für Ungeübte lassen sich die beiden Gas- und Steuerhebel äußerst sensibel an. Da kann der RC Quadcopter beim ersten leichten Daumenzucken schon mal durch die nicht vorhandene Decke schießen, oder ruck-zuck in jede Windrichtung weg driften. Apropos: der Miniatur-Rotorflügler wiegt gefühlt so wenig wie eine gefüllte Streichholzschachtel und ist entsprechend windanfällig. Man sollte sich also einen Tag aussuchen, an dem die Leute um einen herum nicht zum Drachen steigen lassen gekommen sind… Ebenfalls tricky gestaltet sich zunächst das Lenken im Ganzen, wenn rechts auf einmal links und vor- auf einmal rückwärts (und umgekehrt) ist, weil man irgendwann nicht mehr in, sondern gegen die Flugrichtung der Spielzeugdrohne steht und das Ding quasi seitenverkehrt steuern muss. Dieses Umdenken ist zunächst ziemlich anspruchsvoll, erweist sich nach einiger Zeit aber als sehr interessante Koordinationsschulung – und das nicht nur für Menschen mit grauen Bartstoppeln. Hat man den Flow erst mal raus, stellt sich jedoch ein verdammt cooles Spielgefühl ein.

Ein ideales Geschenk für Kids

Szenenwechsel: Mein Geschenk schlägt voll ein, Linus ist begeistert! Mit seinen jetzt 8 Lenzen ist er ab diesem Tage im offiziell empfohlenen Quadcopter-Pilotenalter. Und guess what? Nach nur wenigen Minuten hatte der Junge das Kunststoff-Insekt spielend im Griff! Und wie Kids mit Oberwasser in diesem Alter nun mal so sind, schlug er direkt einen Battle (Ja, so heißt das heute…) vor. Und so „designten“ wir im Park um die Ecke unseren eigenen kleinen Air Race-Parcours: Ein Baum als Wendemarke, ein Klettergerüst und eine Schneise in einer Hecke zum durchfliegen sowie ein Blatt Papier als Start- und Landeplatz. Als besondere Einlage unserer Flugshow sollten kurz nach dem Start bzw. vor dem Ziel noch eine 360°-Drehung und ein Looping, denn auch das kann der RC Quadcopter, vollzogen werden. Und obwohl ich am Ende, Ihr könnt´s Euch denken, natürlich gnadenlos verloren habe, hatte nicht nur Linus eine gute Zeit. Die kleine Drohne überstand die zahllosen Crashes ohne Schäden, und nicht einmal einen der vier Rotoren mussten wir ersetzen.

Es geht auch größer

Erworben habe ich den RC Quadcopter übrigens bei Conrad, wo es neben diesem Einsteigermodell auch noch ganz andere Kaliber zu kaufen gibt. Und da für uns als Familie im Sommer zwei charmante Urlaubstrips nach Mallorca und später noch Usedom anstehen, spiele ich mit dem Gedanken, mir evtl. ein Exemplar mit Kamerafunktion zu gönnen, um unsere Domizile dann auch mal von oben auszuloten. Allerdings, mahnt der Hersteller, solle man sich im Vorfeld erkundigen, wo man wann und mit welcher Art Drohne in die Lüfte steigt. Denn unter bestimmten Vorzeichen kann ein Einsatz illegal sein. Und das kann nicht nur teuer, sondern vor allem auch sehr gefährlich werden.

Fazit:

Ein supergeiles, robustes Spielzeug, das in ganz alten Kinderträumen rührt und Lust auch auf größere Modelle macht. Als kleines Minus empfinde ich das Verhältnis zu Akkulauf- und damit Flugzeit (ca. 8 Minuten) zur Ladezeit (ca. 40 Minuten) Trotzdem: Als (Oster–?) Geschenk, oder als große-Jungs-Spielzeug für sich selbst in jedem Fall ein sehr unterhaltsamer Zeitvertreib und für 29,90 EUR auch kein Risikoinvestment. Für Daddies, die schon länger über so was nachdenken: holen!

• Spielzeugquadcopter mit Funkfernsteuerung (4-Kanal, 2,4 GHz)
• Rotations- und Loopingfunktion
• Lichtfunktion
• 2 Geschwindigkeiten: bis 10 km/h und bis 20 km/h
• Reichweite bis zu 30 m
• Flugzeit: bis zu 8 Minuten
• Sender benötigt 3 x 1,5 Volt R03 Batterien
• Li-Po Akku (3,7V/250mAh) für Empfänger und USB-Ladekabel enthalten
• Ladezeit: 40 Minuten
• Länge: 19 cm
• Altersempfehlung: 8-12 Jahre
• UVP: 29,90 EUR

Der Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit Conrad Electronic

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