Ja, ich weiß. Als wir klein waren, da gab es auf dem Rücksitz noch nichtmal Anschnallgurte. Heute wird der Nachwuchs dagegen in Hightech-Schalen aus feuerfestem Carbon transportiert, um einen Überschlag mit 200 Sachen unbeschadet zu überstehen. Überspitzt gesagt. Der ADAC macht sich jährlich dran, die aktuellen Modelle auf Sicherheit und Komfort zu testen. Überraschenderweise sind die Ergebnisse des Kindersitztest 2015 aber verbesserungswürdig.

Von 23 getesteten Modellen aller Klassen gibt es keinen Sieger, die Note „sehr gut“ taucht in der Ergebnisliste gar nicht auf. Immerhin etwas über die Hälfte, nämlich 14 Kindersitze, erreichen die Note „gut“. Vier Mal gibt es ein „befriedigend“ und ebenso viele Kindersitze müssen mit der Note „mangelhaft“ zum Nachsitzen. Meist wegen einer zu hohen Schadstoffbelastung.
Hier gibt es die detaillierten Ergebnisse vom ADAC Kindersitztest 2015.

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Zu den Testkriterien zählten neben der Sicherheit und der Bedienung auch die Ergonomie, der Schadstoffgehalt sowie Reinigung und Verarbeitung. Immerhin 18 Modelle übertreffen die gesetzlichen Vorschriften deutlich. Und wer sind die Verlierer im Kindersitztest 2015? Der Hauck Varioguard schnitt im Frontal-Crashtest schlecht ab, beim Aufprall mit Crash Test Dummy löste sich die Sitzschale von der Basis und der Sitz klappte nach vorne. Das darf natürlich nicht passieren. Bei den drei anderen schlecht bewerteten Modellen waren es hingegen die Materialien. Der Casualplay Sono Fix und der Simple Parenting Doona mit und ohne Isofix sind laut Test zu hoch mit PAK (poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe) belastet.

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Zwar steigen die Anforderungen an den Test von Jahr zu Jahr, aber das sollte keine Entschuldigung sein. Nicht ganz nachvollziehbar ist, warum in diesem Jahr keine Reboarder getestet worden. Denn die rückwärtsgerichteten Kindersitze erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Stattdessen wurden zwei neue i-Size Kindersitze mit aufgenommen, beide schnitten mit „gut“ im Test ab.

Der ADAC empfiehlt beim Kauf des Kindersitzes am besten Auto und Kind mitzunehmen, um so das ideale Setup zu finden. Der Einbau ist manchmal etwas tricky und insofern entstehen hier bei fehlerhafter Handhabung schon erste Sicherheitsrisiken. Der Sitz muss auf jeden Fall stabil fixiert sein. Darüber hinaus sollten die Gurte gerade verlaufen und straff angezogen werden.

Wir testen auch hier auf DADDYlicious auch regelmäßig Kindersitze, allerdings mehr auf Funktionalität, Design und Komfort. Den Crashtest überlassen wir den Experten.

Fotos: © ADAC

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